„Das kann echt klappen“ – mit diesen vier Wörtern an seinen Geschäftspartner Florian Otterpohl machte Frank Decker Nägel mit Köpfen: Die Idee, Laufräder aus Carbon und Aluminium zu bauen, wurde Wirklichkeit – und das sehr erfolgreich.
Der Zentrierautomat sorgt dafür, dass die Speichen optimal ausgerichtet werden. (Foto: Katharina Kipp)

„Laufräder, damit bezeichnet man beim Rennrad die Vorder- und Hinterräder“, sagt Frank. Er ist 28 Jahre alt und hätte seinen Traum fast schon aufgegeben, wenn nicht das Gespräch mit Sandra Fuchs, Gründungscoach der FH Münster, zustande gekommen wäre. „Sie hat alle meine Befürchtungen aus dem Weg geräumt und damit den entscheidenden Anstoß gegeben.“ 

»Wir fahren beide Rennrad, seit 2013 im Team. Das unterstützen wir heute als Hauptsponsor und Namensgeber.«Florian Otterpohl

Seit Januar 2012 baut er gemeinsam mit Florian in Havixbeck Laufräder. „Die sind sehr leicht, sie wiegen fast nur so viel wie eine Milchtüte, verbiegen sich nicht und sind sehr windschnittig“, erklärt Frank. Das hat zwar mit rund 1.200 Euro pro Vorder- und Hinterrad seinen Preis, inzwischen hat sich das Unternehmen aber einen Namen im Rennsport gemacht. „Wir können heute von unserer Firma leben“, sagt er, „und ich arbeite seit 2014 Vollzeit für die Leeze GmbH.“ 

In Havixbeck lagern Frank (l.) und Florian ihre Laufräder und kümmern sich um den Vertrieb. (Foto: Katharina Kipp)
In Havixbeck lagern Frank (l.) und Florian ihre Laufräder und kümmern sich um den Vertrieb. (Foto: Katharina Kipp)
Besonderheit ist, dass die Speichen sehr dünn und widerstandsfähig sind. (Foto: Katharina Kipp)
Besonderheit ist, dass die Speichen sehr dünn und widerstandsfähig sind.
Der Schlauch fehlt noch, dann wäre das Rennrad startklar. (Foto: Katharina Kipp)
Der Schlauch fehlt noch, dann wäre das Rennrad startklar.

Das haben sie auch ihren guten Kontakten zu verdanken, die sie durch den Sport geknüpft haben. „Wir fahren beide Rennrad, seit 2013 im Team. Das unterstützen wir heute als Hauptsponsor und Namensgeber“, sagt Florian. Er studiert noch Betriebswirtschaft an unserer Hochschule, Frank hat sein Studium Wirtschaftsingenieurwesen in der Vertiefungsrichtung Physikalische Technologien bei uns abgeschlossen. „Wir sind mit Leidenschaft und Liebe zum Produkt dabei – das ist unser Erfolgsgeheimnis und besser als jeder Job im klassischen Angestelltenverhältnis“, findet Frank. 

Von Katharina Kipp


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