Prof. Jürgen Beyer, Universität Hamburg
Der Soziologe Prof. Dr. Jürgen Beyer von der Universität Hamburg sprach an der FH Münster über Transformationsprozesse.

Münster (1. Februar 2017). 30 Forschungsprojekte, die über verschiedene Methoden der Frage nachgehen, wie nachhaltiges Wirtschaften in unterschiedlichen Lebensbereichen gelingen kann, haben sich an der FH Münster getroffen. Sie alle werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Maßnahme "Nachhaltiges Wirtschaften" gefördert und wissenschaftlich in dem Verbundprojekt "NaWiKo" (Ecologic Institut, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, ISI, und Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin, FFU) koordiniert.

Eines der Projekte beschäftigt sich mit der "Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von Konzepten zum nachhaltigen Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Gastronomie" (NAHGAST). Darin untersucht ein interdisziplinäres Team vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der FH Münster, von der TU Berlin, vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie vom Faktor 10 - Institut für Nachhaltiges Wirtschaften, wie die Veränderung hin zu einer nachhaltigen Gastronomie gelingen kann.

Weil Pfade und Wege der Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften ein wesentlicher Aspekt in der Fördermaßnahme sind, widmete die NaWiKo dem Thema "Transformationspfade" einen eigenen Workshop, der an der Hochschule stattfand. Die Keynote hielt Prof. Dr. Jürgen Beyer von der Universität Hamburg. Der renommierte Soziologe referierte über Pfadabhängigkeiten und Hemmnisse bei Transformationsprozessen. In Arbeitsgruppen diskutierten Wissenschaftler aus den Projekten im Anschluss, welche Transformationshemmnisse bestehen und wie sie überwunden werden können, wer die Schlüsselakteure in solchen Prozessen sein können und unter welchen Bedingungen Transformation gestaltet werden kann.

"Die NAWiKo zielt mit den Cluster-Workshops auf die Synthese möglicher Gestaltungs- und Entwicklungsoptionen im Sinne von Handlungsempfehlungen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Uns ermöglicht der interdisziplinäre Austausch aber auch, eigene Erkenntnisse aus unserem Projekt in größerem Kontext zu reflektieren", resümierten Tobias Engelmann und Silke Friedrich vom NAHGAST-Team.

 
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