Henrike Menzel studiert Maschinenbau dual. Eigentlich hatte sie nach dem Abi andere Pläne.
Henrike Menzel

Erstmal Schluss mit der Lernerei, Bücher zu, rein ins Berufsleben: „Nach der Schule wollte ich am liebsten eine Ausbildung machen“, sagt Henrike. Irgendetwas Technisches, passend zu ihren naturwissenschaftlichen Stärken. Doch die Firmen, bei denen sie sich bewarb, waren skeptisch: Sie befürchteten, dass sich Henrike mit ihrem Einser-Abi in der Berufsschule langweilen könnte.

»Ich habe schon in einigen Projektteams mit an Kundenaufträgen gearbeitet. Einmal habe ich selbst einen kippbaren Anhänger konstruiert«Henrike Menzel

Auf einer Berufswahl-Messe legte ihr die Personalleiterin der Firma CAE Engineering und Service schließlich das duale Studium ans Herz. Prompt erhielt Henrike dort einen Ausbildungsplatz als Technische Produktdesignerin, kombiniert mit dem Bachelorstudiengang Maschinenbau. „Inhaltlich genau das Richtige für mich, weil Zahlenaffinität und räumliches Vorstellungsvermögen gefragt sind.“

Henrike Menzel während der Arbeit.
Henrike Menzel während der Arbeit.

Organisatorisch musste sie sich die ersten beiden Semester ganz schön durchbeißen, allein schon wegen der verschiedenen Orte: Sie pendelt zwischen CAE und Berufsschule in Beckum, FH-Campus in Steinfurt und ihrem Wohnort  Münster. „Man lernt, sich immer auf die Klausur zu fokussieren, die als nächstes ansteht. Und man findet heraus, welche Fächer man gut mit Lernpartnern üben kann, zum Beispiel Lösungsstrategien beim Rechnen.“ Die Anstrengung lohnt sich: Henrike mag den großen Praxisbezug, den sie durch die Ausbildung hat. „Ich habe schon in einigen Projektteams mit an Kundenaufträgen gearbeitet.  Einmal habe ich selbst einen kippbaren Anhänger konstruiert“, erzählt sie stolz. Im Hörsaal lernt sie dann, die theoretischen Hintergründe dieser praktischen Aufgaben zu verstehen.

Von Victoria Liesche


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