Datum: Dienstag, 19.03.2019
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: FH Münster
Leonardo-Campus 6 (Fachbereich Design), Hörsaal 052 im Erdgeschoss
48149 Münster
Kategorie: International Office, Forschung & Transfer, Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe, Design, Oecotrophologie · Facility Management

Kurzbeschreibung:

Prof. Dr. Joachim Gardemann hält am 19. März 2019 den Vortrag "Kolonialmacht, Kriegspartei und Industrienation: Zur Verantwortung Deutschlands für humanitäre Krisen im Ausland".

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Über den Inhalt:

Die Fluchtursachen und Herkunftsländer der Menschen, die bei uns Schutz suchen, erscheinen uns weit entfernt. Bei genauerem Hinsehen aber erweisen sich selbst ferne Länder wie Ruanda, Burundi oder auch Syrien und der Irak mit der deutschen Geschichte sehr eng verbunden.

Auch Deutschland hatte weltweit Kolonien, in denen oftmals der Grundstein für bis heute andauernde Konflikte gelegt wurde. Deutschland war im Ersten und Zweiten Weltkrieg im Mittleren Osten militärisch aktiv.

Im heutigen Deutschland tragen wir durch unser Konsumverhalten und unsere Wirtschaftsinteressen immer noch zur Verbreitung von Konflikten und auch von Infektionen in den armen Ländern der Welt bei. Somit haben wir also eine vielfache Verantwortung, historisch und aktuell begründet. Verantwortung erwächst uns aber ebenso schon allein aus unserer Befähigung zur Hilfe, weil wir eines der reichsten und mächtigsten Länder der Welt sind und damit zur Hilfeleistung weitaus besser befähigt als die vielen ärmeren Länder, die den größten Anteil der schutzsuchenden Menschen weltweit beherbergen.

Der Vortrag findet innerhalb der Münsteraner Wochen (11. bis 24. März 2019) gegen Rassismus statt.

Über den Referenten:

Prof. Dr. Joachim Gardemann leitet das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe und ist Hochschullehrer am Fachbereich Oecotrophologie · Facility Management der FH Münster. In den vergangenen 25 Jahren hat der Kinderarzt wiederholt für das Deutsche Rote Kreuz humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt geleistet, zuletzt im Kampf gegen Ebola im westafrikanischen Sierra Leone.

Für sein Engagement und seine wissenschaftlichen Leistungen wurde der 63-Jährige wiederholt ausgezeichnet, dazu gehört auch das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.



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