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Kurz vor dem Auftritt kommt die Nervosität, egal ob er für einen Kindergeburtstag oder die Halbzeitpause in der Allianz-Arena gebucht ist. Doch sobald die Musik angeht und alle Augen auf ihn gerichtet sind, funktioniert er: Julian Hollands ist einer der bekanntesten Fußball-Freestyler in Deutschland – und Student bei uns in Steinfurt.
 Julian Hollands studiert bei uns Wirtschaftsingenieurwesen. Nebenbei jobbt er deutschlandweit als Fußball-Freestyler.

Er kickt, er dribbelt, er balanciert: „Der Ball ist wie meine zweite Freundin“, sagt Julian lachend, der bereits seit über einem Jahrzehnt als Fußball-Freestyler arbeitet. Schon früh begeisterte er sich für Fußball, doch eine Verletzung beim Training zwang den damaligen Torwart, diese Karriere an den Nagel zu hängen. Durch Zufall stieß er im Internet auf Videos von Fußball-Freestylern – und probierte noch mit einer Schiene am Bein die ersten Tricks nachzuahmen! Von da an trainierte er täglich nach den Hausaufgaben auf dem Schulhof, motiviert von den sichtbaren Erfolgen, der freien Zeiteinteilung und der Kreativität im Sport. Schnell wurde ihm klar, dass er damit Geld verdienen kann. Julian landete bei einer Agentur, machte sich in der Branche einen Namen und wurde plötzlich für die Cebit oder von Fußball-Erstligisten gebucht. 2014 engagierte ihn McDonald’s für eine deutschlandweite Video-Kampagne.

Sein Studium finanziert sich Julian als Fußball-Freestyler. Unter der Woche Student, am Wochenende in ganz Deutschland unterwegs – Julian hat im Jahr durchschnittlich 45 Auftritte als Fußball-Freestyler. Ohne Ball geht Julian nicht aus dem Haus: sein Nebenjob ist gleichzeitig auch Hobby und Ausgleich.
Sein Studium finanziert sich Julian als Fußball-Freestyler. Unter der Woche Student, am Wochenende in ganz Deutschland unterwegs – Julian hat im Jahr durchschnittlich 45 Auftritte als Fußball-Freestyler. Ohne Ball geht Julian nicht aus dem Haus: sein Nebenjob ist gleichzeitig auch Hobby und Ausgleich.

Die Performance mit dem Ball ist sein größtes Hobby, das ihn auch finanziell über Wasser hält. Doch das reicht ihm nicht: Nach der Realschule machte er sein Fachabitur, absolvierte eine Ausbildung und gelangte dann über den zweiten Bildungsweg zum Masterstudium ans Institut für Technische Betriebswirtschaft (ITB). Praktisch: Im Seminar IT-gestütztes Management nahm er gleich seine Auftragsdaten der letzten zehn Jahre unter die Lupe: „Statistisch gesehen gibt es alle vier Jahre einen deutlichen Anstieg bei meinen Buchungen – klar, da war wieder WM!“, erklärt Julian. Rund 45 Engagements hat er durchschnittlich im Jahr, und sein Studium muss er auch noch managen. Das ist manchmal sehr anstrengend, doch für ihn ist das Freestylen auch ein Ausgleich, bei dem er sich einfach mal auspowern kann.

An unserer Hochschule studiert Julian Wirtschaftsingenieurwesen. Zum Fußballfreestyle kam er durch Zufall: Nach einer Verletzung beim Training musste er eine Karriere als Torwart an den Nagel hängen. (Foto: Marek Michalewicz)
An unserer Hochschule studiert Julian Wirtschaftsingenieurwesen. Zum Fußballfreestyle kam er durch Zufall: Nach einer Verletzung beim Training musste er eine Karriere als Torwart an den Nagel hängen.

Seine Pläne für die Zukunft? „Durch ein Praxisprojekt im Master habe ich die Beratung kennengelernt, das könnte ich mir beruflich für die Zukunft vorstellen. Ich werde demnächst 30 und will auch irgendwann eine Familie gründen – doch bis dahin möchte ich gerne weiter als Fußball-Freestyler jobben!“

Von Katharina Urbaniak


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