Sich selbst beweisen, dass es auch ohne tierische Produkte geht – Paula Terheyden und Marie Wacker nutzen dafür die Fastenzeit. Die Oecotrophologie-Studentinnen essen 40 Tage lang vegan. Und setzen sich dabei sehr intensiv mit der eigenen Ernährung und dem Einkaufen im Supermarkt auseinander.
Verboten: Tierische Produkte wie Eier, Käse, Wurst und Milch sind beim veganen Selbstversuch ebenso Tabu wie Süßigkeiten mit Gelantine.

Inzwischen wissen sie, wo es in Münster vegane Brezeln zu kaufen gibt, dass sie Sojamilch nicht so lecker finden, Grünkernbratlinge und vegane Kuchen dafür ganz hervorragend und dass es Bolognese sowie Burger auch vegan gibt – beides sind Lieblingsrezepte von Paula und Marie. „Es kostet schon etwas Zeit, sich im Sortiment zurechtzufinden und die tollsten veganen Produkte zu entdecken", sagt Paula. Zugute komme ihr dabei ihr Wissen aus dem Studium an unserer Hochschule – das helfe zum Beispiel, die verschiedenen Inhaltsstoffe zu verstehen. Paula ist 19 Jahre alt und hat wie Marie schon seit Kindertagen immer wieder eine Fastenzeit eingelegt – beide aßen dann keine Süßigkeiten. „Das war immer toll! Ich habe ganz bewusst verzichtet und mich dadurch wieder so richtig auf Schokolade gefreut."

»Es kostet schon etwas Zeit, sich im Sortiment zurechtzufinden und die tollsten veganen Produkte zu entdecken.«Paula
Paula und Maria blättern in einem Kochbuch.
Aufgeschlagenes Kochbuch

Ähnlich geht es ihr nun auch bei der veganen Ernährung, an die sie sich schon im letzten Jahr während der Fastenzeit gehalten hat. „Nach 40 Tagen wollte ich aber endlich wieder Fleisch essen.“ „Und Käse“, ergänzt Marie. Beide lächeln. Dauerhaft vegan leben möchten sie nicht, wohl aber die Vorteile dieser Ernährung kennenlernen. „Beim letzten Mal habe ich mich fitter als sonst gefühlt, hatte nicht so dieses Völlegefühl und mir ging‘s insgesamt ziemlich gut“, sagt Marie. Im Familien- und Freundeskreis kommt der vegane Ernährungsstil auf Zeit prima an. „Wir erklären gerne, warum wir das machen und dass wir nicht kompliziert sein wollen – extra Gerichte soll es für uns schließlich nicht geben“, findet die 20-jährige Marie. Dass sie die Fastenzeit durchhalten wird, da ist sie zuversichtlich. „Das hat auch letztes Jahr super geklappt. Und jetzt geht’s eben wieder los!“

Von Katharina Kipp


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