Konzentriert sitzen Philipp Güntzel und Kevin Püth an ihren Laptops, außer dem Klappern der Tastatur und der brummenden Kaffeemaschine ist nichts zu hören. Die beiden Masterstudenten tüfteln an einem Auftrag für ein mittelständisches Unternehmen und pflegen Daten ein: Mittels Predictive Analytics versuchen sie herauszufinden, mit welcher Absatzmenge der Kunde voraussichtlich planen kann.
Sogenannte Dashboards visualisieren auf einen Blick die ausgewerteten Daten. (Foto: privat

„Wir visualisieren Unternehmensdaten, heben die Kernbotschaft hervor und erstellen Prognosen“, sagt Philipp, der zusammen mit Kevin Wirtschaftsingenieurwesen am Institut für Technische Betriebswirtschaft (ITB) studiert. Farbig markierte Säulen, Balken und Kreise zeigen auf einen Blick Trends und Rückgänge. „Damit unterstützen wir die Geschäftsführung beim Planen und Entscheiden“, sagt Kevin. Eine Win-Win-Situation: Die Unternehmen erhalten mit geringem Kostenaufwand Analysen zu von ihnen vorgegebenen Fragestellungen, Kevin und Philipp sammeln branchenübergreifend Praxiserfahrung und bauen ihr Netzwerk auf.

»Je mehr Erfahrung und Referenzen wir sammeln, desto einfacher bekommen wir Aufträge.«Philipp Güntzel

Angefangen haben sie als wissenschaftliche Hilfskräfte bei Prof. Dr. Johannes Schwanitz vom ITB, der ihnen das Rüstzeug der Datenanalyse mitgab. Initiativ kontaktierten sie dann Unternehmen und boten ihre Dienstleistung an: „Anfangs war das noch schwierig, denn die meisten haben keine genaue Vorstellung davon, was man alles im Bereich Big Data mit einfachen Mitteln erreichen kann“, erzählt Philipp. Doch sie überzeugten die Kunden und arbeiten zurzeit parallel an mehreren Projekten: „Je mehr Erfahrung und Referenzen wir sammeln, desto einfacher bekommen wir Aufträge“, fügt der 24-Jährige hinzu.

Neben Vorlesungen und den Terminen beim Kunden verbringen die beiden viel Zeit mit Arbeiten am Laptop. (Foto: privat)
Neben Vorlesungen und den Terminen beim Kunden verbringen die beiden viel Zeit mit Arbeiten am Laptop. (Foto: privat)
Die Visualisierung von Geschäftsprozessen dient als Grundlage für die Erstellung der Tools. (Foto: Privat)
Die Visualisierung von Geschäftsprozessen dient als Grundlage für die Erstellung der Tools.

Kevin und Philipp haben Geschmack an der Beratung gefunden: „Es ist abwechslungsreich, und man lernt viele Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen kennen. Wenn man dann am Ende den Auftraggeber positiv mit den präsentierten Ergebnissen überrascht, haben wir’s geschafft“, sagt Kevin. Die Doppelbelastung ist hoch, aber für die beiden noch zumutbar: „Durch die zusätzliche Arbeit haben wir die ein oder andere Vorlesung verpasst, aber mit Nachtschichten und Pauken am Wochenende konnten wir den Stoff nachholen“, so der 30-Jährige. Philipp und Kevin befinden sich gerade in der Abschlussphase ihres Studiums und wissen bereits genau, wohin es danach für sie gehen soll: „In die Beratung natürlich!“

Von Katharina Urbaniak


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