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Treffen des studentischen Teams am ITB.

Für das Praxisseminar arbeitet Prof. Dr. Ralf Ziegenbein mit regionalen Unternehmen zusammen, um Studierenden einen Einblick in die betriebliche Prozesswelt zu geben. Insgesamt zehn studentische Projekte wurden im Sommersemester mit Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen und Größen durchgeführt. Der Kontakt zu Sinusverteiler kam zustande durch Sebastian Schrade, Leiter Operations und Qualität sowie Absolvent des berufsbegleitenden MBA&Eng. "Wirtschaftsingenieurwesen" an unserem Institut. Im Sommersemester '19 betreute er das vierköpfige studentische Team, das im Rahmen des Seminars den Auftragsabwicklungsprozess unter die Lupe nehmen sollte. Welche Schwachstellen liegen aktuell vor, und welche Maßnahmen lassen sich daraus ableiten?

Nach dem Kickoff-Termin mit Sebastian Schrade und Arne Ütrecht von Sinusverteiler sowie Prof. Dr. Ralf Ziegenbein begannen die Studenten ihre Arbeit: die internen Prozesse akribisch zu analysieren. Dazu führten sie Einzelinterviews mit 14 Mitarbeitern durch, die direkt an dem zu untersuchenden Prozess von der Angebotserstellung bis zum Versand beteiligt sind. "Das war die mit Abstand zeitaufwändigste Aufgabe des Projekts. Wir sind bis auf die Mikroebene runtergegangen und haben jeden noch so kleinen Schritt aufgenommen" sagt Niklas Püllen, Projektleiter des studentischen Teams.

In Excel-Tabellen verglichen sie ihre Ergebnisse miteinander und führten sie zusammen in ein einheitliches Format. "Bereits beim Kennenlernen waren wir positiv überrascht, wie strukturiert und lean bei Sinus bereits gearbeitet wird, auch im Bereich Administration. Die größten Erkenntnisse, an welcher Stelle es haken könnte, haben wir durch einen intensiven Austausch mit den Mitarbeitern in den Interviews erhalten", so Püllen. Um die Erkenntnisse zu bündeln, führten die Studierenden eine Schwachstellen-Konsequenzen-Analyse durch - ein Verfahren, das sie bereits aus dem praxisorientierten Studium kannten. Daraus folgerten sie einen Maßnahmenkatalog und priorisierten fünf davon: Digitalisierung der Kapazitätsplanung, Digitalisierung des Work Flow Managements und des Archivs, Einführung eines Kennzahlenmanagements sowie die Optimierung der Materialbeschaffung. Bei der Kapazitätsplanung stellten sie beispielsweise fest, dass diese von zwei Personen durchgeführt wird, aber für niemanden sonst zugänglich ist. Durch die richtige Nutzung eines neuen ERP-Systems könne etwa mehr Transparenz, eine einfachere Kommunikation und eine Optimierung der Lieferzeiten geschaffen werden, so der Vorschlag der Studenten für eine höhere Kundenzufriedenheit.

Durch das Projekt erhielten die Studierenden einen authentischen Einblick in die Abläufe eines Unternehmens und übten sich darin, konkrete Prozesse zu optimieren: "Als es auf die Abschlusspräsentation zuging und die Arbeitsbelastung immer höher stieg, wurde es schon stressig. Aber das ist ja ganz normal in einem Projekt und war für uns eine wertvolle Erfahrung für die Praxis." Die Mühen haben sich gelohnt und die Resultate werden für weitere Optimierungszwecke verwendet: "Die hervorragende Ausarbeitung des Projektteams und die absolut gelungene Präsentation der Ergebnisse dienen uns bereits zur Vorbereitung einer nachhaltigen Prozessoptimierung. Für uns war das Projekt dementsprechend ein voller Erfolg! An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal in aller Form bei dem Projektteam für die professionelle und sehr angenehme Zusammenarbeit und wünschen den vier Teammitgliedern für ihr Studium weiterhin genauso viel Erfolg wie im Hause Sinusverteiler!", so das positive Feedback von Schrade.

Möchten auch Sie als Unternehmen mit einem studentischen Team zusammenarbeiten oder haben noch Fragen zum Ablauf und Zeitraum? Dann wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Ralf Ziegenbein.

Das studentische Team zusammen mit Prof. Dr. Ralf Ziegenbein sowie den Projektverantwortlichen bei Sinusverteiler.
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