NeuENV adressiert die Sicherung der Kritischen Infrastruktur Lebensmittelversorgung im Krisenfall. Das übergeordnete Ziel des Projektvorhabens ist es, unter Einbeziehung von und in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren neue Strategien der Ernährungsnotfallvorsorge (ENV) zu entwickeln: Unternehmen der Lebensmittelkette, politische Entscheider und die Bevölkerung als Adressat der Versorgung. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie kann die Kontinuität der Lebensmittelversorgung auch unter krisenhaften Bedingungen gewährleistet werden, um eine Versorgungskrise im Lebensmittelbereich zu vermeiden? Anhand des disziplinübergreifenden Ansatzes wird eine akzeptanzorientierte Lösung unter Berücksichtigung aller relevanten Einflussgrößen generiert.

ENV-Maßnahmen der Behörden und Hilfsorganisationen

Die wissenschaftliche Bearbeitung des Teilvorhabens "Untersuchung des Verbesserungspotenzials von ENV-Maßnahmen staatlicher Akteure und Hilfsorganisationen" erfolgt durch das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der Fachhochschule Münster. Untersuchungsgegenstand ist die Rolle der Behörden und Hilfsorganisationen bei der Sicherung der kritischen Infrastruktur Lebensmittelversorgung im Krisenfall.

Folgende Ziele, die zur Entwicklung neuer Strategien der ENV führen sollen, werden im Teilvorhaben verfolgt:

  • Analyse der bestehenden staatlichen Vorsorgeplanungen auf ihre Einsatzmöglichkeit und Praxistauglichkeit für den Krisenfall als Grundlage für die Entwicklung staatlicher Handlungsstrategien,
  • Untersuchung der Reagibilität der staatlichen Vorsorge (organisatorische Strukturen, materiell-investive Vorkehrungen),
  • Analyse der Rolle der Hilfsorganisationen als Bindegliedfunktion zwischen staatlichen Akteuren und der Bevölkerung,
  • Untersuchung der Kooperationsmöglichkeiten mit der privatwirtschaftlichen Lebensmittelversorgung: welche Konzepte könnten für eine gemeinschaftliche Krisenbewältigung der privatwirtschaftlichen Akteure mit behördlicher Unterstützung erarbeitet werden?
  • Vergleichende Betrachtung der ENV-Maßnahmen ausgewählter Länder in Europa, um erfolgreiche Maßnahmen an die Situation in Deutschland anzupassen und zu übertragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Zuge der Bekanntmachung "Sicherung der Lebensmittel und Lebensmittelwarenketten" im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit".

Partner

Verbundpartner

  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
  • Deutsches Rotes Kreuz e.V.
  • DOCXCELLENCE GmbH
  • Fachhochschule Münster
  • Freie Universität Berlin
  • Nations Health Career School of Management gGmbH
  • Tengelmann WHG KG
  • TH Wildau (FH)

Assoziierte Partner

  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
  • La nouvelle Boulangerie Backwaren- und -technik Vertriebs GmbH
  • Milchwerke "Mittelelbe" GmbH
  • Ministerium des Innern des Landes Brandenburg Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin


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