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Nachhaltiges Wirtschaften im Lebensmittelhandwerk – Zusatzqualifikation für Auszubildende im Bäcker- und Konditorenhandwerk (NaWiL)


Das Bäcker- und Konditorenhandwerk steht im Zuge der Entwicklungen der Berufsausbildung und des veränderten Ernährungs- und Konsumverhaltens verbunden mit neuen Anbieterstrukturen (z. B. Billigprodukten in den Supermärkten, Discountern und Backshops) vor großen Herausforderungen, die sich insbesondere auf die Existenzsicherung kleiner und mittlerer Betriebe wie auch die Nachwuchssicherung auswirken.


Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung, Erprobung, Evaluierung und Etablierung einer aus fünf Modulen bestehenden und durch die Handwerkskammer zertifizierten Zusatzqualifikation „Nachhaltiges Wirtschaften im Lebensmittelhandwerk“. Im Fokus stehen Auszubildende zum/zur Bäcker/in, zum/zur Konditor/in und zum/zur Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk Schwerpunkt Bäckerei/Konditorei aus kleinen und mittleren Handwerksbetrieben. Sie sollen dazu befähigt werden, die Wertschöpfungskette sowie Arbeits- und Geschäftsprozesse von Bäckereien und Konditoreien im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit zu bewerten, Vorschläge für die Veränderung und Optimierung der Prozesse im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens zu entwickeln und Ideen für innovative Produkte zu unterbreiten, die einen Beitrag zur sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit des Unternehmens und der Gesellschaft leisten.




Die kompetenzorientierten Module der Zusatzqualifikation zu den Themenfeldern Nachhaltiges Wirtschaften (M1), Arbeiten im Lebensmittelhandwerk (M2), Konsum und Ernährung (M3), Lebensmittelverluste (M4) und Innovative Produkte entwickeln (M5) werden in der Konzeptions- und Entwicklungsphase in enger Abstimmung und in Form mehrerer Workshops zu Beginn des Projekts inhaltlich und methodisch ausgestaltet. Sowohl beide Verbundpartner als auch weitere externe Expert(inn)en werden hieran teilnehmen, um zu gewährleisten, dass beide Partner alle Module am jeweiligen Standort eigenverantwortlich und kompetent anbieten und durchführen können. Die Praxispartner fungieren in dieser Phase als Partner zur Konzeptentwicklung für die Zusatzqualifikation, indem sie ihre jeweiligen Bedarfe und Interessen artikulieren.


Die Zusatzqualifikation wird in der zweiten Phase Erprobung der Zusatzqualifikation in drei Durchläufen über einen Zeitraum von 1,5 Jahren erprobt. Pro Durchlauf wird eine Teilnehmerzahl von 10 bis 15 Auszubildenden (lehrjahrübergreifend) pro Projektstandort angestrebt. Der zeitliche Umfang wird mit 60 bis 80 Unterrichtsstunden angesetzt. Die Praxispartner fungieren hier als Erprobungspartner, indem sie u. a. ihre Auszubildenden an der Zusatzqualifikation teilnehmen lassen.


Mittels eines Design-Based Research-Ansatzes wird die Zusatzqualifikation in der dritten Phase Evaluation der Zusatzqualifikation, die parallel zur zweiten Phase läuft, quantitativ und qualitativ evaluiert und auf Grundlage von den drei Erprobungsdurchläufen iterativ weiterentwickelt. Die vierte Phase Transfer und Verstetigung der Zusatzqualifikation startet mit der dritten Erprobungsphase und umfasst schließlich die Entwicklung und Durchführung eines Train-the-Trainer-Konzeptes, sowie die damit verbundene Verstetigung der Zusatzqualifikation in den Transferregionen. In dieser Phase sind insbesondere die strategischen Partner involviert.


Die Zusatzqualifikation verbindet Theorie und Praxis, indem der Betrieb als Lernort berücksichtigt wird. Die Inhalte reichen über die in den Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen bestehenden Anknüpfungspunkte zur Nachhaltigkeit deutlich hinaus, weil dort der Leitgedanke einer nachhaltigen Entwicklung nur randständig berücksichtigt wird, nicht jedoch in der erforderlichen Retinität. Somit leistet das Vorhaben durch seine Gesamtkonzeption einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des globalen Nachhaltigkeitsziels 4 „Hochwertige Bildung“.



 

Projektleitung


Prof. Dr. Julia Kastrup
Institut für Institut für Berufliche Lehrerbildung
Johann-Krane-Weg 25
48149 Münster
Tel: 0251 83-65538

Kastrupfh-muensterde


Fachbereich Münster Centrum für Interdisziplinarität


Prof. Dr. Karin Rebmann
Universität Oldenburg
Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Ammerländer Heerstraße 114-118
26129 Oldenburg
Tel.: 0441 798-4074
karin.rebmannuni-oldenburgde

Mitarbeitende


  • Fara Steinmeier M.Sc.
  • Sabine Scholle B.Sc.
  • Meike Panschar M.A.

Projektzeitraum


vom 01.07.2019 bis 31.12.2021

Kooperationspartner


  • „Der gute Bäcker“, H. Krimphove GmbH
  • Landbäckerei Tönjes GmbH
  • Müller
  • Bäckerei Schultze-Mühlenfeld
  • Bäckerei Janssen
  • Handwerkskammer Münster
  • Handwerkskammer Oldenburg
  • Café Konditorei Issel
  • Bäckerei Blömker GmbH
    http://www.baeckerei-bloemker.de

Finanzierung


  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Weitere Infos unter:




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