Daniel Bevc zog aus Österreich für sein Elektrotechnik-Studium nach Steinfurt. Mit seinem Namen gab es am Anfang Probleme. „Viele haben ihn falsch ausgesprochen“, erinnert sich Daniel an seinen Start an unserer Hochschule.
Daniel Bevc

„Eigentlich sagt man ‚Be-uz‘, aber da gab es einige witzige Varianten.“ 2013 kam der 32-Jährige aus Österreich nach Steinfurt, um an unserer Hochschule seinen Bachelor zu machen.

Daniel ist anders als die meisten Studierenden, die aus dem Ausland an die FH Münster kommen. Er bleibt nicht nur für ein oder zwei Semester, sondern für ein ganzes Studium. 1050 Kilometer ließ er dafür zwischen sich, seiner Heimat und seiner Familie in Kärnten – ganz im Süden von Österreich. Warum nimmt man das in Kauf? „Ich habe mir einige Hochschulen in Österreich angesehen“, sagt er. „Die waren nicht schlecht, aber sie kommen nicht an den Praxisbezug heran, der mir hier geboten wird.“

2008 besuchte der Amateurfunker, der Radio- und Fernsehtechniker gelernt hat, eine Messe in Friedrichshafen am Bodensee. Dort lernte er Prof. Dr. Dirk Fischer von unserer Hochschule kennen, der ihn überzeugte, einmal nach Steinfurt zu kommen. Daniel besuchte den Campus, schaute in den Laboren vorbei – war begeistert.

»Berge sucht man im Münsterland vergeblich.«

Heimweh? „Dafür hab‘ ich keine Zeit“, sagt Daniel. Das Studium nimmt zu viel davon in Anspruch. Ein Stück Heimat hat er außerdem mit nach Steinfurt gebracht: seine Freundin. Gemeinsam leben die beiden in Leer. Daniel mag die Ruhe in dem rund 2000-Einwohner-Ort, knapp fünf Kilometer von Steinfurt entfernt. Viele seiner Kommilitonen wohnen in Münster und pendeln – das ist nichts für ihn. Auch in Steinfurt hat er Abwechslung, trifft sich regelmäßig mit Kommilitonen oder mit Bekannten, am Wochenende fährt er ab und an nach Münster. Dennoch gibt es natürlich etwas, was Daniel vermisst. „Meine Familie fehlt mir,“ sagt er. „Und die Berge. Danach sucht man im Münsterland ja vergeblich.“

Daniel Bevc (Foto: Moritz Schäfer)
Daniel Bevc (Foto: Moritz Schäfer)

Und wie geht’s nach dem Bachelor weiter? Eventuell will Daniel auch noch seinen Master in Steinfurt machen. Ganz sicher ist er noch nicht, aber vorstellen kann er es sich gut. Es gefällt ihm hier. Die Hochschule und die Menschen hat er lieb gewonnen. „Die Westfalen sind wirklich sehr herzliche Menschen“, sagt Daniel und grinst: „Sie zeigen es nur nicht sofort.“

Von Moritz Schäfer


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