Horstmann nach der Übergabe der Bachelor-Urkunde bei der Akademischen Feier des ITB im März 2017.

Die Karriereleiter aufsteigen, das geht nicht nur über das klassische Abitur. Timo Horstmann ist über den zweiten Bildungsweg zum Studium gekommen.

Nach dem Realschulabschluss schloss der 30-Jährige eine Ausbildung zum Mechatroniker ab und besuchte anschließend drei Jahre lang die Abendschule, um seinen Meister zu machen. Sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens, das er 2017 abgeschlossen hat, absolvierte er ebenfalls nebenberuflich in fünf Jahren. "Mir war es wichtig, das Studium mit meinem Vollzeitjob kombinieren zu können. Und ich habe Wert gelegt auf eine flexible Einteilung des Lernstoffs, um meine Freizeit planen zu können", sagt Timo.

Sein typischer Arbeitsalltag als Meister spielt sich im Büro ab. Hier betreut er die Abschaltplanung des regionalen Versorgungsnetzes der Hochspannungsebene sowie die Planung von Netzbauprojekten, seien es neue Umspannwerke oder altersbedingter Ersatz. Als Springer im Schichtdienst kümmert er sich auch um die operative Netzführung, also den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb der Höchstspannungs- und Mittelspannungsnetze im Netzgebiet der Westfalen Weser Netz GmbH. Synergien zwischen dem Studium und der Arbeit bestehen viele, so Timo: "Die im Studium vermittelten Kenntnisse lassen sich gut integrieren und vereinfachen die Abläufe im Betrieb enorm."
Während des Studiums hatte er Freunde und Familie an seiner Seite, die ihn begleitet, ihm geholfen und in schweren Zeiten wieder aufgebaut haben.
In seinem Unternehmen fühlt er sich sehr wohl. Deshalb wartet er derzeit noch auf eine passende interne Stelle. Doch Stillstand kommt für ihn nicht infrage: "Ich möchte demnächst das Anschlussstudium zum MBA&Eng. am ITB genauso gut abschließen wie den Bachelor. Und später einen Job finden, in dem ich meine Kenntnisse aus dem Studium und meine Ideen einbringen kann. Natürlich auch mit entsprechendem Entgelt!", fügt er schmunzelnd hinzu.
Am Arbeitsplatz in der Leitstelle der Westfalen Weser Netz in Bad Oeynhausen.


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