Zur Begrüßung gab es für die Teilnehmer eine Kostprobe des selbstgebrauten Bieres.
Was Bio Craft Beer eigentlich ist und wie es schmeckt, erfuhren die Teilnehmer der Firmenbesichtigung gleich zur Begrüßung. Mehrere Sorten selbstgebrautes Bier - von hell bis dunkel über herb zu süßlich - standen den Besuchern zur Auswahl. Je nach Malz- und Hopfensorte variiert der Geschmack und lässt dem Braumeister der Finne viel Raum für neue Kreationen: "Er arbeitet wie ein Koch und probiert viele Zusammenstellungen aus. Craft Beer ist richtiges Handwerk!" sagt Böckermann.

"Qualität hat seinen Preis"

Die Teilnehmer erfuhren, was Craft Beer eigentlich ausmacht.

Die Betreiber der Finne Brauerei legen Wert auf qualitativ hochwertige Rohstoffe, eine nachhaltige Produktion und einen einzigartigen Geschmack. Der Slow-Food-Trend und ein bisheriger Mangel an Bio Craft Beer-Sorten kamen den jungen Gründern beim Aufbau ihres Unternehmens entgegen. Inzwischen ist der deutsche Markt für Craft Beer um 75% gestiegen, ein enormes Wachstum also.

Die Idee, sich selbständig zu machen, entstand übrigens während einer längeren Reise in den USA und Kanada: "Wir haben dort eine junge und modern interpretierte Craft Beer Szene kennengelernt, die bei uns den Wow-Effekt hervorgerufen hat. Und dann haben wir gedacht: 'Wenn es hier klappt, wieso dann nicht auch bei uns zu Hause?' " berichtet Böckermann von den Anfängen des Unternehmens.

"Take-aways" für zukünftige Gründer

Die Finne-Gründer berichteten, wie sie innerhalb eines Jahres die Marke Finne aufgebaut haben.

Heute braut die Finne ihr Bier sowohl vor Ort im Kreuzviertel von Münster als auch in Kooperation mit einer kleinen Brauerei in Zeil am Main. Ihr Produkt ist derweil auch in mehreren Bioläden erhältlich: "Über 70% des Bieres wird zu Hause konsumiert, daher war es uns wichtig, auch im Handel vertreten zu sein", führt Böckermann aus. Innerhalb eines Jahres haben die Gründer der Finne es geschafft, ihre Marke aufzubauen und sich bislang erfolgreich im Bereich Bio Craft Beer zu etablieren. Am Ende seiner Präsentation gab Böckermann den Teilnehmern Tipps zur Unternehmensgründung mit auf den Weg. Beispielsweise solle man die Kritiker zwar wahrnehmen, aber vor allem auf seine Unterstützer hören. Zudem bringe die beste Idee nichts ohne ein gewisses Maß an Vertrieb und Marketing. Im Anschluss daran hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen, was in der ungezwungenen Atmosphäre auch zahlreich und lebhaft wahrgenommen wurde.

Die Gründer der Finne arbeiten heute etwa 10 bis 14 Stunden täglich: "Der Spruch 'selbst und ständig' stimmt schon, aber man arbeitet mit einer ganz anderen Motivation. Es ist schon cool, das eigene Produkt wachsen zu sehen!", resümiert Böckermann.    

Gemütlich und modern - so präsentiert sich die Finne Brauerei.
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