Immer besser, immer schneller, immer mehr leisten – manche Menschen halten dem nicht stand. Sie schlucken verschreibungspflichtige Medikamente, betreiben also Hirndoping – ein gefährliches Unterfangen.
Christian Hörning im Gespräch.

Eine junge Studentin sitzt verzweifelt am Schreibtisch. Die wichtige Prüfung naht, doch der Lernstoff will einfach nicht in ihrem Kopf bleiben. Sie wirft einen hektischen Blick in den Kalender und bekommt Angst. Denn nicht nur die Klausur steht an. Eine Hausarbeit muss fertig, ein Projekt vollendet, die Vorlesungen besucht, die Freunde getroffen werden und dann ist da noch der Nebenjob – zu viel auf einmal. Wie soll sie das alles bloß schaffen?

Wie sie leiden immer mehr Menschen unter Leistungsdruck, Stress und Überlastung. Und immer mehr sehen keinen anderen Ausweg als den Griff zur Pille. „Damit bleiben sie zwar wacher, bauen Ängste ab oder arbeiten konzentrierter. Doch sie unterschätzen die gefährlichen Folgen“, sagt Christian Hörning, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei eve&rave Münster e.V. – ein Verein, der über Hirndoping aufklärt. Wir haben Hörning, der an unserer Hochschule den Master Management in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen studiert, getroffen. 

Er erklärte, wie fatal die Nebenwirkungen von Hirndoping sind, wie es zu seinem Einsatz bei eve&rave kam und welche Alternativen gesund sind, um Stress und Leistungsdruck besser zu verkraften.

Eine Hand mit Pillen.
Infomaterial zum Thema Drogen.

Dass Hirndoping keine Lösung ist, weiß auch die junge Studentin. Sie schnappt sich die Turnschuhe und läuft eine große Runde. Das lässt das üppige Programm zwar auch nicht kleiner werden. Es hilft aber, den Kopf freizukriegen – und plötzlich erscheint der Berg an Arbeitsaufgaben nicht mehr ganz so unbezwingbar. 


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