Wenn Jonas Hilge und Niklas Schröder von Platinen, elektronischen Widerständen, Kondensatoren und komplizierten Schaltplänen sprechen, ist ihre Begeisterung zu spüren. Die beiden machen eine Ausbildung zum Systemelektroniker an unserer Hochschule.
Jonas Hilge und Niklas Schröder

„Es macht Spaß, etwas zusammenzulöten – irgendwann hält man das Ergebnis in der Hand“, sagt Jonas. Eigentlich wollte er nach der Realschule ein Informatikpraktikum machen, landete im Zentralbereich Elektrotechnik und Informatik (EZB) und musste erstmal Platinen löten. „Da wusste ich sofort, das macht mir viel mehr Spaß, als den ganzen Tag zu programmieren, und habe auf Systemelektroniker umgeschwenkt.“

»Handwerkliches Geschick ist wichtig. Angst vorm Bohren oder Feilen darf man auch nicht haben.«Niklas Schröder

Auch Niklas war in einem dreitägigen Schülerpraktikum im ZBE auf den Geschmack an der Elektronik gekommen. „Nach dem Abi wollte ich Mathe und Physik vertiefen, dann habe ich im Internet nach einer passenden Ausbildung gesucht und mich hier beworben“, sagt Niklas, der gerade das erste Lehrjahr hinter sich hat. „Handwerkliches Geschick ist wichtig – nicht nur beim Löten –, Angst vorm Bohren oder Feilen darf man auch nicht haben“, sagt der 19-Jährige und lacht. 

Jemand lötet etwas auf eine Platine.
Der Campus der FH Münster in Steinfurt.

„Toll war, als ich ein Gerät für ein Experiment fürs Studium entwickeln sollte“, erzählt Jonas, der bereits im dritten Lehrjahr ist. Er entwarf den komplizierten Schaltplan, entwickelte das Gehäuse mit einer speziellen Software am PC, lötete die Platinen und baute das Gerät zusammen. „Und am Ende hat alles funktioniert – es ist richtig gut zu wissen, dass jetzt die Studies damit arbeiten können.“

Von Martina Weiland-Söker


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