Inmitten von unzähligen anderen Aushängen entdeckte er einen unauffälligen Zettel am schwarzen Brett: Die Audi Hungaria suchte Praktikanten für ihr Werk in Györ.
MArtin Dreßler in Budapest.

Ungarn hatte er zwar für einen längeren Aufenthalt bisher nie in Erwägung gezogen, aber da Martin die Automobilbranche schon immer spannend fand und unbedingt noch während seines Studiums ins Ausland wollte, bewarb er sich. Der Absolvent des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen hätte nicht gedacht, dass er durch diesen Schritt seinen Traumjob ergattern würde.

»Es war eine superschöne Zeit.«Martin Dreßler über sein Praktikum in Ungarn

Mit Hilfe des International Office erhielt Martin ein ERASMUS-Stipendium für sein sechsmonatiges Praktikum in Ungarn. Dort bekam er Fahrzeugmodelle zu Gesicht, die erst in einigen Jahren auf den Markt kommen. „Besonders cool war es, den neuen Audi TT der dritten Generation auf der Teststrecke zu fahren“, erinnert sich der 27-Jährige. Während seines Praktikums fühlte er sich rundum gut versorgt: Sein Betreuer hatte jederzeit ein offenes Ohr für ihn, die Personalabteilung besorgte ihm eine Unterkunft und begleitete ihn sogar zum Einwohnermeldeamt. Mit seinen rund 40 Mitpraktikanten entdeckte er beim regelmäßigen Stammtisch die lokale Kneipenszene. Györ entpuppte sich als nettes Universitätsstädtchen, nicht zu weit weg von Budapest oder dem Plattensee, der mit Wassersportmöglichkeiten und dem „Balaton Sound“-Festival lockte. Martins Fazit: „Es war eine superschöne Zeit.“

Martin Dreßel studiert bei uns im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Für ein Auslandspraktikum ging er nach Ungarn.
Martin Dreßel studiert bei uns im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Für ein Auslandspraktikum ging er nach Ungarn.
Martin Dreßel studiert bei uns im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Für ein Auslandspraktikum ging er nach Ungarn.

So schön, dass er sich im nächsten Jahr gleich wieder auf den Weg nach Györ machte. Diesmal, um bei Audi seine Abschlussarbeit zu schreiben. Mit Hilfe seines Betreuers checkte er die Stellenausschreibungen, bewarb sich, und wurde prompt genommen. Sein Glück kann er immer noch nicht fassen: „Es ist sehr schwer, als Berufsanfänger in einen so bedeutenden Weltkonzern hineinzukommen.“ Schon vor seinem Abschluss-Kolloquium startete er im Vorseriencenter Neckarsulm als Entwicklungsingenieur. Gut möglich, dass er später nochmal ins Ausland gehen wird – sein Arbeitgeber bietet da zahlreiche Möglichkeiten.

Von Stefanie Gosejohann


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