Sein erstes Unternehmen „Cantana“ gründete Jörn Berlin zusammen mit einem Freund von zu Hause aus. Damals war er 21 Jahre alt und hatte gerade seine Berufsausbildung beendet. Mit der Selbstständigkeit konnten sich die beiden Gründer das Studium finanzieren, auch wenn es anfangs Rückschläge gab.
Jörn Martin im Gespräch.

„Wir wollten ein Modelabel gründen, mit Models und Fotoshootings und das ganz groß aufziehen“, erzählt Jörn. Für die Kleidung sollten nur Biotextilien verwendet werden. „Das war ein ganz schön ambitionierter Plan und wir haben schnell gemerkt, dass das so nicht klappt“. Ihr Geld hatten die beiden in die Produktion gesteckt – Budget für große Marketingkampagnen fehlte, ebenso ein Investor. Irgendwann war klar: So funktioniert das nicht. Doch statt ihre Idee an den Nagel zu hängen, wurde sie weiterentwickelt. Dabei half auch das BWL-Studium an unserer Hochschule.

 

»Das war ein ganz schön ambitionierter Plan und wir haben schnell gemerkt, dass das so nicht klappt.«Jörn Berlin über die Gründung seines ersten Unternehmens

„In den Vorlesungen habe ich immer wieder Anregungen bekommen und ständig über neue Geschäftsideen nachgedacht“, erinnert sich Jörn. Aus dem Modelabel wurde schließlich die Full-Service-Agentur „Cantana“. „ Die Kontakte zu Herstellern und Lieferanten hatten wir geknüpft, darauf haben wir dann aufgebaut. Heute beliefern wir Kunden wie Greenpeace, Oxfam und andere Organisationen mit individuell gestalteten Textilien aus Bio-Baumwolle.“

Auch dabei war das Studium eine große Hilfe. Jörn wählte den Schwerpunkt Accounting/Controlling. Der Vorlesungsstoff kam genau zum richtigen Zeitpunkt: „Ich war fasziniert, wie viel ich direkt anwenden konnte. Tatsächlich habe ich bis jetzt jede Steuererklärung und auch die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse selber erstellt. Damit haben wir gerade in der Gründungsphase viel Geld sparen können.“ 

Jörn Martin
Foto: Cantana
Jörn Martin

Weil das erste Projekt so erfolgreich ist, arbeitet Jörn mit seinem Geschäftspartner aktuell schon an einer neuen Idee. Nach dem Master wollen sie noch ein weiteres Büro eröffnen. Wo? Natürlich in Berlin! Aber nicht, weil die Stadt so gut zum Nachnamen passt. „Das ist einfach der Ort, wo´s knallt! Da wollen wir hin und mitmischen“, sagt Jörn.

Über Unterstützung in Form von interessierten Praktikanten und Praktikantinnen freut sich das Team immer. „Wir wissen ja, dass an der FH Münster fitte Leute studieren. Wer Interesse hat, kann sich gerne melden!

Von Ronja Hoffmann


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