"Genau der richtige Weg für mich"

Seit seinem Ausbildungsabschluss ist der Schreibtisch sein Haupt-Arbeitsplatz. Derzeit konstruiert Marius Lembeck den Versuchsaufbau für seine Bachelorarbeit.

Marius Lembeck steht kurz vor dem Abschluss seines dualen Maschinenbaustudiums

Münster/Steinfurt (13. September 2017). Gleichzeitig studieren und eine Ausbildung absolvieren? Das hört sich für viele stressig an. "Es ist eine reine Organisationsfrage", sagt Marius Lembeck. Er steht kurz vor dem Abschluss seines dualen Bachelorstudiums Maschinenbau an der FH Münster und kann auf acht vollgepackte Semester zurückblicken. Seine Strategien: sich mit Mitstudierenden zu Lerngruppen zusammenzuschließen, den Urlaub nicht zum Reisen, sondern zum Lernen zu nutzen und während des Semesters kontinuierlich an den Studieninhalten dranzubleiben - auch nach einer harten Arbeitswoche im Betrieb.

Der 23-Jährige ist sich sicher: "Für mich war das genau der richtige Weg." Für ihn war immer klar, dass er während des Studiums neben der Theorie auch die Praxis im Industrieunternehmen kennenlernen wollte. Denn mit Schweißen, Schrauben und Sägen hatte er, der im Abi die Leistungskurse Deutsch und Biologie gewählt hatte, bislang wenig zu tun gehabt. Als Ausbildungsberuf suchte Lembeck sich deshalb einen mit hohem handwerklichen Anteil aus: Industriemechaniker. Die Firma Agtos, die Strahlanlagen baut und in seiner Heimatstadt Emsdetten ansässig ist, war einverstanden, ihn als ersten dualen Studenten aufzunehmen.

Oft konnte er im Studium von seinen Kenntnissen aus der Werkhalle profitieren: "Wenn es zum Beispiel in einem Fach um Konstruktionszeichnungen ging, konnte ich die Schraubengrößen und die Fertigungsschritte am Bauteil realistisch einschätzen." Und andererseits lernte er im Studium, sich neue Inhalte schnell und effektiv anzueignen - eine Fähigkeit, die ihm auch in der Ausbildung half. "Man schaut in vielerlei Hinsicht über den Tellerrand."

Das Modul Strömungslehre fand Marius Lembeck so interessant, dass er in diesem Bereich nun seine Bachelorarbeit schreibt. Dafür kann er bei seinem Arbeitgeber ein eigenes Projekt bearbeiten: "Ich untersuche, ob die Partikelabscheidung aus der abgesaugten verschmutzten Luft innerhalb unserer Anlagen optimal arbeitet oder ob Verbesserungen möglich sind." Nach dem Studium arbeiten die Absolventen in der Regel weiter in ihrem Ausbildungsbetrieb. Mit einem Masterstudium Maschinebau, das an der FH Münster auch in Teilzeit möglich ist, können sie sich parallel dazu weiterqualifizieren.

Virtual Reality und Windkanal

Welchen Druck der Traktorreifen bei verschiedenen Einstellungen auf Sand ausübt, das haben die Schüler in der Landtechnik gemessen. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Laborexperimente und alles rund ums Studium beim Schülercampus an der FH Münster

Münster/Steinfurt (13. Juli 2017). Maschinenbau - bedeutet das nicht einfach, an Autos herumzuschrauben? Und Informatiker sitzen die ganze Zeit nur am PC? Von wegen. Wie vielseitig die Studiengänge an den Fachbereichen Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informatik der FH Münster sind und wie ein Studium hier auf dem Campus in Steinfurt überhaupt funktioniert, das haben über 150 Schüler in den letzten drei Tagen erlebt. Sie kamen von weiterführenden Schulen aus der gesamten Region, wie aus Münster, Steinfurt, Ahaus, Telgte, Warendorf und Rheine. Die zwei Fachbereiche hatten sich ein spannendes, studiennahes Programm überlegt, das viele Laborversuche und gleichzeitig Hintergrundwissen rund ums Studium vereinte.

"Mit dem Schülercampus wollen wir technisch und naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler schon früh auf unsere Studiengänge hier in Steinfurt aufmerksam machen", sagt Stefanie Schäfer vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik, die die Veranstaltung zusammen mit Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen initiiert hat. Der Prodekan des Fachbereichs Maschinenbau betonte besonders den praxisorientierten Aspekt: "So können wir den Schülern einen konkreten thematischen Einblick in unsere Programme vermitteln. Und in unsere Forschung: Wir arbeiten hier schließlich intensiv und anwendungsnah mit lokalen und international agierenden Industrieunternehmen zusammen."

Klitzekleine Bauteile konnten die teilnehmenden Schüler - von Klasse neun bis zur Oberstufe reichte die Altersbreite - am Fachbereich Maschinenbau mit 3D-Druckern herstellen. Größere Dimensionen packt die Landtechnik an: Mit einem Traktorreifen auf Sand und unterschiedlichen Sensoren mussten die Schüler messen, welcher Druck sich bei welcher Einstellung ergibt - eine maßgebliche Information für alle Landmaschinen, die auf Feldern ackern. Im Strömungslabor schauten sie sich dank Disconebel an, wie sich Luft eigentlich verhält, wenn sie auf ein Hindernis wie eine Kugel stößt. Noch mehr zum Erleben und Ausprobieren gab es in den Laboren für Hydraulik, Werkstofftechnik, Verfahrenstechnik, Robotertechnik und E-Technik.

Der Fachbereich Elektrotechnik und Informatik hatte insgesamt vier Stationen angeboten. Einfach die Virtual-Reality-Brille aufsetzen und schon ging es los im Abenteuerparcours zum Bogenschießen und Klötzchenstapeln. Außerdem haben die Schüler selbst einen Mikrocontroller programmiert, mit dem sie ein ferngesteuertes Auto über das eigene Smartphone steuern konnten. Und sie haben in einer Modellfabrik den Paketverkehr mit einer Ampelkreuzung geregelt - die wird zum Beispiel zur Koordination in Lagern großer Versandhäuser benötigt. Eine ruhige Hand war dann im Labor für Informationskommunikation gefragt: Hier haben die Schüler eine abwechselnd blinkende Schaltung gelötet, die sie hinterher mit nach Hause nehmen durften.

Und die Aktionstage wurden gut angenommen: Das zeigen in die Experimente vertiefte Schüler und begeisterte Lehrer, die selbst den einen oder anderen Laborversuch ausprobierten. Im nächsten Jahr wollen weitere Fachbereiche der FH Münster mitmachen und ebenfalls praktisch vermitteln, was ihre Studieninhalte ausmachen.

Neues Lagerkonzept

Bernhard Feikus führt Prof. Dr. Jörg Hartleb (l.) und Studierende des fördertechnischen Seminars durch die Präzi-Fördertechnik GmbH. (Foto: FH Münster/Reiner Schönfeld) Copyright:Reiner Schönfeld

Studierende der FH Münster überzeugten die Präzi-Fördertechnik GmbH mit guten Ideen

Münster/Steinfurt (11. Juli 2017). Entwicklung eines Lagers für Standardförderschnecken - so lautete die Aufgabe, die die Präzi-Fördertechnik GmbH aus Everswinkel einer Projektgruppe aus dem Fördertechnischen Seminar der FH Münster stellte. Und sechs Masterstudierende von den insgesamt 21 Seminarteilnehmern aus den Bereichen Maschinenbau, Logistik und Wirtschaftsingenieurwesen widmeten sich dieser Herausforderung.

"Charakteristisch für das Seminar ist die Echtheit der Aufgaben. So lag hier eine aktuelle Problematik vor, die seitens des Auftraggebers noch nicht vollständig erfasst war", erklärte Seminarleiter Prof. Dr. Jörg Hartleb. Umso mehr sei die Leistung des Teams zu würdigen. Denn die Studierenden hätten die für sie noch unbekannten Hürden eines produzierenden Unternehmens gut gemeistert. Auch Felix Jeschke, studentischer Projektleiter des Teams, war mit der Leistung seiner Gruppe sehr zufrieden. "Wir sind zuversichtlich, dass das entwickelte Konzept einen Mehrwert für das Unternehmen bietet und nicht in der Schublade landet."

"Die Zusammenarbeit mit den Studierenden hat sich für uns als sehr wertvoll erwiesen", sagte Dietmar Mersmann, Leiter der Walzerei der Präzi-Fördertechnik GmbH. Auch künftig werde das Unternehmen offen für Anregungen der Studierenden sein, betonte Bernhard Feikus, Vorstand Technik/Produktion.

"Die enge Kooperation mit Unternehmen ist ein besonderer Mehrwert, den dieses Seminar bietet. Studierende erhalten die Möglichkeit, die Praxis ungefiltert zu erleben und Einblicke in die Berufswelt zu bekommen", so der Hochschullehrer über die gute Zusammenarbeit mit der Präzi Group, die sicher durch weitere Projekte gestärkt werde.

Zum Thema:
Das Fördertechnische Seminar bietet Prof. Dr. Jörg Hartleb seit sechs Jahren an. Es ist fest integriert in die Masterstudiengänge Maschinenbau, Logistik und Wirtschaftsingenieurwesen. In Gruppen der Stärke eines realen Projektteams arbeiten die Studierenden an je einer konkreten Aufgabe für einen oder verschiedene industrielle Auftraggeber. Dadurch sammeln die Studierenden Praxiserfahrungen und knüpfen Kontakte, während das Unternehmen neue Ideen erhält und potenzielle Arbeitnehmer anwirbt. Hartleb sucht immer wieder Kooperationspartner für den Bearbeitungszeitraum von April bis Juni. Unternehmen, die sich angesprochen fühlen, erreichen ihn über die Kontaktseite.

Optimierung von Rührsystemen in Biogasanlagen

Sven Annas untersucht das Rührgetriebe - wie rührt es am effektivsten im nachgebauten Fermenter? (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Am Fachbereich Maschinenbau arbeitet Sven Annas mit einem Biogasanlagen-Modell aus Plexiglas. Mithilfe von Laserfotografien erfasst er Strömungsfelder innerhalb des Fermenters.

"Ein Fermenter ist wie eine Blackbox - niemand weiß so richtig, was da drin genau passiert." Worüber Sven Annas vom Fachbereich Maschinenbau unserer Hochschule spricht, sind die Biomassebehälter inklusive der Rührwerke einer Biogasanlage. Ungefähr 9000 davon gibt es in ganz Deutschland. Ihre Betreiber füllen sie mit Materialien von Zuckerrüben bis Schweinemist, installieren ein oder mehrere Rührwerke und hoffen auf möglichst viel Methangas.

"Rührwerke sollen die Materialien des Fermenters durchmischen, um für eine optimale homogene Verteilung von Futter, Wärme und Bakterien zu sorgen, und erleichtern zusätzlich das Aufsteigen der Gasblasen ", erklärt Annas. "Wir beschäftigen uns hier sozusagen mit der Frage, wie wir möglichst effektiv rühren können."

Statt schweißen: Stahl kleben

Miriam Laubrock prüft im Festigkeitslabor die Tragfähigkeit von Bauteilproben. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Forschungsprojekt an der FH Münster widmet sich Klebverbindungen im Landmaschinen- und Anlagenbau

Münster/Steinfurt (20. Juni 2017). Ob Mähdrescher, Trecker oder Radlader - landwirtschaftliche Maschinen wie diese haben alle eins gemeinsam: Zur Erhöhung des Produktionsniveaus sind sie immer größer und damit schwerer geworden. Für Landmaschinen ist das insbesondere deshalb ein Problem, weil durch die schweren Geräte eine hohe Bodenverdichtung erfolgt und das Pflanzenwachstum erschwert oder sogar das gesetzlich festgelegte Fahrzeuggewicht überschritten wird. Ein wichtiges Ziel ist deshalb: Die Maschinen müssen leichter werden. "Dieser Herausforderung stellt sich das Forschungsprojekt", sagt Prof. Dr. Gerhard Kötting, Leiter des Werkstofftechnik-Labors auf dem Steinfurter Campus der FH Münster.

Denn Maschinen der Landtechnik und des Anlagenbaus werden vorzugsweise aus Stahl hergestellt, sie sind größtenteils geschweißt und auch deshalb so schwer. "Wir wollen zeigen, dass Stahl nicht nur geschweißt, sondern auch geklebt werden kann", so Kötting. "Denn diese Technik eignet sich besonders für den Leichtbau."

Dass das funktioniert, wurde bereits in Voruntersuchungen nachgewiesen. "Klebverbindungen haben einen großen Vorteil: die hohe Festigkeit bei dynamisch einwirkenden Belastungen vor allem auch bei hochfesten Stählen, die weniger gut schweißgeeignet sind. Dadurch können gleichzeitig die Wanddicken reduziert werden, und die Bauteile werden leichter", sagt Miriam Laubrock. Die Ingenieurin hat Maschinenbau an der FH Münster studiert. Sie ist verantwortlich für die Projektdurchführung und promoviert zu diesem Thema.

"In anderen Branchen, wie zum Beispiel im Automobilbau, ist die Klebtechnik schon weit verbreitet", sagt Laubrock. "Nun wollen wir zeigen, dass sie auch zielführend im Landmaschinen- und Anlagenbau eingesetzt werden kann - und zwar ohne Bedenken, was Langlebigkeit und Sicherheit betrifft." Bislang fehle es an systematischen Untersuchungen, weshalb sich die Hersteller noch nicht getraut hätten, auf gewichtsreduzierende Alternativen durch Klebverbindungen zu setzen. Doch das Interesse sei da. "Wir kooperieren mit 22 Unternehmen, das heißt mit Landmaschinen- und Anlagen-, Stahl- und Klebstoffherstellern. Dabei ist das Thema Leichtbau ein Schwerpunkt an unserem Fachbereich Maschinenbau", so Laubrock.

Im Labor testet die Ingenieurin verschiedene Klebstoffe und Stähle. Dazu stellt sie Bauteilproben her: "Wir schneiden die Stähle zu, behandeln die Oberflächen vor und applizieren den Klebstoff. Anschließend erfolgt das Fügen und Aushärten der Klebschichten. Die Prüfteile gehen dann an mitwirkende Unternehmen, um sie fachgerecht zu lackieren. Danach folgen die Belastungstests auf dem Steinfurter Campus der FH Münster."

Die durch die Bauteilproben gewonnenen Erkenntnisse überträgt sie dann auf reale Maschinenkomponenten, die von den beteiligten Maschinenherstellern vorgeschlagen werden. "Diese haben Modellcharakter für den Landmaschinenbau und sollen die Umsetzbarkeit in die Praxis hinsichtlich Konstruktion und Fertigung demonstrieren."

Im Februar ist das Projekt gestartet. "Wir wollen durch Fakten darlegen, dass die Qualität durch das Kleben genauso gut ist wie durch das Schweißen", sagt Laubrock. Verschiedene Herausforderungen gebe es dabei zu bewältigen, darunter zum Beispiel die Beständigkeit gegenüber Korrosionsbelastung. "Wir prüfen aggressive landwirtschaftstypische Medien, wie Jauche oder Gülleflüssigkeiten und Düngemittellösungen, in ihrer Wirkung." Bis April 2019 läuft das Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) gefördert wird.

"Für uns ist das ein großer Erfolg, denn damit wurden gleich zwei beantragte Forschungsvorhaben bewilligt", sagt Kötting. Die FH Münster kooperiert dabei mit dem Laboratorium für Werkstoff und Fügungstechnik der Universität Paderborn. Uns ist wichtig, Studierende in die Forschung zu integrieren", so der Hochschullehrer. "Deshalb ist das Forschungsprojekt in Teilpakete aufgeteilt, die von den Studierenden in Form von Projekt- und Abschlussarbeiten im Rahmen ihres Bachelor- oder Masterstudiums bearbeitet werden. Derzeit sind sieben Studierende in die Forschungsprojekte eingebunden."

Mülltrennung mit Luft

Die Modellpartikel werden von der Luftströmung durch den selbst gebauten, transparenten Zick-Zack-Sichter geschleppt. Um die chaotische Bewegung der Partikel analysieren zu können, erfassen Sebastian Bartscher (l.) und Simon Schepers sie mit dem 3D Particle-Tracking-Velocimetry Verfahren. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

FH Münster forscht mit digitaler Partikelbeobachtung am Zick-Zack-Sichter

Münster/Steinfurt (30. Mai 2017). Die Spreu vom Weizen trennen - das geht mit Wind. Einfach eine große Schale aus Korbgeflecht füllen, das Korn sachte in die Luft werfen, und schon trägt der Wind die Spreu davon. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet auch der Zick-Zack-Sichter im Labor für Strömungstechnik am Fachbereich Maschinenbau der FH Münster - aber mit steuerbarem Wind und Abfällen als Material. Sebastian Bartscher promoviert dort und möchte mit dieser Technologie aktuelle Recyclingmöglichkeiten weiterentwickeln.

Dabei geht es zum Beispiel darum, während der Aufbereitung von Batterien die Separatorfolien sauber abzutrennen oder bei Wärmedämmverbundsystemen den Hauskalk von der dämmenden Styroporschicht zu trennen. So lassen sich die einzelnen Stoffströme entweder separat weiterverarbeiten oder einfacher entsorgen. "Aber bevor wir Materialien hier im Zick-Zack-Sichter mit Luft trennen können - Windsichten nennt sich dieser Prozess - müssen wir erst einmal wissen, wie sich die Partikel, also kleine Teile des Abfalls, im Luftstrom bewegen", erklärt Bartscher. "Generell gilt, dass die strömende Luft nicht der Geometrie unseres Sichters folgt. Die besondere Form des Kanals ruft eine spezielle Luftströmung hervor, die den Windsichtprozess begünstigt. Hinter den Kanten entstehen Wirbel und deswegen gibt es im Sichter auch Strömungen nach unten, obwohl die Luft eigentlich von unten nach oben durch den Sichtkanal wandert." Diese Wirbel verbessern die Chance, verschiedene Materialien zu trennen: Schwerere Partikel fallen aus den Wirbeln nach unten, während leichtere Teile nach oben hin aussortiert werden.

Hilfe bei seinen Messungen bekommt Bartscher von Simon Schepers, der seine Bachelorarbeit über das Thema geschrieben hat. Zum Einsatz kommt dabei eine Kamera in einer eigens entwickelten Spiegelapparatur, die die fliegenden Partikel erfasst. "Sie macht von unseren Partikeln 1000 Bilder in der Sekunde, und zwar aus verschiedenen Perspektiven", sagt Schepers. "Am Computer rechnen wir die 2D-Bilder dann in ein 3D-Modell um und analysieren, wie sich die Partikel innerhalb des Luftstroms im Zick-Zack-Sichter verhalten."

Die digitale Partikelbeobachtung direkt im Sichter ist in dieser Form neu und wurde auf dem Wissenschaftskongress der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft ausgezeichnet. "Die Ergebnisse zeigen, dass viele unterschiedliche Einflüsse den komplexen Trennprozess bestimmen", sagt Bartscher. "Zum Beispiel können sich die Bewegungsmuster der Partikel je nach Partikelform deutlich unterscheiden. Was genau passiert, ist bis heute nicht im Detail geklärt. Dieses Wissen brauchen wir aber, um die Anlagen besser optimieren zu können."

Neuer Vorstand des VDI-Münsterland hat Nachwuchsmangel in technischen Berufen im Fokus

Die neuen Vorsitzenden des VDI Münsterländer Bezirksvereins, Dr.-Ing. Almuth-Sigrun Jandel und Prof. Dr.-Ing. Dieter Scholz, wollen den technischen Nachwuchs fördern. (Foto: VDI)

Er will den technischen Nachwuchs fördern - dafür bekommt Prof. Dr. Dieter Scholz in seiner neuen Funktion als Vorstandsmitglied der Münsterländer Ingenieure jetzt noch mehr Gelegenheit.

Seit Ende März ist Scholz Stellvertretender Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure im Münsterland (VDI). Eines der Hauptanliegen des Hochschullehrers an unserem Fachbereich Maschinenbau und der neuen Vorsitzenden des Vereins, Sigrun Jandel, Geschäftsführerin der ECCA Deutschland, ist die Aus- und Weiterbildung im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Zum einen wolle man dem Nachwuchsmangel in technischen Berufen entgegenwirken, aber auch Perspektiven öffnen, den zunehmend technisierten Alltag zu bewältigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Deshalb wollen Jandel und Scholz neben dem Angebot für die Mitglieder die Zusammenarbeit mit unserer Hochschule und Kooperationen mit Gymnasien intensivieren und pflegen, um Jugendlichen Interesse an Technik zu vermitteln. "Wir möchten den jungen Leuten zeigen, dass Technik interessant ist und Spaß macht", so Almuth Jandel "und sie dazu bewegen, einen technischen Beruf zu erlernen oder ein ingenieurwissenschaftliches Studium aufzunehmen". Der Münsterländer Bezirksverein kooperiert zurzeit mit sechs Gymnasien in Münster und im Münsterland.

"Bei den Aktivitäten mit der Fachhochschule wollen wir neben gemeinsamen Vortragsveranstaltungen insbesondere durch den VDI Förderpreis, den wir jährlich für besonders gute, praxisorientierte Examensarbeiten vergeben, auf die Ingenieurwissenschaften und ihre beruflichen Perspektiven aufmerksam machen", sagt Dieter Scholz.

Informatikvorlesung geht zuhause weiter

Prof. Dr. Eckhard Finke (M.) und Prof. Dr. Harald Bösche (r.) freuen sich über das Engagement von Philipp Brandt, Maik Terhürne und Daniel Holtstegge (v.l.), den am Laptop angeschlossenen "Raspberry Pi", zu programmieren. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Fachbereich Maschinenbau stattet Studierende mit Minicomputern und Software aus

Münster/Steinfurt (19. Dezember 2016). Damit die knapp 200 Studierenden des vierten Semesters ihr Wissen aus der Maschinenbauinformatik auch außerhalb der Hochschule anwenden können, haben sie vom Fachbereich Maschinenbau Minicomputer mit umfangreicher Software erhalten. "Uns ist es wichtig, die Studierenden mit moderner Technik zu unterstützen", sagt Prof. Dr. Eckhard Finke, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau der FH Münster. "Dabei begrüßen wir es, wenn sie den Computer neben der Vertiefung der Informatikvorlesung auch für eigene Anwendungen neu programmieren."

Durch separate SD-Speicherkarten im sogenannten "Raspberry Pi" lassen sich private Entwicklungen von der Software fürs Studium strikt trennen. Und die Studierenden sind kreativ: Von der Steuerung eines Multimediaservers fürs Heimnetzwerk über die Erfassung von Messdaten eines Traktormotors bis zur Steuerung einer Hintergrundbeleuchtung für den Fernseher, die sich dem Fernsehbild anpasst, - das sind nur einige Ideen, die die Studierenden bereits realisiert haben.

"So setzen die Studierenden ihr Wissen aus der Vorlesung mit Spaß und großem Engagement zuhause praktisch um - einen besseren Lernerfolg gibt es kaum", betont Prof. Dr. Harald Bösche. Natürlich soll dabei die Programmierung und Weiterentwicklung der auf dem Computer geladenen Software nicht zu kurz kommen. "Mit Übungen trainieren sie daheim den Einsatz der Software, die ihnen später auch an ihrem Arbeitsplatz begegnen wird."

Politikerin besuchte Steinfurter Campus

Vor dem Traktor des Labors für Landmaschinentechnik stellten sich auf (v.l.): Prof. Dr. Eckhard Finke, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Scholz, Fachbereich Maschinenbau, Christina Schulze Föckung, MdL, Doris Gremplinski, CDU Steinfurt, Prof. Dr.-Ing. Manfred Große Gehling, Fachbereich Maschinenbau

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Vorsitzende des Bundesfachausschusses Landwirtschaft und ländlicher Raum der CDU, Christina Schulze Föcking, MdL, besuchte den Steinfurter Campus der FH Münster

Steinfurt (29.09.2016). Auf Einladung des Fachbereiches Maschinenbau besuchte Christina Schulze Föcking, Landtagsabgeordnete des Kreises Steinfurt, den Steinfurter Campus der FH Münster.

Ziel des Treffens war die Darstellung der aktuellen Aktivitäten der Hochschule in Forschung und Lehre im Bereich der Agrartechnik sowie der Informations- und Meinungsaustausch zu konkreten Fragestellungen aus dem Agrarsektor.

Neben vielen interessanten Gesprächen war auch Zeit für Laborbesichtigungen, um die Praxisnähe der Ingenieurausbildung in Steinfurt zu unterstreichen. So konnte sich Christina Schulze Föcking aus erster Hand über die Studienmöglichkeiten und Studieninhalte sowie über laufende Forschungsprojekte, vor allem aus den Bereichen Landmaschinentechnik, Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe, informieren.

Zum Thema:
Das Masterstudium Maschinenbau mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) dauert vier Semester. Studierende, die sich für den Schwerpunkt Agrartechnik entscheiden, belegen neben den Modulen aus dem Bereich Maschinenbau weitere aus der Landmaschinentechnik und der Verfahrenstechnik. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Themen wie Bodenbearbeitung, Traktor- und Erntetechnik sowie Getreidelagerung und -aufarbeitung oder Bioenergie. Projektarbeiten ergänzen diese agrartechnischen Module.

Neues Dekanat

Prof. Dr. Laurenz Göllmann (v.l.), Prof. Dr. Eckhard Finke, Prof. Dr. Stephan Behr, Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen

Steinfurt (6. September 2016). In der Fachbereichsratssitzung am 6.9.2016 wurde Prof. Dr.-Ing. Stephan Behr als Dekan verabschiedet und ein neues Dekanat gewählt. Zum 16.9. treten Prof. Dr. Eckhard Finke als Dekan und Prof. Dr. Laurenz Göllmann als Studiendekan ihre neuen Ämter an. Prof. Dr.-Ing. Hans-Arno Jantzen bleibt weiterhin Prodekan.

Professor mit Vorbildcharakter

Als Abschiedsgeschenk erhielt Prof. Dr. Ulrich Rinker ein Schachspiel mit Figuren, die seine Mitarbeiter im Dreh-Fräszentrum des Labors für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik angefertigt hatten. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Nach rund 24 Jahren am Fachbereich Maschinenbau geht Prof. Dr. Ulrich Rinker in den Ruhestand

Münster/Steinfurt (15. Juli 2016). Seine Vorlesungen und Seminare erhielten stets beste Bewertungen. "Auch die Betreuung der Studierenden ist vorbildlich gewesen", sagte Dekan Prof. Dr. Stephan Behr über Prof. Dr. Ulrich Rinker. In einer Feierstunde am Fachbereich Maschinenbau der FH Münster verabschiedete sich Rinker nach 24 Jahren und sechs Monaten in den wohlverdienten Ruhestand.

"Sie hinterlassen ein gemachtes Feld - das Labor ist bestens ausgestattet und für einen adäquaten Nachfolger ist ebenfalls gesorgt", so Behr. Er habe ihn als Professor mit Vorbildcharakter erlebt. Der Hochschullehrer vertrat 49 Semester lang das Lehr- und Forschungsgebiet Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik. In dieser Zeit warb er mehr als eine Million Euro Drittmittel ein, betreute 151 Abschlussarbeiten, erhielt für seine Forschungsarbeit mit Unternehmen zweimal den Innovationspreis Münsterland und einmal den Seifriz-Preis. Rinker machte sich einen Namen mit seiner Forschung zu Minimalmengenschmierung und Trockenbearbeitung, einer umweltfreundlichen Fertigungstechnik, sowie Schwingungsuntersuchungen und Modalanalysen. Neben seiner Lehr- und Forschungsarbeit engagierte er sich auch in der Selbstverwaltung - 22 Jahre war er Mitglied im Fachbereichsrat und 14 Jahre im Senat. Für sein Engagement in der Lehre, Forschung und Selbstverwaltung, insbesondere die vielen Jahre als Senatsmitglied, dankte ihm Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski ganz besonders.

"Er ist ein total verlässlicher Vertragspartner, der viel vorangetrieben hat und immer bereit war, aktiv mitzuarbeiten", sagte Prof. Dr. Arno Jantzen in seiner Laudatio. Seine Armbanduhr mit dem winzigen Taschenrechner sei allerdings legendär gewesen. Rasend schnell habe er damit in Besprechungen alles bis auf zwei Kommastellen genau berechnet. Zudem sei es manchmal schwierig gewesen, Berichte unter 200 Seiten von ihm zu bekommen, erzählte Jantzen mit einem Schmunzeln.

Rinker ließ die Jahre an der FH Münster in einem Überblick Revue passieren und bedankte sich bei seinen Mitarbeitern und Kollegen. Nun freut er sich auf mehr freie Zeit, die er auf Reisen mit seiner Frau im Wohnmobil und in seiner neuen Heimat im rund 700 Kilometer entfernten Oberreute verbringen wird.


Neuer Vizepräsident für Hochschulplanung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Prof. Dr. Gisela Engeln-Müllges (l.), Vorsitzende des Hochschulrats, und Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski gratulieren dem neuen Vizepräsidenten für Hochschulplanung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der FH Münster, Prof. Dr. Stephan Behr. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Senat und Hochschulrat der FH Münster wählten Prof. Stephan Behr vom Fachbereich Maschinenbau

Münster/Steinfurt (11. Juli 2016). Prof. Dr.-Ing. Stephan Behr ist neuer Vizepräsident für Hochschulplanung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der FH Münster. Der 51-Jährige wird das Amt ab dem 1. Oktober ausüben. Gewählt wurde Behr am Montag (11. Juli) - auf Vorschlag von FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski - von der Hochschulwahlversammlung, bei der Senat und Hochschulrat der FH Münster gemeinsam tagen.

Behr hat Informatik an der Universität Dortmund studiert und wurde dort an der Fakultät Maschinenbau promoviert. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit in der Industrie übernahm er 2007 die Professur für Angewandte Informatik am Fachbereich Maschinenbau der FH Münster. Er ist Mitglied in diversen Kommissionen der Hochschule und seit 2011 Dekan des Fachbereichs Maschinenbau.

"Mit dem Kollegen Behr konnten wir ein kompetentes Mitglied für unser Präsidium gewinnen, das die erfolgreiche Planungsarbeit seines Vorgängers weiter vorantreiben wird. Zudem wird er sich mit der Fortentwicklung der Promotionsmöglichkeiten an unserer Hochschule befassen", sagte von Lojewski. Behr wird von seinem Amt als Dekan zurücktreten, um den im September aus dem Amt scheidenden langjährigen Vizepräsidenten für Hochschulplanung, Prof. Dr. Bernhard Lödding, nachzufolgen.

Den eigenen Stärken vertrauen

Dekan Prof. Dr. Stephan Behr (1. Reihe l.) und Prodekan Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen (1. Reihe r.) freuten sich mit den Absolventen des Fachbereichs Maschinenbau über ihren erfolgreichen Studienabschluss. (Foto: FH Münster/Reiner Schönfeld)

Fachbereich Maschinenbau verabschiedete seine Absolventen in einer Akademischen Feierstunde

Münster/Steinfurt (11. März 2016). 158 Bachelor und Masterabsolventen wurden am Fachbereich Maschinenbau der FH Münster in einer akademischen Feierstunde verabschiedet. Dekan Prof. Dr. Stephan Behr begrüßte in seiner Ansprache die rund 300 Gäste und gratulierte den jungen Ingenieuren. Er hob hervor, dass die Berufsaussichten für Maschinenbauingenieure aufgrund des hohen Bedarfs am Arbeitsmarkt nach wie vor hervorragend sind.

Im anschließenden Festvortrag übertrug Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender der Firma 2G Energy AG aus Heek, seine Erfahrungen seit der Unternehmensgründung vor 20 Jahren auf den Berufsweg, den die Absolventen vor sich haben. Der Diplomingenieur ermutigte die jungen Menschen dazu, sich ihre Neugier zu erhalten, ihren Stärken zu vertrauen sowie insbesondere auf Teamarbeit zu setzen und schloss mit einem Zitat von Konfuzius: "Wähle einen Beruf, den du liebst und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten." Zum Abschuss überreichte Prodekan Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen die Examensurkunden und zeichnete Bachelorabsolvent Thomas Artmann sowie die beiden Masterabsolventen Daniel Holt und Johannes Werner für ihre herausragenden Studienleistungen als Jahrgangsbeste aus.

Exkursion zur Datenverarbeitungszentrale (DVZ)

Das 5. Semester Maschinenbauinformatik mit Markus Wiechers (ganz hinten, rechts) und Prof. Stephan Behr (ganz hinten, Mitte) im 'Kaltgang' des Serverraums der DVZ in Steinfurt.

Im 5. Semester des Studiengangs Maschinenbauinformatik wurde im Rahmen des Moduls 'Datenbanksysteme' eine kleine Exkursion zur Datenverarbeitungszentrale (DVZ) am Standort Steinfurt unternommen. Dort wurde den Studierenden durch Markus Wiechers, Mitarbeiter der DVZ, die Infrastruktur der FH-IT eingehend erläutert. Themen waren u.a. Virtualisierung (mehrere Systeme auf einem Rechner), Überwachung der verteilten Rechner, Backup-Verfahren (Sicherheitskopien von Daten), Duplizierung zwischen Standorten (Sicherheitskopien von kompletten Systemen) und die Infrastruktur der Server-Computer.

Nach einer Einführung an einem Leitsystem wurde eine Begehung des Serverraums durchgeführt. Der Kaltgang ist der Bereich zwischen den Reihen der Serverschränke, aus dem die einzelnen Geräte ihre Kühlluft ansaugen. Die Feuerlöscheinrichtung springt bei Flammen- oder Rauchentwicklung automatisch an und löscht Brandherde ohne Beschädigung anderer Geräte. Das Notstromaggregat stellt das kontrollierte Herunterfahren der Server bei Stromausfall sicher. Die Studierenden konnten einen guten Einblick in das Rückgrat der Informationstechnik des Steinfurter Campus gewinnen.

90 PS ergänzen Lehre und Forschung

Prof. Dr. Manfred Große Gehling von der FH Münster (l.) begutachtet gemeinsam mit Bernd Westhoff, CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, den Motor des Fahrzeugs. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Maschinenbaustudierende der FH Münster lernen Traktorentechnik und Funktionsweise von Anbaugeräten zukünftig direkt am Fahrzeug

Münster/Steinfurt (29. September 2015). Landmaschinentechnik ist eines der Fächer, das Maschinenbaustudierende mit der Vertiefungsrichtung Agrartechnik im Master an der FH Münster belegen. Zukünftig lernen sie auf dem Steinfurter Campus der Hochschule noch praxisnäher: Das Labor für Landmaschinentechnik  des Fachbereichs Maschinenbau hat einen Traktor der Firma CLAAS angeschafft. Nun zeigt Prof. Dr. Manfred Große Gehling seinen Studierenden Zugkraftentwicklung, Ballastierung, Hydraulik oder die Abgasnachbehandlung direkt am Fahrzeug.

"Ein Traktor ist das zentrale Gerät im landwirtschaftlichen Betrieb und für uns eine wichtige Ergänzung in Lehre und Forschung", sagt der Hochschullehrer aus Münster. Knapp fünf Tonnen wiegt der CLAAS ARION 410, der in einem Seitentrakt des Fachbereichs einen Platz gefunden hat - und schon neugierige Blicke anzieht. "Die Maschine ist einfach beeindruckend, da sind Studierende genauso begeistert wie Mitarbeiter und Professoren."     

Anlässlich der Fahrzeugübergabe machten sich Vertreter der Firma CLAAS auf den Weg von Harsewinkel nach Steinfurt. Der Landtechnikhersteller arbeitet aktiv am Ausbau der Kontakte mit Hochschulen. "Wir brauchen qualifizierte Nachwuchskräfte für unser Unternehmen", erklärt Ansgar Koenen, Leiter Verkaufsförderung der CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH. "Deshalb stehen wir stets in Verbindung zu den Hochschulen in der Region, die Studiengänge im Bereich Agrartechnik anbieten." An der FH Münster ist das Unternehmen beim jährlichen Firmentag vertreten, bietet Praktikumsplätze an und betreut Abschlussarbeiten von FH-Studierenden. Zu beiderseitigem Nutzen: "Wir haben schon einige sehr gute Absolventen bei uns eingestellt."

Zum Thema:
Das Masterstudium Maschinenbau mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) dauert vier Semester. Studierende, die sich für den Schwerpunkt Agrartechnik entscheiden, belegen neben den Modulen aus dem Bereich Maschinenbau weitere aus der Landmaschinentechnik und der Verfahrenstechnik. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Themen wie Bodenbearbeitung, Traktor- und Erntetechnik sowie Getreidelagerung und -aufarbeitung oder Bioenergie. Projektarbeiten ergänzen diese agrartechnischen Module.

Studierende liefern Ideen zur Steigerung der Produktivität

Bereit für die Abschlusspräsentation: Prof. Dr. Jörg Hartleb (Mitte) mit Studierenden und Dr. Arno Kruse (r.), Leiter Elektrokomponentenfertigung, bei der Firma Windmöller & Hölscher (W&H) in Lengerich. (Foto: Reiner Schönfeld)

Münster/Steinfurt/Lengerich (26. August 2015). Die Produktivität steigern - das war der Auftrag, den die Firma Windmöller & Hölscher (W&H) acht Masterstudierenden der FH Münster mit auf den Weg gegebenen hatte. Ein Semester lang entwickelte das Projektteam auf dem Steinfurter Campus zahlreiche Optimierungsvorschläge und präsentierte diese dem Hersteller von flexiblen Verpackungslösungen in Lengerich. Inzwischen setzt das Unternehmen die ersten Ideen bereits um.

"Mich hat sehr beeindruckt, wie praxisnah und umsetzungsrealistisch die Ausarbeitung der Studierenden ist - und das in nur so kurzer Zeit", sagt Dr. Arno Kruse, Leiter Elektrokomponentenfertigung bei W&H. Kruse verantwortet unter anderem die Herstellung kleinerer Bedien- und Schaltkästen. Diesen Bereich nahmen die Studierenden im Fördertechnischen Seminar unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Hartleb unter die Lupe. Sie analysierten Laufwege, Materialfluss und Arbeitsplatzgestaltung. Und stellten fest: Die Prozesse in der Fertigung seien nicht optimal aufeinander abgestimmt, bei den Fertigprodukten fehle ein fester Lagerplatz und die IT-Schnittstelle ließe sich verbessern.

Das alles war für Kruse zwar nichts Neues. Doch durch die Arbeit der Studierenden sei ihm bewusst geworden, welche Verbesserungen nun genau mit geringem Aufwand umgesetzt werden könnten. "Das Team hat hervorragend auf den Punkt gebracht, wo wir ran müssen", freut sich Kruse. Gesagt, getan: W&H setzt momentan den Vorschlag um, eine zusätzliche Lagerebene zur Platzeinsparung aufzubauen. Außerdem plant das Unternehmen eine Software einzusetzen, um zukünftig weitestgehend papierlos zu arbeiten - auch das war eine Idee der Studierenden.

"Aus unserer Sicht war das ein sehr erfolgreiches Projekt. Auch zukünftig werden wir gerne wieder mit Studierenden zusammenarbeiten", so Kruse. Und auch bei dem Projektteam auf dem Steinfurter Campus der FH Münster kam das Fördertechnische Seminar sehr gut an. "Ich finde es toll, dass Prof. Hartleb diese Veranstaltung anbietet und uns somit die Möglichkeit gibt, praktische Erfahrungen anhand realer Problemstellungen zu sammeln", sagt FH-Student Theo Thesing. Insgesamt gab es zwei Projektgruppen, die für jeweils ein Unternehmen Optimierungsvorschläge erarbeitet hatten.

Zum Thema:
Das Fördertechnische Seminar bietet Prof. Dr. Jörg Hartleb seit vier Jahren an. Es ist fest integriert in die Masterstudiengänge Maschinenbau, Logistik und Wirtschaftsingenieurwesen. In Gruppen der Stärke eines realen Projektteams arbeiten die Studierenden an je einem konkreten Projekt für einen oder verschiedene industrielle Auftraggeber. Dadurch sammeln die Studierenden Praxiserfahrungen und knüpfen Kontakte, während das Unternehmen frische Ideen erhält und potenzielle Arbeitnehmer anwirbt. Hartleb sucht immer wieder Kooperationspartner für den Bearbeitungszeitraum von April bis Juni. Unternehmen, die sich angesprochen fühlen, erreichen ihn über die Kontaktseite.

Wie funktionieren verfahrenstechnische Prozesse?

Im Labor für Verfahrenstechnik untersuchen die beiden Studenten verschiedene Wärmeüberträgerarten, beispielsweise Rohr- und Plattenwärme, hinsichtlich ihrer Effizienz. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Fachbereich Maschinenbau der FH Münster bietet neue Vertiefung zu Anlagentechnik an

Münster/Steinfurt (7. Juli 2015). Mehr als die Hälfte der deutschen Industrieproduktion benötigt verfahrenstechnische Prozesse: Überall dort, wo Stoffe umgewandelt, also beispielsweise zerkleinert, getrennt oder durch eine chemische Reaktion verändert werden. Ob in der chemischen Industrie, der Lebens- und Futtermittelindustrie, der Energie- und Umwelttechnik oder der Baustoff- und Recyclingbranche - in vielen Bereichen spielen sie eine wichtige Rolle. Doch um die verfahrenstechnischen Prozesse zu realisieren, sind komplexe Apparate und Anlagen notwendig. Für deren Konstruktion, Fertigung und Betrieb ist es wichtig, die Verfahren zu verstehen. Dieses Wissen vermittelt die neue Vertiefungsrichtung Anlagentechnik im Bachelorstudiengang Maschinenbau an der FH Münster.

"Verfahrens- und anlagentechnische Module nehmen in der neuen Vertiefungsrichtung einen größeren Umfang ein", sagt Prof. Dr. Jürgen Scholz. Schwerpunkt im Studium sei aber weiterhin der Maschinenbau. Mit der Vertiefungsrichtung Anlagentechnik reagiert der Fachbereich auch auf sich ändernde Anforderungen aus der Praxis. "Die klassischen Maschinen- und Anlagenbauunternehmen werden immer mehr zu Prozessanbietern, die ihren Kunden neben den Maschinen auch das Know-how für den optimalen Betrieb der Anlage zur Verfügung stellen", so Scholz.

Die Vertiefungsrichtung Anlagentechnik ermöglicht Studierenden im Bachelor Maschinenbau ab dem dritten Semester eine individuelle Profilbildung. Neben Modulen der Verfahrenstechnik stehen Veranstaltungen zum Wärme- und Stofftransport und der Strömungssimulation auf dem Programm. Auch Kenntnisse in Chemie sowie dem Apparate- und Anlagenbau werden vermittelt. "Das Curriculum haben wir gemeinsam mit Vertretern regionaler Anlagenbauunternehmen entwickelt, um einen größtmöglichen Praxisbezug zu gewährleisten", erklärt Scholz. Dieser werde durch viele Forschungs- und Drittmittelprojekte mit verfahrenstechnischem Hintergrund gestärkt. "Um weitere Synergien zu nutzen, arbeiten wir mit dem Fachbereich Chemieingenieurwesen zusammen."

Studierende, die diese neue Vertiefungsrichtung wählen wollen, haben hierzu bis zum Ende des zweiten Semesters Gelegenheit. Dann können sie sich zwischen Anlagentechnik und allgemeinem Maschinenbau entscheiden.

Wer sich für das Bachelorstudium Maschinenbau an der FH Münster bewerben möchte, hat dazu noch bis zum 15. Juli Gelegenheit.

Landmaschinen haben mich früh fasziniert

Andreas Bastian füllt Weizenkörner in eine Getreidemühle zur Analyse des Bruchverhaltens. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Bewerbungsfrist für das Masterprogramm Maschinenbau mit Schwerpunkt Agrartechnik an der FH Münster endet im August

Münster/Steinfurt (28. Mai 2015). Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Agrartechnik studieren - diese Möglichkeit bietet die FH Münster. Andreas Bastian wollte das Masterprogramm auf dem Steinfurter Campus unbedingt absolvieren und ist deshalb von Trier ins Münsterland gezogen. Inzwischen schreibt der 24-Jährige seine Abschlussarbeit bei dem Landtechnikhersteller CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH  - ein Kontakt, der über den jährlichen Firmentag der FH Münster zustande kam. 

"CLAAS war mein Favorit, weil ich dort mit moderner Agrartechnik zu tun habe und weil es ein zukunftsorientiertes Familienunternehmen ist", sagt Bastian. Bis Ende September arbeitet er an seiner Masterarbeit, die voraussichtlich von der Optimierung eines Bauteils handeln wird. Das genaue Thema legt er in enger Abstimmung mit seinem Betreuer im Unternehmen fest.

Für die Landmaschinentechnik interessiert sich der gebürtige Saarländer seit seiner Kindheit. "Ich bin in einer ländlichen Gegend aufgewachsen. Landmaschinen wie Traktoren und Mähdrescher haben mich früh fasziniert." Sein Wissen hat er nach seinem Bachelorstudium Maschinenbau an der Hochschule Trier im Masterstudiengang an der FH Münster vertieft: Auf dem Lehrplan standen unter anderem die Module nachwachsende Rohstoffe, Landmaschinentechnik und Agrarverfahrenstechnik. Den Praxisbezug gewährleisteten Exkursionen, Praktika und Projektarbeiten. Auch aktuelle Herausforderungen, denen sich die Branche derzeit stellen muss, waren Thema im Studium. "Momentan geht es zum Beispiel viel darum, wie sich die Energieeffizienz der Maschinen und die Performance in der Nahrungsmittelproduktion steigern lassen", erklärt Bastian.

Mit Abschluss seines Studiums möchte er am liebsten im Bereich Landmaschinentechnik arbeiten. Räumlich betrachtet hat er dafür bereits die richtigen Weichen gestellt: Im Münsterland haben einige Hersteller ihren Sitz.

Bachelorabsolventen, die zum Wintersemester 2015/2016 ihr Masterstudium Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Agrartechnik beginnen möchten, können sich online bewerben. Die Frist für den zulassungsfreien Studiengang endet am 15. August 2015. 

Präzi-Flachstahl AG optimiert logistische Abläufe durch Projekt mit Studierenden der FH Münster

Studierende der FH Münster haben im letzten Jahr im Fördertechnischen Seminar die logistischen Abläufe der Präzi-Flachstahl AG untersucht. Nun hat das Unternehmen mit der Umsetzung der Ideen begonnen.

Münster/Steinfurt/Everswinkel (18. Mai 2015). Schwachstellen entdecken, Lösungsvorschläge erarbeiten und die Umsetzung prüfen - wenn es um die Optimierung von firmeninternen Arbeitsprozessen geht, hilft häufig ein neutraler Blick von außen. Diese Erfahrung hat auch die Präzi-Flachstahl AG gemacht. Rund ein Jahr ist es her, dass der Hersteller für Präzisionsflachstähle aus Everswinkel ein Projekt mit Studierenden der FH Münster durchgeführt hat. Aufgabe war es, logistische Abläufe zu überprüfen und Ansätze zur Verbesserung vorzustellen. Inzwischen hat das Unternehmen einige Ideen aufgegriffen und umgesetzt.
"Die Zusammenarbeit mit den Studierenden hat sich für uns als sehr wertvoll erwiesen", sagt Markus Winterkamp, Einkaufsleiter der Präzi-Flachstahl AG. Im Fördertechnischen Seminar am Fachbereich Maschinenbau nahmen die Studierenden unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Hartleb und Reiner Schönfeld den derzeitigen Kundenauftragsprozess unter die Lupe. "Wir bearbeiten eingehende Bestellungen noch nicht vollständig automatisiert", erklärt Winterkamp. Deshalb gebe es bislang viele Laufwege und zeitintensive manuelle Tätigkeiten. Diesem Problem widmeten sich die Studierenden. Ihre Idee: Durch ein sogenanntes Pick-by-Scan-System geht die Bestellung des Kunden direkt beim Vertrieb ein und wird danach vollständig elektronisch von den Mitarbeitern im Lager bearbeitet. Dabei sorgen Barcodes an Artikeln und Regalfächern für eine Koppelung von Auftrag und Produkt. Die Fehlerquote sei gering, der gesamte Prozess viel schneller und eine Bestandsführung in Echtzeit möglich.
Für die Anregungen der Studierenden war die Präzi-Flachstahl AG sehr offen. "Wir haben erste Regale ausgetauscht und weitere angeschafft. Außerdem haben wir unser Versandbüro neu positioniert, sodass der Lieferschein zukünftig direkt dort ausgedruckt werden kann", beschreibt Winterkamp die bereits umgesetzten Maßnahmen. Das spare Laufwege und somit Zeit. Nun nehme das Unternehmen die Beschriftung der Fächer und Gänge in Angriff. Danach sei die technische Realisierung geplant. "Der Input der Studierenden war für uns sehr wichtig und hat für frischen Wind gesorgt", so der Einkaufsleiter. Der Präzi-Flachstahl AG sei bewusst gewesen, dass Veränderungen erforderlich sind. Für die notwendige Inspiration haben die Studierenden aus dem Fördertechnischen Seminar der FH Münster gesorgt.   

Zum Thema:
Das Fördertechnische Seminar bietet Prof. Dr. Jörg Hartleb seit vier Jahren an. Es ist fest integriert in die Masterstudiengänge Maschinenbau, Logistik und Wirtschaftsingenieurwesen. In Gruppen der Stärke eines realen Projektteams arbeiten die Studierenden an je einem konkreten Projekt für einen oder verschiedene industrielle Auftraggeber. Dadurch sammeln die Studierenden Praxiserfahrungen und knüpfen Kontakte, während das Unternehmen frische Ideen erhält und potenzielle Arbeitnehmer anwirbt. Hartleb sucht immer wieder Kooperationspartner für den Bearbeitungszeitraum von April bis Juni. Unternehmen, die sich angesprochen fühlen, erreichen ihn über die Kontaktseite.

Poster- und Vortragspreis für Doktoranden des Fachbereiches Maschinenbau und des Fachbereiches Bauingenieurwesen

Von links nach rechts: Hanno Buchner (TU Wien), Tobias Gehrke (Universität Duisburg-Essen), Sebastian Bartscher (FH Münster), Prof. Dr.-Ing. Mario Mocker (DGAW e.V Wissenschaftlicher Beirat, OTH Amberg-Weiden), Dr. Matthias Franke (DGAW e.V. Vorstand, Fraunhofer UMSICHT-ATZ), Prof. Dr.-Ing. Gerhard Rettenberger (DGAW e.V., Koordinator Wissenschaftskongress)

Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft fördert Nachwuchswissenschaftler

Steinfurt (23.04.2015). Sebastian Bartscher beschäftigt sich im Rahmen seiner Dissertation am Labor für Strömungstechnik und Strömungssimulation mit der Modellierung von Windsichtern. Windsichter sind Anlagen, die durch eine Luftströmung heterogene Material-Gemische wie z.B. Recyclingfraktionen sortieren. Sein Vortrag "Untersuchung eines Zick-Zack-Sichters in Experiment und Simulation als Ansatz für Optimierungsmaßnahmen" wurde von der Jury beim fünften Wissenschaftskongress "Abfall- und Ressourcenwirtschaft" der DGAW e.V. in Innsbruck als bester Vortrag prämiert. "Die Entwicklung der Anlagen ist aufgrund der komplexen Vorgänge empirisch geprägt. Mithilfe der CFD-Simulation sind wir in der Lage, die Vorgänge im Sichter besser zu verstehen.", so Bartscher.

Peter Krämer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Bauingenieurwesen und wie Bartscher Promovend am RessourcenKolleg.NRW, präsentierte seine Forschungsarbeit zur nahinfrarotgestützten Qualitätssicherung von Ersatzbrennstoffen. Seine Arbeit wurde unter 40 weiteren als bestes Poster ausgezeichnet.

Die rund 100 Teilnehmer von Hochschulen aus Deutschland und Österreich diskutierten an der Universität in Innsbruck über aktuelle Forschungsergebnisse und zukünftige Entwicklungen. "Der zweitägige Kongress bot sehr gute Möglichkeiten, um den Kontakt zwischen wissenschaftlichen Nachwuchskräften, Professoren und Vertretern aus der Wirtschaft zu intensivieren", so Prof. Dr. Sabine Flamme vom Fachbereich Bauingenieurwesen und Koordinatorin des RessourcenKolleg.NRW. Durch den Wettstreit unter den Promovenden sei das Niveau der Beiträge auf der Tagung in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Zum Thema:
Das RessourcenKolleg.NRW ist eine Forschungskooperation der FH Münster und RWTH Aachen, die sich mit Rohstoffrückgewinnung und umweltgerechter Reststoffverwertung befasst. Das NRW-Wissenschaftsministerium fördert das Graduiertenkolleg. Beide Hochschulen besitzen langjährige Erfahrungen und eine ausgewiesene Expertise im Bereich der Ressourcen- und (Sekundär-)Rohstoffforschung; das RessourcenKolleg.NRW bündelt diese Kräfte. Die Kontakte zur Industrie ermöglichen eine zeitnahe und effiziente Umsetzung der Forschungsergebnisse.

Exkursion zu CLAAS

Janina Ostendorf, Senior Referentin Hochschulmanagement der CLAAS Gruppe, Prof. Manfred Große Gehling, Leiter des Labors Landmaschinentechnik, Fahrzeugtechnik und Betriebsfestigkeit an der Fachhochschule Münster, Studierende des Maschinenbau-Masters, Dipl.-Ing. Marcus Mangelmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Große Gehling, Dr. Martin Leinker und Randi Haake, Koordination Hochschulkontakte und Forschungsförderung der CLAAS Gruppe.

Harsewinkel/Steinfurt (12. März 2015). Die Studierenden des Maschinenbau-Masters mit der Vertiefungsrichtung Agrartechnik unternahmen im Rahmen der Lehrveranstaltung "Landmaschinentechnik" von Prof. Große Gehling eine Exkursion zum Unternehmen CLAAS in Harsewinkel. Dort wurde den  Studierenden ein Überblick über das Produktportfolio von CLAAS sowie über die technischen Hintergründe und Einsatzgebiete vor allem der modernen selbstfahrenden Erntemaschinen gegeben. Auf dem Programm stand auch eine umfassende Werksbesichtigung, hierbei wurde den Studierenden die Fertigung der Mähdrescher und Feldhäcksler detailliert erläutert. Anschließend informierte Frau Janina Ostendorf, Senior Referentin Hochschulmanagement der CLAAS Gruppe die Studierenden über die beruflichen Einstiegs- und Entwicklungschancen im Unternehmen und beantwortete gezielte Fragen. Auch wurden die Möglichkeiten hinsichtlich national wie auch international durchführbarer Praktika und Praxissemester bei CLAAS vorgestellt. Abgeschlossen wurde die Exkursion mit einer eindrucksvollen Produktvorführung "CLAAS Live" auf dem Hof Loermann. Vorgestellt wurden die neusten Modelle aus den Bereichen Traktoren, Mähdrescher und Teleskoplader. Nach der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer ausgiebig auf dem Hof umschauen, die Maschinen aus der Nähe begutachten und mit CLAAS Fachleuten diskutieren.

Das Unternehmen CLAAS hat seinen Hauptsitz im westfälischen Harsewinkel und ist bei Mähdreschern Marktführer in Europa, bei Feldhäckslern Weltmarktführer. Weitere, am Markt sehr erfolgreich Produkte sind Traktoren, Mähwerke, Ballenpressen sowie weitere Produkte für die Futterernte. Am Standort Harsewinkel beschäftigt CLAAS derzeit etwa 3.500 Mitarbeiter. Weltweit sind ca. 11.400. Mitarbeiter im Einsatz. Der Jahresumsatz beträgt 3,8 Milliarden Euro.

Sensor misst berührungslos den Durchfluss von Strahlgut

Freuen sich über die gelungene Masterarbeit und den entwickelten Sensorprototyp: Jörg Pawig von AGTOS, Max Filor, Frederik Grote von trilogik, Prof. Dr. Harald Bösche und Dennis Borgmann von trilogik. (v.l.) (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Max Filor legte herausragende praxisnahe Masterarbeit am Fachbereich Maschinenbau ab

Münster/Steinfurt/Emsdetten (18. Februar 2015). Je fester Stahl ist, desto haltbarer ist er. Eine Möglichkeit, ihn zu verfestigen, bietet das Beschießen mit Strahlmittel. So kann beispielsweise die Lebensdauer von Achsfedern, die in Fahrzeugen dauerhaft wechselnden Belastungen ausgesetzt sind, deutlich erhöht werden. Max Filor von der FH Münster ist es in seiner herausragenden Masterarbeit gelungen, einen Sensorprototyp zu entwickeln, der den Durchfluss des Strahlgutes berührungslos misst. Damit lässt sich ein definierter Strahlmittelfluss nachweisen. Prof. Dr. Harald Bösche vom Fachbereich Maschinenbau betreute Filor während seiner Masterarbeit, die dieser in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen trilogik und AGTOS aus Emsdetten anfertigte.

Mehr Frauen für technische Berufe begeistern

Blickten auf eine erfolgreiche Laufzeit des Projekts "FAM²TEC - Mehr Frauen in MINT" zurück (v.l.): FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski, Prof. Dr. Jürgen Scholz, Fachbereich Maschinenbau, Andreas Schulte Hemming, Vorstand von HeurekaNet e.V., NRW-Landtagsabgeordnete Nadja Lüders und Magdalena Münstermann, Bernd Münstermann GmbH & Co. KG. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Projekt FAM²TEC blickt auf erfolgreiche Laufzeit zurück

Münster/Steinfurt (21. November 2014). Technische Berufe für interessierte junge Frauen attraktiver machen und Unternehmen beim Ausbau familienfreundlicher Strukturen unterstützen - das sind seit zweieinhalb Jahren die Ziele des Projekts "FAM²TEC - Mehr Frauen in MINT". Zum Projektabschluss gab es gestern bei einer Transferveranstaltung im Parkhotel Schloss Hohenfeld in Münster sowohl einen Rückblick auf zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen als auch einen Ausblick auf vielversprechende betriebliche Ansätze zur Förderung von weiblichen MINT-Karrieren.

Rund 130 Veranstaltungen haben die beiden Projektpartner, der Fachbereich Maschinenbau der FH Münster und HeurekaNET e.V., auf die Beine gestellt. Dazu zählten Angebote für Schülerinnen wie das Herbstferien-Programm "DiscoverING Camp", das technikinteressierten Mädchen Einblicke in die Berufswelt der Ingenieurinnen gab. Studentinnen bekamen Gelegenheit, schon während des Studiums Kontakt zu möglichen Arbeitgebern in der Region zu knüpfen, etwa durch das Mentoring-Programm. Jeweils ein Semester lang tauschten sie sich intensiv mit einem Mentor aus einem der FAM²TEC-Unternehmen aus. "Bei den Veranstaltungen haben wir deutlich gemerkt, wie viel Potenzial in den interessierten jungen Frauen steckt. Es ist wichtig und nötig, sie zu ermutigen, eine Karriere im MINT-Bereich anzustreben", so das Fazit von Prof. Dr. Jürgen Scholz, der gemeinsam mit Eva Keller das Projekt vonseiten der FH Münster betreut hatte.

Interesse am Studium Maschinenbau steigt

Dieses moderne Gebäude ist seit September 2013 Sitz des Fachbereichs Maschinenbau auf dem Steinfurter Campus der FH Münster. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Steinfurter Fachbereich der FH Münster erstmals mit mehr als 1.000 Studierenden

Münster/Steinfurt (20. November 2014). Messtechnik, Fertigungsverfahren oder Strömungslehre - was für Laien kompliziert klingt, stößt bei Studieninteressierten auf großes Interesse. Immer mehr entscheiden sich für ein Maschinenbaustudium auf dem Steinfurter Campus der FH Münster. Seit dem Wintersemester 2014/2015 verzeichnet der Fachbereich Maschinenbau erstmals mehr als 1.000 Studierende.

"Wir haben unser Studienangebot in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut", erklärt Dekan Prof. Dr. Stephan Behr die steigende Nachfrage. Neu hinzugekommen seien nicht nur ein dualer Bachelorstudiengang, sondern auch ein erweitertes Masterprogramm. Damit werden weitere Zielgruppen angesprochen. Stark gewachsen sei insbesondere das Interesse am Masterstudiengang Maschinenbau mit den Vertiefungsrichtungen Produktentwicklung, Maschinenbauinformatik und Agrartechnik. "Hier bemerken wir einen deutlichen Zuwachs." Neben der Erweiterung des Studienangebots sei die positive Entwicklung aber auch auf den doppelten Abiturjahrgang zurückzuführen.

Zukunftssorgen macht sich Behr nicht. "Wir sind gut aufgestellt und zuversichtlich, dass sich zahlreiche junge Menschen auch in den nächsten Jahren für ein Maschinenbaustudium bei uns entscheiden." Mit insgesamt 1.037 Studierenden ist der Fachbereich Maschinenbau derzeit der größte in Steinfurt.

Ein Schokoladenherz aus dem 3D-Drucker

Im Labor für Computersimulation des Fachbereichs Maschinenbau wurden mittels 3D-Drucker verschiedene Bauteile gefertigt. (Foto: FH Münster/Transferagentur)

Train hatte Unternehmen zu einem Vortrag von Prof. Dr. Eckhard Finke auf den Steinfurter Campus eingeladen

Münster/Steinfurt (10. November 2014). Egal ob Gips, Kunststoffe oder Metalle - nahezu alle Materialien lassen sich mit einem 3D-Drucker verarbeiten. "Es ist sogar möglich, Schokoladenherzen zu drucken." Prof. Dr. Eckhard Finke von der Fachhochschule Münster hat in seinem Vortrag zum Thema "3D-Druck - Die nächste Fertigungsrevolution?" die Vor- und Nachteile sowie die Chancen dieser Technologie für handwerkliche Betriebe beleuchtet. Der Einladung von Train - Transfer in Steinfurt, der Handwerkskammer Münster und dem Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW (TTH) waren 30 Vertreter aus Handwerksbetrieben gefolgt.

"Für alle Geräte gilt, auch für einen eine Million teuren Hightech-Drucker, dass man für gute Ergebnisse vor allem Zeit und Erfahrung braucht", erklärte Finke. Exemplarisch stellte der Professor einen preiswerten Drucker für rund 1.500 Euro und einen teuren im Wert von 50.000 Euro vor und verglich die Qualität der jeweiligen Druckergebnisse. Der Druck eines größeren Bauteils könne durchaus einen ganzen Tag dauern, deshalb müsse genügend Zeit eingeplant werden. Und die Erfahrung werde gebraucht, um Verformungen, die durch den Abkühlungsprozess entstehen, frühzeitig einzuplanen. Es sei sogar möglich, bewegliche Bauteile herzustellen, da die teureren Drucker bei der Fertigung Stützmaterial einsetzen würden, das hinterher einfach wieder entfernt werden könne.

"Mit einem 3D-Drucker lassen sich Prototypen und Modelle, Designvarianten für neue Produkte oder Ersatzteile für die eigenen Maschinen schnell herstellen", fasst der Wissenschaftler einige Vorteile zusammen. Das sei auch für handwerkliche Betriebe interessant. Allerdings sei der 3D-Druck derzeit noch relativ teuer und eigne sich eher für kleine Stückzahlen.

Mit großem Interesse verfolgten die Unternehmer die Präsentation der 3D-Drucker im Labor für Computersimulation am Fachbereich Maschinenbau.

Rheinische Braunkohle: Der Weg von der Gewinnung bis zur Stromerzeugung

Masterstudierende zu Besuch im Tagebau Hambach

Prof. Dr. Jörg Hartleb und Reiner Schönfeld haben gemeinsam mit Masterstudierenden den Tagebau Hambach und das Kraftwerk Niederaußem besucht

Münster/Steinfurt (21. Oktober 2014).

Ungeachtet aktueller Energiediskussionen im eigenen Land, bilden die Technologien zur Rohstoffgewinnung und -förderung einen stabilen Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft - national und international.

Um den Studierenden des Moduls Fördertechnik diesen wesentlichen Bestandteil des Moduls schon vor Beginn der theoretischen Ausführungen zu präsentieren, fand pünktlich zum Semesterbeginn am 01.10.2014 die Exkursion in das Rheinische Braunkohlerevier zum Tagebau Hambach statt. Mit 240 Meter Länge und 96 Höhe steht hier der größte Schaufelradbagger der Welt. Mit jeder Umdrehung des 22 Meter hohen und mit 18 Eimern bestückten Schaufelrades fördert er 108 Kubikmeter Kohle oder Abraum. Pro Tag werden daraus bis zu 240.000 Tonnen.

Es folgten weitere Highlights bis hin zur 162m hohen Aussichtsplattform des Kraftwerks Niederaußem, von der aus die Teilnehmer am Ende des eindrucksvollen Tages sogar die Turmspitzen des Kölner Doms sehen konnten.

Mit dem Fördertechnischen Seminar auf Win-Win-Kurs

Eine von drei Projektgruppen mit Prof. Dr. Jörg Hartleb (r.), hier bei Exakt-Maschinenbau (Foto: Reiner Schönfeld)

Regionaler Mittelstand profitiert von innovativen Ideen der Masterstudierenden von Prof. Dr. Jörg Hartleb

Münster/Steinfurt (18. August 2014).

Das Fördertechnische Seminar bietet Prof. Dr. Jörg Hartleb Studierenden der Masterprogramme Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Logistik sowie innovativen Industrieunternehmen regelmäßig zum Sommersemester an. Beide Teilnehmergruppen bilden seit drei Jahren eine erfolgreiche Symbiose, welche sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Inhaltlich werden Projekte aus dem weiten Feld Materialfluss technisch und wirtschaftlich bearbeitet. Die Besonderheit liegt in der Praxisnähe und -relevanz, hervorgehend aus dem Sachverhalt, dass es sich jeweils um echte Industrieprojekte handelt, an deren Fortschritt und Lösung der jeweilige Auftraggeber großes Interesse hat. Oftmals kommt es sogar zum Wettbewerb zwischen den Projektteams "Fachhochschule" und "Unternehmen".

Die durch das Seminar gegebene Vorbereitungsmöglichkeit für das zukünftige Berufsleben der Studierenden besteht in den Merkmalen:

  • Bearbeitung eines realen Industrieprojekts,
  • Industriekooperation und damit Einblick in echte Strukturen,
  • interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams.

Den erfolgreichen Abschluss eines von den drei Projekten des Sommersemesters 2014 beschreibt die Pressemitteilung.

Maschinenbauinformatiker programmieren Autorennen

Screenshot aus der Rennsimulation

Erfolgreicher Abschluss einer komplexen Software-Erstellungsaufgabe

Steinfurt (17. Juli 2014). In ihrer Hausarbeit für das Modul "Moderne Konzepte der Programmierung" haben die Studierenden des Masterstudiengangs Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Maschinenbauinformatik erfolgreich eine Fahrzeug-Simulationssoftware realisiert.

Zu Beginn des Semesters wurde die Aufgabe gestellt, ein Mehrspieler-Autorennen mit 3D-Grafik in der Programmiersprache 'Delphi' umzusetzen. In den Vorlesungen wurde das dafür benötigte Wissen über Software-Konzepte wie verteilte Client-Server-Systeme, die Modellierungssprache UML, Entwurfsmuster (Design Patterns), das Component Object Model (COM), das 3D-Grafiksystem OpenGL, Dokumentations- und Versionierungsmethoden behandelt.

Darauf und auf den Kenntnissen aus anderen Veranstaltungen wie Technische Mechanik, Mehrkörper-Simulation und Programmiersprachen aufbauend haben die Studierenden eine ansprechende Simulationsumgebung geschaffen, die auf mehreren Rechnern simultan und vernetzt abläuft. Der zentrale 'Server'-Rechner startet und beendet das Rennen, übermittelt die Positionen der Rennwagen an bis zu vier Spielerrechner ('Clients'), misst Rundenzeiten und bestimmt die Rangfolge. Die Clients kommunizieren mit dem Server, sorgen für die 3D-Darstellung des Renngeschehens und verarbeiten die Steuerung durch die Spieler. Ferner wird eine einfache Fahrphysik-Simulation durchgeführt, die u. a. den unterschiedlichen Untergrund auf und neben der Strecke berücksichtigt.

Die Semesteraufgabe war trotz des scheinbar überschaubaren Umfangs anspruchsvoll durch das weite Spektrum an Teilaufgaben. Die fünf Teilnehmer des Moduls mussten jeweils mehrere Aufgaben bearbeiten und die Entwicklung engmaschig koordinieren. "Die ganze Komplexität der Aufgabe zeigte sich erst im Verlauf der Arbeit. In Verbindung mit dem festen Präsentationstermin ergab sich somit ein praxisnahes und spannendes Projektszenario." sagt dazu Kursteilnehmer Thorsten Uebbing. In ihren Hausarbeiten dokumentieren die Studierenden abschließend ihre Arbeitsergebnisse.

Master Agrartechnik studieren

Prof. Dr. Manfred Große Gehling (3.v.r) vom Fachbereich Maschinenbau verlegte sein Praktikum im Masterstudiengang für die neue Vertiefungsrichtung Agrartechnik nach draußen, da die Landmaschinen für das Labor zu groß sind. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Vertiefung Agrartechnik im Masterstudiengang Maschinenbau an der FH Münster startet im Wintersemester zum zweiten Mal

Münster/Steinfurt (22. Juli 2014). Wer ein Masterstudium Maschinenbau mit der Vertiefung Agrartechnik absolvieren möchte, wird an der Fachhochschule Münster fündig. Diese Option besteht seit dem Wintersemester 2013/2014. Der Masterstudiengang Maschinenbau (M.Sc.) mit dem Schwerpunkt Agrartechnik richtet sich an Studieninteressierte mit einem Bachelorabschluss im Maschinenbau, die im Rahmen ihres Masterstudiums neben Modulen des allgemeinen Maschinenbaus auch Kompetenzen im Bereich der Landmaschinentechnik und den Gebieten Verfahrenstechnik und Nachwachsende Rohstoffe erwerben wollen.

"Im Münsterland haben viele erfolgreiche Maschinenbauunternehmen ihren Sitz", erklärt Prof. Dr. Jürgen Scholz vom Fachbereich Maschinenbau in Steinfurt. Darunter seien auch Global Player aus den Branchen der Landmaschinentechnik, der Landtechnik oder der Bioenergie. "Viele dieser Unternehmen unterstützen den neuen Studienschwerpunkt durch Exkursionen, Praktika oder Projekt- und Abschlussarbeiten", so Scholz. "Diese Kontakte lassen sich natürlich später sehr gut für den Berufseinstig nutzen."

Das Masterstudium mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) dauert vier Semester. Studierende, die sich für den Schwerpunkt Agrartechnik entscheiden, belegen neben den Modulen aus dem Bereich Maschinenbau weitere Module aus der Landmaschinentechnik oder der Verfahrenstechnik. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Themen wie Traktortechnik, Erntetechnik und Bodenbearbeitung sowie Getreidelagerung und -aufarbeitung oder das Themengebiet der Bioenergie. Ergänzt werden diese agrartechnischen Module um Projektarbeiten, in denen neben Gruppenarbeit auch das wissenschaftliche Erarbeiten spezieller Fragestellungen gefordert ist.

Im vierten Semester schreiben die Studierenden ihre Masterarbeit. Dies kann entweder bei einem agrartechnischen Unternehmen erfolgen oder auch an der Hochschule in einem der Forschungsprojekte, die am Fachbereich Maschinenbau bearbeitet werden.

Die Agrartechnik ist neben den Schwerpunkten Produktentwicklung und Maschinenbauinformatik eine von drei Vertiefungsrichtungen, für die sich Studierende während des ersten Semesters entscheiden. Bachelorabsolventen, die zum Wintersemester 2014/2015 ihr Masterstudium Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Agrartechnik beginnen möchten, können sich noch bis zum 15. August bewerben.

Lebendiger Entwurf überzeugte die Jury

Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen (2. Reihe, 1.v.l.), Prodekan des Fachbereichs Maschinenbau, und Prof. Dr. Eckhard Finke (2. Reihe, 1.v.r.), Studiendekan des Fachbereichs Maschinenbau, mit den erst- und zweitplatzierten Preisträgern des Studentenwettbewerbs. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Fachbereich Maschinenbau der FH Münster nutzte das Können von Architektur- und Designstudierenden

Münster/Steinfurt (2. Juli 2014). Neugierde wecken, das Themenfeld Maschinenbau präsentieren und einen ersten Eindruck der vorhandenen Kompetenz vermitteln - der Fachbereich Maschinenbau hatte einige Vorgaben, wie das Foyer des Neubaus auf dem Steinfurter Campus der Fachhochschule Münster gestaltet werden könnte. Bei der Entwicklung konkreter Entwürfe nutzten die Professoren das Können von Studierenden der Fachbereiche Architektur und Design: In einem internen Wettbewerb waren sie aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Sechs Teams, bestehend aus 13 Studierenden, machten mit. Nun hat der Fachbereich Maschinenbau den Siegerentwurf gekürt.

Tamara Granda und Eva-Lotta Danwerth überzeugten die Jury mit ihrem Konzept. Sie freuten sich über 300 Euro Preisgeld und die Umsetzung ihres Entwurfs. Die beiden Architekturstudentinnen haben mehrere Ebenen aus Metall geplant, die die beeindruckende Raumhöhe des vertikal ausgerichteten Foyers bespielen und unterschiedliche Konfigurationen ermöglichen. Durch die gewählte Höhe können die Ebenen eine wohl dosierbare Präsenz im Raum bewirken - von tischhohen Podesten für Ausstellungsexponate bis hin zu dezenten Lichtschirmen an der Decke. "Der Entwurf ist sehr lebendig, das hat uns fasziniert", lobte Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen, Prodekan des Fachbereichs Maschinenbau, die Arbeit der Studentinnen. Er sei bereits im Gespräch mit dem Dezernat Gebäudemanagement um zu prüfen, inwiefern der Entwurf umgesetzt werden kann. Der kreative Prozess wird begleitet von Prof. Joachim Schultz-Granberg, Fachbereich Architektur, und Prof. Torsten Wittenberg, Fachbereich Design, die zuvor auch schon den Studentenwettbewerb unterstützt hatten.

"Die Qualität der eingereichten Arbeiten hat uns sehr positiv überrascht", sagte Prof. Dr. Stephan Behr, Dekan des Fachbereiches Maschinenbau. Der Jury sei es nicht leicht gefallen, eine Reihenfolge unter den Entwürfen festzulegen. Deshalb habe sie sich entschieden, gleich mehrere zweite und dritte Preise zu vergeben.

Einen zweiten Preis und 200 Euro erhielt das Team Sabrina Rothe und Tobias Rabold für ihr Projekt "Ein Faltwerk". Sie hatten zunächst die Laufwege analysiert und geprüft, wo sich Studierende und Besucher am besten aufhalten können. Selbst entworfene, aus Stahl gefaltete Sitzmöbel und Informationsboards komplettieren den Entwurf. Claudia Stollenwerk und Ronja Langner bekamen den anderen zweiten Preis für ihren Entwurf "Atmosphäre greifen - Maschinenbau erfahren". Die beiden Studentinnen hatten eine wellenförmige bewegliche Konstruktion geplant, die Transparenz schafft und die Besucher zur Interaktion einlädt.

Den mit 150 Euro dotierten dritten Preis hat der Fachbereich Maschinenbau dreimal vergeben: an Robert Jaskolski, Saskia Hübner, Hans Penner und Nastassia Usenka für ihre Arbeit "Kaffee-Maschinenbau", bei der ein durchsichtiger Kaffeeautomat in eine zahnradähnliche Sitzstruktur integriert werden sollte. Über weitere dritte Plätze freuen sich Malte Jansen, Maximilian Kötting und Mirco Wieneke, die mehrere mit Stahlnetz bespannte Würfel  im Foyer platzieren wollten. Ein weiterer dritter Platz ging an Benedikt Wannemacher und Mirek Claßen für ihren Entwurf "Wind Spine", bei dem eine skelettähnliche Sitzstruktur geschaffen werden sollte, deren Form aus Durchströmungsberechnungen des neuen Foyers abgeleitet wurde.

"Alle Entwürfe haben uns gut gefallen", sagte Jantzen. Jeder einzelne Vorschlag habe ein klar erkennbares Profil und eine hohe Qualität gehabt. Das sei angesichts des straffen Zeitplans umso erstaunlicher: Nur 14 Tage Zeit hatten die Studierenden von der Kick-Off-Veranstaltung bis zur Zwischenpräsentation. Vier Wochen später tagte schon das Preisgericht.

Technik auf Weltniveau

Logo ASME Turbo Expo

Fachbereich Maschinenbau auf weltgrößter Konferenz der Turbomaschinen erfolgreich vertreten

Steinfurt/Düsseldorf (24. Juni 2014). Weder der moderne globale Flugverkehr, noch die massenhafte Bereitstellung elektrischer Energie wäre ohne sie möglich. Die Turbine in ihrer Ausführungsform als Flugzeugtriebwerk oder stationäre Gas- oder Dampfturbine.

Die ASME Turbo Expo stellt mit über 3000 Experten aus aller Welt die Plattform für neueste Technologien sowie Forschung und Entwicklung von Gas- und Dampfturbinen dar.  Firmen von EBM-Papst über Rolls-Royce und MAN Diesel & Turbo bis hin zu Konzernen wie GE und Siemens treffen auf Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, um sich über vielfältige Themen zwischen Grundlagenforschung und fertigen Produkt auszutauschen.

Mit insgesamt vier Beiträgen zu den Themen konvektiver Wärmeübergang an rotierenden Scheiben (Christian Helcig), Strömungssimulation in Turbinengleitlagern (Stephan Uhkötter), Turbinenschaufelumströmung in ORC-Prozessen (Karsten Hasselmann, Felix Reinker) und Didaktik (Stefan aus der Wiesche) präsentierte das Labor für Wärme-, Energie-, und Motorentechnik die fortlaufende wissenschaftliche Arbeit der letzten Jahre.

"Die Turbo Expo ist die Plattform in der Welt der Turbomaschinen. Umso mehr freue ich mich, dass die Fachhochschule Münster durch unsere Arbeiten seit mehreren Jahren dabei ist", meint Professor aus der Wiesche. Auf das Jubiläum 60 Jahre ASME Turbo Expo in Montreal im nächsten Jahr, freut sich das Team jetzt schon.

Schüler lernen duales Studium kennen

Vorgeschmack auf das Studium: Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen vom Fachbereich Maschinenbau hielt eine Schnuppervorlesung zum Thema Druck. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Fachhochschule Münster und Firma Münstermann boten Schnuppervorlesung und Werksführung

Münster/Steinfurt/Telgte (18. Juni 2014). "Freitagabend feiern gehen? Könnt ihr knicken." Michael Ahlers, der ein duales Maschinenbaustudium absolviert hat und nun bei der Firma Bernd Münstermann im Vertrieb arbeitet, redete Klartext. "Durch den Studientag am Samstag und die Doppelbelastung hat das duale Studium natürlich einen höheren Stressfaktor - aber es ist zu schaffen." Informationen aus erster Hand: Genau das war das Ziel des Infoabends, zu dem die Fachhochschule Münster und das Unternehmen gestern (17. Juni) Studieninteressierte eingeladen hatten.

Die Teilnehmer erfuhren nicht nur, worauf sie bei einem dualen Studium eventuell verzichten müssen, sondern auch, welche Vorteile das Modell Studium plus Ausbildung bietet: Ahlers, die beiden Studenten Fabian Engberding und Bernd Vienenkötter sowie Holger Dietrich, Leiter des Kompetenzteams duale Studiengänge an der FH Münster, machten den Schülern deutlich, dass die große Praxisnähe während des dualen Studiums viele Lerninhalte anschaulicher macht. Zudem seien die Studierenden durch die Ausbildung schon fest in die betrieblichen Abläufe integriert und hätten eine große Chance, nach dem Abschluss übernommen zu werden. Auch die Ausbildungsvergütung sei ein Pluspunkt gegenüber anderen Studienformen.

Wie eine Vorlesung am FH-Studientag aussehen kann, zeigte Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen vom Fachbereich Maschinenbau. In seinem Vortrag zum Thema Druck erläuterte er grundlegende Formeln, zeigte aber auch Anwendungsbeispiele, wie Experimente aus dem Fahrzeugwindkanal.

"Ich fand das sehr verständlich", war anschließend das Urteil von Teilnehmer Lucas. Der 17-Jährige legt nächstes Jahr sein Fachabitur an den Technischen Schulen des Kreises Steinfurt ab und kann sich sehr gut vorstellen, danach dual zu studieren.

Bei ihm und den anderen Schülern stieß der Rundgang durch den auf Industrietrockner, Fördertechnik und Entstaubungsanlagen spezialisierten Betrieb auf besonders großes Interesse. Die Münstermann-Mitarbeiter zeigten ihre Arbeitsplätze im Vertriebsbüro, im Konstruktionsbereich und in der Werkshalle. So bekamen die Besucher einen guten Einblick in die Arbeitsabläufe eines Industrieunternehmens: vom Erstellen des Angebots über das Zeichnen und Konstruieren bis hin zur Fertigung.

Exkursion zum Kraftfutterwerk Münster der Agravis Raiffeisen AG

Studierende vor der Agravis Raiffeisen AG in Münster

Münster/Steinfurt (3. Juni 2014). Die Studierenden des Schwerpunktes Agrartechnik im Master Maschinenbau der FH Münster haben im Rahmen einer Exkursion innerhalb des Moduls Agrarverfahrenstechnik (Prof. Dr.-Ing. Jürgen Scholz) das Kraftfutterwerk Münster der Agravis Raiffeisen AG besucht und die Produktionsanlagen besichtigt.

Die Studierenden wurden von Herrn Juri Falk durch die Produktionsanlagen geführt, der im Kraftfutterwerk Münster als Silomeister für die Lagerung verantwortlich ist. Während des mit viel Praxiserfahrung untermauerten Rundgangs durch die Produktionsanlagen konnten alle wesentlichen Herstellungsschritte nachvollzogen werden. Dazu gehören die Rohwarenannahme (Schiff oder Lkw) incl. Probenahme, die Förderung und Lagerung der Rohwaren und Produkte innerhalb des Betriebsgeländes, die Zerkleinerung der Rohstoffe mit Hammermühlen und Walzenstühlen, das Mischen der Komponenten sowie das Pelletieren und Abfüllen der Fertigprodukte. Die Besichtigung beinhaltete auch Einblicke ins Innere der entsprechenden Produktionsmaschinen, um die Arbeitsweise der Maschinen zu verdeutlichen und das Verhalten der unterschiedlichen Produkte zu veranschaulichen. Somit konnten viele Aspekte des Moduls Agrarverfahrenstechnik vor Ort nachvollzogen werden. Beeindruckend war neben der Produktion an sich auch die Vielfalt der Produkte, die zum wachsenden Anteil kundenspezifisch entwickelt und in Kleinchargen produziert werden.

Das Kraftfutterwerk Münster verarbeitet pro Jahr etwa 480000 Tonnen Rohstoffe zu Futtermitteln für unterschiedliche Tierarten. Die Agravis Raiffeisen AG ist mit der Produktion von Futtermitteln für alle Nutztierarten ein Komplettanbieter. In 15 regionalen Mischfutterwerken und Beteiligungsgesellschaften wurden 2013 mehr als 3,6 Mio. Tonnen Mischfutter produziert.

Mit "Hardpaint" zum Lissabon-Preis

Prof. Dr. Jürgen Peterseim erhielt für seine Entwicklung "Hardpaint" den Lissabon-Preis 2014 der Fachhochschule Münster. Die Laudatio hielt Hochschulratsvorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Engeln-Müllges. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Prof. Dr. Jürgen Peterseim erhält Auszeichnung für eine weltweit einzigartige Technologie

Münster/Steinfurt (16. Mai 2014). Wer den Lissabon-Preis erhält, muss schon Besonderes geleistet haben. Besonderes im Sinne des Leitgedankens der Europäischen Union - Wissen gestaltet Europa - und herausragenden Transferleistungen zwischen Hochschule und Gesellschaft. Verdient hat diese Auszeichnung in diesem Jahr aus der Sicht des Hochschulratsrats der Fachhochschule Münster Prof. Dr. Jürgen Peterseim vom Fachbereich Maschinenbau für seine Erfindung "Hardpaint".

Mit diesem Produkt ist es möglich, durch Verschleiß stark beanspruchte Stahlbauteile kostengünstig und effizient mit einer Schutzschicht zu versehen. Gleich vier Patente an der weltweit einzigartigen Technologie hat die Hochschule angemeldet. Inzwischen wurden sehr erfolgreich Lizenzverträge mit mehreren Unternehmen abgeschlossen.


Ausgezeichnete Absolventen

Die Hochschulpreisträger 2014 mit den Bernard-Rincklake-Preisträgern Magdalene Boch (5. v.l.) und Felix Reinker (3. v.l.), DAAD-Preisträger Cyril Moghabghab (9. v.r.), Klaus Dömer (Sonderpreis Internationalität) (12. v.l.), FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski (2. v.r.) und Dr. Werner Jubelius (1. v.r.). (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Fachhochschule Münster prämiert herausragende Abschlussarbeiten bei Feierstunde in Steinfurt

Münster/Steinfurt (16. Mai 2014). Dicht an dicht gebaute Kleinstwohnungen ohne Licht, Belüftung und ausreichende hygienische Ausstattung - bittere Lebenswirklichkeit für die Bewohner der sogenannten Urban Villages in China. Mehrere Tage wohnte hier auch Klaus Dömer. Für seine Masterarbeit am Fachbereich Architektur, in der er ein Konzept für erschwinglichen Wohnraum für einkommensschwächere Bevölkerungsteile Chinas entwickelte, reiste er nach China und erlebte hautnah die Situation der Bewohner. Entstanden ist eine Masterthesis von solch hervorragender Qualität, dass sie von der Fachhochschule Münster als beste Abschlussarbeit zum Thema "Internationalität" honoriert wurde. Dömer erhielt den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis Internationalität heute (16. Mai) bei der Feierstunde "Ausgezeichnet." in Steinfurt. Der Preis rückt ein herausragendes Thema in den Fokus, das die Hochschule im vergangenen Jahr geprägt hat - 2013 war das die Internationalität.

Neben Dömer wurden weitere 21 Absolventen ausgezeichnet, die in ihrem Jahrgang die besten Abschlussarbeiten geschrieben haben. Für ihre Leistungen bekamen sie den Hochschulpreis der Gesellschaft der Förderer der Fachhochschule Münster e.V. (gdf) und des Präsidiums überreicht. In der Gruppe der 21 besten Abschlussarbeiten prämierte die Gesellschaft der Förderer der Fachhochschule Münster e.V. (gdf) darüber hinaus die Spitzenleistungen mit dem Bernard-Rincklake-Preis. Magdalene Boch und Felix Reinker erhielten die mit jeweils 1.500 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Abschlussarbeiten an den Fachbereichen Energie - Gebäude - Umwelt (Boch) und Maschinenbau (Reinker). Erstmals wurde der Bernard-Rincklake-Preis in diesem Jahr für die beste Bachelorarbeit (Boch) und die beste Masterarbeit (Reinker) vergeben. Boch hat sich in ihrer Arbeit mit intelligenten Stromnetzen beschäftigt. Reinker hat das sogenannte Blasensieden untersucht, das sich in vielen Szenarien als erfolgreicher Mechanismus für die Wärmeübertragung etabliert hat.

Hochschulpreis:

  • Dominik Mey, Bachelor Fachbereich Maschinenbau: Gekoppelte CFD-Analyse einer Rollenmühle zur Schüttgutverteilung
  • Felix Reinker, Master Fachbereich Maschinenbau: Untersuchung des Blasensiedens unter Hele-Shaw Strömungsbedingungen

Bernard-Rincklake-Preis:

  • Felix Reinker, Master Fachbereich Maschinenbau: Untersuchung des Blasensiedens unter Hele-Shaw Strömungsbedingungen

Saattechnik live auf dem Felde

Sämaschine im praktischen Einsatz

Steinfurt/Hude (8. Mai 2014). Die Masterstudenten der Vertiefungsrichtung Agrartechnik, Vorlesung Landmaschinentechnik II von Prof. Große Gehling, unternahmen eine Exkursions zu den Amazonen-Werken in Hude. Nach einer theoretischen Einführung im Bereich der Sätechnik wurden im Schulungszentrum von Amazone verschiedene Sämaschinen und Anschauungsmuster vorgeführt und detailliert erklärt. Im Anschluß daran ging es zu einem Versuchsfeld. Dort wurde eine Sämaschine im praktischen Einsatz gezeigt. Die Studenten konnten dies live miterleben und Fragen stellen sowie auf dem Traktor mitfahren. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Besichtigung der Produktionslinie sowie der Vorführung eines Krieselgrubbers auf der hauseigenen Steinteststrecke.

Die Amazonen-Werke wurden 1883 gegründet. Neben mehreren Werken in Deutschland gibt es auch Werke in Frankreich und Russland. Die Produktpalette der Amazonen-Werke reicht von Geräten für die Bodenbearbeitung über Düngerstreuer bis hin zu Drill- und  Einzelkornsämaschinen sowie Pflanzenschutzspritzen.

Erster Jahrgang hat sein Ziel erreicht

Niklas Hemann, Steffen Schulze Middendorf und Oliver Voss (v.l.), die ersten Absolventen des dualen Studiengangs Maschinenbau, nahmen an der Akademischen Feier des Fachbereichs Maschinenbau teil. Wie ihr Kommilitone Dominik Mey sind sie mittlerweile als Ingenieure in ihren ehemaligen Ausbildungsbetrieben beschäftigt. (Foto: FH Münster/Pressestelle) Copyright:FH Münster/Pressestelle

FH Münster verabschiedet erste Absolventen des dualen Studiengangs Maschinenbau

Münster/Steinfurt/Beckum (16. April 2014). Neun Semester voller Herausforderungen liegen hinter ihnen: Die ersten vier Absolventen des 2009 gestarteten dualen Studiengangs Maschinenbau der Fachhochschule Münster haben nun ihre Bachelorzeugnisse erhalten. "Wir freuen uns besonders, dass alle Absolventen als Ingenieure in ihren Ausbildungsbetrieben weiterarbeiten", sagte Studiengangsleiter Prof. Dr. Klaus Baalmann.

Niklas Hemann, Steffen Schulze Middendorf und Oliver Voss nahmen ihre Zeugnisse bei der Akademischen Feier des Fachbereichs Maschinenbau in Steinfurt entgegen. "Natürlich war das Studium wegen der Doppelbelastung von Beruf und Hochschule phasenweise anstrengend", erinnerte sich Hemann, der wie Schulze Middendorf eine in das Studium integrierte Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Firma Winkelmann in Ahlen absolviert hatte. "Sich in der Klausurphase nach einer Acht-Stunden-Schicht im Betrieb abends noch zum Lernen hinzusetzen, war schon hart." Schulze Middendorf ergänzte: "Zum Glück hat uns unser Arbeitgeber während des gesamten Studiums toll unterstützt." Mittlerweile arbeiten beide im Projektmanagement der Firma.

Die Absolventen sind sich einig: Die Anstrengung hat sich gelohnt. "Ein duales Studium war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, weil wir genau wissen, was uns nun im Berufsleben erwartet", sagte Voss. Der 24-Jährige ist nach seiner stark handwerklich ausgerichteten Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker nun in der Projektabwicklung der Firma Hoffmeier in Hamm tätig. Er sieht es als großen Vorteil, dass er in den vergangenen vier Jahren bereits viele Abteilungen des Unternehmens kennengelernt hat und über die Arbeitsabläufe genau Bescheid weiß. Zudem ist er froh, nach dem Studium nicht "im Leerlauf" zu sein, sondern bereits seinen festen Platz im Unternehmen zu haben.

Bereits im vergangenen Jahr, ein Semester vor Ende der Regelstudienzeit, hat Dominik Mey sein duales Studium abgeschlossen - noch dazu mit einer hervorragenden Abschlussnote von 1,3. Auch er ist seinem Lehrbetrieb, dem Beckumer Unternehmen CAE Engineering und Service, treu geblieben. Nach der Ausbildung zum Technischen Zeichner hat er sich als Fachangestellter und nun als Ingenieur auf den Bereich "Simulation und Berechnung" spezialisiert. Bald geht für ihn das Lernen parallel zum Arbeiten in eine zweite Runde: "Im Herbst wechsle ich zur CAE-Niederlassung Stuttgart und starte ein berufsbegleitendes Masterstudium", so Mey.

Zufrieden sind die Absolventen mit der Entwicklung des Studienorts Beckum, die sie hautnah miterlebt haben. "Inzwischen sind die Räume im Berufskolleg Beckum mit moderner Technik ausgestattet", berichtete Schulze Middendorf. Als erster Jahrgang hätten sie in der Anfangszeit manchmal mit Vorlesungen in "Baustellen-Atmosphäre" vorlieb nehmen müssen.

Studiengangsleiter Baalmann freute sich, dass das Studienangebot bei Unternehmen und Studieninteressierten im Kreis Warendorf auf gute Resonanz stößt. "Ein Zeichen dafür ist, dass sich im vergangenen Herbst 46 Erstsemester für das duale Studium Maschinenbau eingeschrieben haben - so viele wie noch nie", so der Hochschullehrer.

Zum Thema:
Der duale Studiengang Maschinenbau der Fachhochschule Münster dauert neun Semester und ist als Wochenmodell konzipiert. Studieninteressierte können zwischen der ausbildungsintegrierten und der berufsbegleitenden Variante wählen. Die Studierenden wechseln mehrmals pro Woche ihren Lernort. Einen Studientag verbringen sie am Steinfurter Campus der FH Münster. Der zweite Studientag findet samstags in Beckum statt. An den anderen vier Werktagen sind sie im Unternehmen tätig und besuchen - bei der ausbildungsintegrierten Variante - zusätzlich das Berufskolleg.

Neuer Schwerpunkt Agrartechnik

Prof. Dr. Manfred Große Gehling (3.v.r) vom Fachbereich Maschinenbau verlegte sein Praktikum im Masterstudiengang für die neue Vertiefungsrichtung Agrartechnik nach draußen, da die Landmaschinen für das Labor zu groß sind. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster erweitert das Masterstudium

Münster/Steinfurt/Lünne (2. April 2014). "Ich kann mir gut vorstellen, später in einem Landmaschinenbetrieb zu arbeiten", sagt Nora Giesken. Die 23-jährige Masterstudentin aus Lünne studiert am Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster in der neuen Vertiefungsrichtung Agrartechnik. Schon öfter habe sie auf einem solchen Traktor gesessen, betont sie und klettert in das Führerhaus, um die Aufgaben des Praktikums Landmaschinentechnik zu bearbeiten.

"Für einen Traktor mit einem Pflug in dieser Größenordnung ist mein Labor zu klein, deshalb mussten wir auf das Campusgelände ausweichen", sagt Prof. Dr. Manfred Große Gehling. Der Hochschullehrer lehrt seit zwei Jahren an der FH und hat die Vertiefungsrichtung Agrartechnik im Masterstudium mitgestaltet. Schon im Bacherlorstudium möchte er mit dem Wahlfach "Grundlagen der Landtechnik" das Interesse der Studierenden für Landmaschinen wecken. Und das ist ihm bei den zehn Masterstudenten, die derzeit in der Vertiefungsrichtung Agrartechnik studieren, gelungen. In drei Stunden Vorlesung, einer Übungsstunde und einer Stunde Praktikum je Woche erarbeiten sie sich ihr Wissen über landtechnische Maschinen und Geräte.

"Mir ist es wichtig, dass die Studierenden die Inhalte aus der Vorlesung vertiefen und praktisch ausprobieren können", betont der Hochschullehrer. Denn längst nicht alle Studierenden hätten schon mit Landmaschinen in dieser Größe gearbeitet.

"Freundlicherweise war das Unternehmen Krone bereit, uns einen Traktor mit Anbaudrehpflug auf den Campus zu bringen", bedankt sich Große Gehling bei Florian Henrichmann. Der ehemalige Absolvent des Fachbereichs Maschinenbau arbeitet bei Krone und hatte es sich nicht nehmen lassen, den riesigen Schlepper samt Pflug zum Steinfurter Campus zu fahren. "Neben vielen fachlichen Informationen, bekommen die Studierenden so auch einen Einblick in die praktische Arbeit eines Maschinenbauingenieurs in der landtechnischen Industrie", erklärt der Professor den doppelten Nutzen dieses Praktikums.

Besuch aus New York und Sao Paulo

Prof. Dr. Stephan Behr (l.) führte Dr. Britta Schumacher aus New York und Dr. Christoph Schamm aus Sao Paulo durch die neuen Labore des Fachbereichs Maschinenbau.(Foto: FH Münster/Pressestelle) Copyright:FH Münster/Pressestelle

Münster Münster/Steinfurt (27. März 2014). Mit großem Interesse verfolgten Dr. Britta Schumacher aus New York und Dr. Christoph Schamm aus Sao Paulo die Laborführungen im Fachbereich Maschinenbau auf dem Steinfurter Campus der Fachhochschule Münster. Die beiden Leiter der jeweiligen UAS7-Verbindungsbüros in den USA und Brasilien verschafften sich einen Eindruck von den Forschungsaktivitäten der Hochschule und führten Gespräche mit Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche.

Nach einem Treffen mit dem UAS7-Beauftragen der FH Münster, Christoph Hachtkemper, nutzten die Gäste ihre Zeit für einen Besuch im Fachbereich Oecotrophologie. "Der Besuch war sehr kurz, daher werden die beiden die FH nicht zum letzten Mal besucht haben", betonte Ines Roman, die als Leiterin des International Office in engem Kontakt mit den UAS7-Verbindungsbüros steht. Die FH Münster war eine der Stationen gewesen, die die Gäste innerhalb der einwöchigen Rundreise zu den deutschen UAS7-Hochschulen besucht hatten.

Zum Thema: Um die Kooperationen mit Hochschulen in Nord- und Südamerika zu fördern, haben sieben leistungsstarke Fachhochschulen das Konsortium "UAS 7 - German Universities of Applied Sciences" gegründet. Die FH Münster unterhält zusammen mit den anderen Mitgliedern Verbindungsbüros in New York und Sao Paulo. Neben der FH Münster beteiligen sich daran die Hochschulen Bremen, München und Osnabrück sowie die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie die Fachhochschule Köln.

Institut für Energie und Prozesstechnik gegründet

Die Gründungsmitglieder des Instituts für Energie und Prozesstechnik trafen sich auf dem Steinfurter Campus (v.l.): Prof. Dr. Bernd Boiting, Prof. Dr. Peter Glösekötter, Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen, Prof. Dr. Jürgen Scholz, Prof. Dr. Sabine Flamme, Prof. Dr. Christof Wetter, Prof. Dr. Peter Vennemann und Prof. Dr. Eckhard Finke. (Foto: FH Münster/IEP) Copyright:FH Münster/IEP

Münster/Steinfurt (17. März 2014). Ein interdisziplinäres Team aus acht Forschern der Fachhochschule Münster hat das Institut für Energie und Prozesstechnik gegründet. Die Wissenschaftler werden an neuen umweltschonenden und sparsamen Lösungen des Energieeinsatzes arbeiten. Den Startschuss für das IEP gaben die Gründungsmitglieder bei einem Treffen auf dem Steinfurter Campus. Das Team setzt sich zusammen aus Prof. Dr. Sabine Flamme vom Fachbereich Bauingenieurwesen; den Professoren Bernd Boiting, Peter Vennemann und Christof Wetter vom Fachbereich Energie - Gebäude - Umwelt; den Professoren Hans-Arno Jantzen, Eckhard Finke und Jürgen Scholz vom Fachbereich Maschinenbau sowie Prof. Dr. Peter Glösekötter vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.

"Als interdisziplinäres Team werden wir in den Bereichen Strom- und Wärmebereitstellung, Energieumwandlung, Energiespeicherung, rationelle Energieverwendung und energetische Verwertung von Stoffströmen forschen", beschrieb Wetter die Ziele des IEP. "Dabei bringen Maschinenbau-, Elektrotechnik- oder Bauingenieure ihr spezifisches Fachwissen ein", ergänzte Jantzen. Dies sei die Grundlage für die kooperative Zusammenarbeit und die tragfähige Verbindungen der Fachbereiche.

Das IEP soll den Fachaustausch und die Forschung zu energierelevanten Themen fördern. Zudem sollen Interessenten außerhalb der Hochschule über das Institut leichter den richtigen Ansprechpartner für spezielle Fragen finden.
"Im IEP sollen Arbeitsfelder zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung, zu nachwachsenden Rohstoffen, der Energiespeicherung, dem Ressourcen- und Stoffstrommanagement sowie energetischen Fragen der Kreislauf- und Abfallwirtschaft gebündelt werden", erklärte Vennemann die Vielfalt der geplanten Forschungsaufgaben. Außerdem möchte sich das Team beispielsweise den intelligenten Stromnetzen (smart grids) sowie einer energieeffizienten Prozess- und Verfahrenstechnik und der energieeffizienten Gebäudetechnik widmen.

"Seit vielen Jahren ist die Fachhochschule aktiv an Veränderungsprozessen und der Umsetzung der Energiewende im Münsterland beteiligt", sagte Wetter. "Die gebündelten Kompetenzen im IEP stellen einen weiteren Nutzen für die Region dar."

Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten, der Laborausstattung und den Ansprechpartnern sind im Internet unter www.fh-muenster.de/iep veröffentlicht.

Landmaschinentechnik hautnah erleben

Studierende begutachten einen 170 PS-Traktor mit Anbaudrehpflug

Steinfurt (Februar 2014). Im Rahmen der Vorlesung Landmaschinentechnik I (Vertiefung Agrartechnik, Maschinenbau-Masterstudiengang) unternahmen die Studenten eine Besichtigung der Firma LEMKEN in Alpen. LEMKEN ist ein international agierender Hersteller von landwirtschaftlichen Geräten für die Bodenbearbeitung, Aussaat und den Pflanzenschutz und ist inzwischen in der sechsten und siebten Generation in Familienbesitz und beschäftigt heute weltweit mehr als 1.000 Mitarbeiter.

Ein Mitarbeiter der Firma LEMKEN stellte das Werk vor und führte die Studentengruppe durch die Landmaschinenproduktion. Die Studenten erhielten auf diese Weise vertiefte Einblicke über die Fertigung von Landmaschinen, von der Einzelteilfertigung über Baugruppen bis zum Zusammenbau der gesamten Maschinen.

Anschließend wurde das Thema Pflanzenschutz theoretisch erörtert und im Zuge einer Maschinenvorführung einer Feldspritze detailliert erklärt.

Ein weitere Veranstaltung der Vorlesung Landmaschinentechnik I war die Maschinenpräsentation eines 170 PS-Traktors mit Anbaudrehpflug auf dem Steinfurter Campus. Ein Mitarbeiter der Firma KRONE stellte die Maschinen vor und stand für Fragen, nicht nur fachlicher Art, sondern auch hinsichtlich des Berufsalltags, zur Verfügung. Die Studenten konnten hautnah erleben, wie ein Pflug im Zusammenspiel mit dem Traktor funktioniert, Fragen stellen, alles genau anschauen und - natürlich anfassen.

KRONE fertigt im emsländischen Spelle moderne Grundfutter-Erntetechnik seit über 100 Jahren. Das Unternehmen gehört auf diesem Gebiet zu den führenden Herstellern Deutschlands. Das Produktportfolie umfaßt u.a. Scheibenmähwerke, Kreiselzett-wender, Kreiselschwader, Lade-/Dosierwagen, Großpacken- und Rundballenpressen sowie selbstfahrende Feldhäcksler.

Unternehmensvertreter informierten sich am Fachbereich Maschinenbau über das duale Studium

Rund 20 Unternehmensvertreter trafen sich am Fachbereich Maschinenbau, um ihre Erfahrungen mit dem dualen Studium auszutauschen. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Steinfurt (17. Februar 2014). Der Fachbereich Maschinenbau der FH Münster hat Unternehmensvertreter, die am dualen Studienangebot der Hochschule teilnehmen, zu einem Erfahrungsaustausch auf den Steinfurter Campus eingeladen.

Rund 20 Personaler und Geschäftsführer nahmen das Angebot an und informierten sich vor Ort. Ihre Betriebe stellen derzeit circa 100 Mitarbeiter, die das Studienmodell in Kombination mit einer Ausbildung oder mit einer Berufstätigkeit absolvieren.

Die Anwesenden lobten die gute Zusammenarbeit. Gerade die Abstimmung zwischen der Hochschule, den Betrieben und der Berufsschule sei wichtig für einen reibungslosen Studienablauf, so die einhellige Meinung der Teilnehmer.

Neben Antworten auf inhaltliche Fragen zum dualen Studium erhielten die Gäste Einblick in den Studienalltag ihrer Mitarbeiter. Im Labor für Hydraulik und Pneumatik von Prof. Dr. Dieter Scholz informierten sie sich über aktuelle Projekte, die die Studierenden derzeit bearbeiten.

Aus Klassenzimmern werden Hörsäle

Studiengangsleiter Prof. Dr. Klaus Baalmann (r.), FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski (2.v.r.) sowie weitere Vertreter von Hochschule und Landkreis besichtigten die modernisierten Räume. (Foto: Kreis Warendorf)

Münster/Steinfurt/Beckum (7. Februar 2014). Die Fachhochschule Münster und der Kreis Warendorf haben vier Unterrichtsräume des Berufskollegs Beckum für die Studierenden des dualen Studiengangs Maschinenbau umgebaut. Die Präsidentin der Fachhochschule Münster, Prof. Dr. Ute von Lojewski, und Landrat Dr. Olaf Gericke stellten zusammen mit weiteren Vertretern aus Hochschule und Landkreis das Gemeinschaftsprojekt vor.

Bereits seit dem Start des Studiengangs im Jahr 2009 nutzt die FH Münster an einem Studientag in der Woche die Räume des Berufskollegs Beckum. Nun wurden vier ehemalige Klassenzimmer an die Anforderungen des Hochschulbetriebs angepasst. Nach einer Grundrenovierung erhielten die Räume moderne Technik und eine neue Möblierung: Die Studierenden können jetzt den Vorlesungen auf dem für Hochschulen typischen aufsteigenden Gestühl folgen. Im Foyer sind Sitzlandschaften und ein Laptop-Podium zu finden.

Etwa 420.000 Euro haben der Kreis Warendorf und die Fachhochschule Münster in den Bildungsstandort Kreis Warendorf investiert. "Als Hochschule, die sich der Region verpflichtet fühlt, sehen wir es als unsere Aufgabe an, entsprechende Angebote zu verwirklichen", sagte Prof. Dr. Ute von Lojewski. "Mit dem dualen Maschinenbaustudium und der Stiftungsprofessur von Prof. Dr. Georg Samland gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um der starken Nachfrage nach Fachkräften im Maschinenbau aktiv zu begegnen und gut ausgebildete Akademiker in der Region zu halten."

Landrat Dr. Olaf Gericke lobte das Konzept der kooperativen Raumnutzung der FH Münster und des Berufskollegs Beckum: "Eine solch enge Kooperation zwischen Hochschule und Berufskolleg ist einmalig in NRW." Er betonte auch den Stellenwert des Studienangebots für die Zukunft des Kreises Warendorf. "Junge Leute bleiben hier oder kommen in den Kreis, wenn sie hier gute Ausbildungsangebote vorfinden", so der Landrat.

Zum Thema:
Der duale Studiengang Maschinenbau ist als Wochenmodell konzipiert. Die Studierenden wechseln mehrmals pro Woche ihren Lernort. Einen Studientag verbringen sie am Steinfurter Campus der FH Münster. Der zweite Studientag findet samstags in Beckum statt. An den anderen vier Werktagen sind sie im Unternehmen tätig und besuchen - bei der ausbildungsintegrierten Variante - zusätzlich das Berufskolleg.

Dampf- und Gasturbinen Kurs besichtigt den Siemens Turbinen- und Generatorbau in Mühlheim

Mühlheim/Steinfurt (17.01.2014). Der Bau von Gas- und Dampfturbinen stellt sich aus maschinenbaulicher Sicht als sehr anspruchsvoll dar. Die Firma Siemens blickt hierbei auf eine lange Geschichte zurück. Im Bereich des Gas- und Dampfturbinenbaus stellt Siemens regelmäßig neue Rekorde auf und gilt als einer der Weltführer in dieser Branche.

Die Studenten des Wahlpflichtmoduls "Dampf- und Gasturbinen" (Prof. aus der Wiesche) hatten im Rahmen einer Exkursion die Möglichkeit den Turbinen- und Generatorbau aus nächster Nähe zu beobachten.

Nach einem etwa einstündigen Vortrag zur Dampfturbinentechnik wurde der Kurs durch die Hallen der Turbinenfertigung geführt. Neben den beeindruckenden Dimensionen der Rotoren und den dazugehörigen Schaufelblättern, konnten die Studenten auch die außergewöhnlich großen Ausmaße der hierzu notwendigen Werkzeugmaschinen bestaunen. In mehreren Stationen konnte so der Entstehungsprozess von der Rohteilbearbeitung über den Zusammenbau bis hin zur Teilinbetriebnahme und dem anschließenden Versand verfolgt werden.

Für die Studenten wird durch derartige Werksbesichtigungen der oft weite Bogen zwischen erlernter Theorie und der dahinter stehenden Praxis geschlossen.

Prof. Dr. Georg Samland zum Stiftungsprofessor für die "Innovationsförderung im Maschinenbau" berufen

Wurde herzlich im Stifterkreis aufgenommen: Stiftungsprofessor Prof. Dr. Georg Samland (3.v.l.). Von links: Dr. Olaf Gericke (Landrat Warendorf), Prof. Dr. Ute von Lojewski (Fachhochschule Münster), Prof. Dr. Georg Samland (Fachhochschule Münster) und Petra Michalczack-Hülsmann (gfw).

Münster (10. Januar 2013). Prof. Dr. Georg Samland (3.v.l.), Experte für Maschinenbau, übernimmt die neue Stiftungsprofessur "Innovationsförderung im Maschinenbau", welche die Fachhochschule Münster gemeinsam mit Stifterunternehmen aus dem Kreis Warendorf eingerichtet hat. Während eines Stiftertreffens am Donnerstag (10. Januar) im Museum Abtei Liesborn bei Warendorf stellte sich Samland mit einem Vortrag zu den "Zukunftstrends und Innovationschancen im Maschinenbau" vor.

Landrat Dr. Olaf Gericke und die Präsidentin der Fachhochschule Münster, Prof. Dr. Ute von Lojewski, zeigten sich hochzufrieden mit der Wahl Samlands, der die Stiftungsprofessur für die Dauer von fünf Jahren übernimmt. Rechtlich angebunden ist die Professur an die Fachhochschule Münster.

Leuchtturmprojekt der FH Münster

Die Kooperation des Labors für Strömungstechnik mit Fa. Münstermann wird vom NRW-Wirtschaftsministerium als Leuchtturmprojekt der FH Münster ausgewählt.

Die Entwicklung moderner Industrietrockner ist durch steigende technische Anforderungen bei reduzierten Anschaffungs- und Betriebskosten geprägt. Viele dieser Projekte sind Neuentwicklungen mit hohem technischen Risiko. Vor diesem Hintergrund werden zunehmend computergestützte Entwicklungsmethoden eingesetzt, die belastbare Vorhersagen zu Trocknungseffizienz und Energieverbrauch liefern müssen.

Das Labor für Strömungstechnik an der FH Münster und die Münstermann GmbH & Co. KG Telgte haben dies in den letzten Jahren im Rahmen gemeinsamer F&E-Projekte sehr erfolgreich praktiziert. Als direkte Folge wurde die Zusammenarbeit jetzt in Form einer strategischen Partnerschaft auf eine neue Grundlage gestellt.

Nachwuchs-Ingenieure tüfteln an Rennwagen

Münster/Steinfurt (25. November 2013). Eigentlich könnte man ihn sich gut auf einer echten Rennstrecke vorstellen: Der Formel-1-Wagen, den die Schüler Erik Dorn und Sven Schemmelmann als 3D-Animation am Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster vorstellten, wird allerdings nur im Miniformat gebaut. Die beiden Elftklässler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Hiltrup (KvG) nehmen derzeit gemeinsam mit zehn Mitschülern am Projekt "Formel 1 in der Schule" teil.

Dabei handelt es sich um einen multidisziplinären, internationalen Wettbewerb, bei dem Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren einen Miniatur-Formel-1-Rennwagen am Computer entwickeln, fertigen und anschließend ins Rennen schicken. In Regionalwettkämpfen und einer Deutschen Meisterschaft treten die mit Gaspatronen angetriebenen Modelle auf einer 20 Meter langen Rennstrecke gegeneinander an. Das Siegerteam vertritt Deutschland bei der "F1 in Schools-Weltmeisterschaft", die jährlich im Vorfeld eines Formel-1-Grand Prix stattfindet. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen, der früher selbst in der Automobilbranche tätig war, die KvG-Schüler bei der Wettbewerbsteilnahme. "Das Projekt macht allen Beteiligten großen Spaß; die Schüler leisten tolle Arbeit. Wir drücken ihnen die Daumen, auch dieses Jahr wieder einen vorderen Platz zu erreichen", resümiert der Hochschullehrer. Für Sven und Erik hat er gute Ratschläge parat, wie sie ihre Konstruktion weiter optimieren können, damit der Wagen noch weniger Luftwiderstand bietet und somit schneller wird.

Auch praktische Hilfe ist den Schülern bis zum Abgabeschluss im April 2014 sicher: Die Kunststoff-Spoiler für ihr Modell dürfen sie am 3D-Drucker des Fachbereichs Maschinenbau bauen.

Projekt "Mechatronik für KMU"

Zum Projekt "Mechatronik für KMU" tauschten sich Prof. Ulrich Rinker, Guido Schlinkmann, Angelika van der Kooi, Claudia Franke und Jan Ostenbrink (Foto von links nach rechts) in den neuen Räumlichkeiten des Werkzeugmaschinenlabors der FH Münster aus.

Steinfurt (5. November 2013). Anlässlich des Campusfests "Engineering, made in Steinfurt - seit mehr als 50 Jahren" trafen sich Angelika van der Kooi, Jan Ostenbrink, Prof. Ulrich Rinker, Claudia Franke und Guido Schlinkmann vor Ort im Labor für Werkzeugmaschinen am Standort Steinfurt der Fachhochschule Münster. Die Koordinatorin des Projektes "Mechatronik für KMU" Angelika van der Kooi und der stellvertretende Geschäftsführer der Euregio Jan Ostenbrink konnten sich bei einem Laborrundgang ein detailliertes Bild von der Leistungsfähigkeit der neuen Labore und Maschinen im Fachbereich Maschinenbau machen.

Die FH Münster arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich in Interreg-Projekten, die von der Euregio koordiniert werden. Nicht zuletzt hat die gute Vernetzung der einzelnen Projektpartner zu den erfolgreichen Ergebnissen des laufenden Projektes "Mechatronik für KMU" geführt. Auch im Hinblick auf künftige gemeinsame Vorhaben arbeiten die Partner FH Münster und Euregio eng zusammen. Sie sind zuversichtlich; dass auch in Zukunft die Unternehmen der Region mit Hilfe der Expertise und des Know-hows der Hochschule zukunftsweisende Technologien und Innovationen hervorbringen können.

Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf, FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojweski und Dr. Karl-Uwe Strothmann, Bürgermeister von Beckum So viele Erstsemester im dualen Studiengang Maschinenbau wie noch nie

Münster/Ahlen/Beckum/Oelde (5. Oktober 2013). So viele waren es noch nie: 46 Erstsemester des dualen Studiengangs Maschinenbau der Fachhochschule Münster hatten heute ihren ersten Vorlesungstag am Studienort Ahlen/Beckum/Oelde. FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojweski, Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf, und Dr. Karl-Uwe Strothmann, Bürgermeister der Stadt Beckum, begrüßten die neuen Studierenden im Berufskolleg Beckum.

Die angehenden Ingenieure nutzen die Möglichkeit, das Bachelorstudium Maschinenbau mit einer Ausbildung oder Berufstätigkeit zu kombinieren. Insgesamt sind seit dem Wintersemester 2009/2010 nun 113 Studierende in dem speziell auf die Region rund um Ahlen, Beckum und Oelde zugeschnittenen Studiengang gestartet. "Wir freuen uns, dass der Studiengang in der Region so gut angenommen wird und nun alle Studienplätze, die wir durch das FH-Ausbauprogramm des Landes NRW geschaffen haben, vergeben wurden" sagte von Lojewski.

Schwimmende Abdeckung für Gärrestbehälter

Münster/Steinfurt (4. Oktober 2013). Bei der Gärung von Biomasse entsteht Biogas. Dieses wird schon häufig als alternative Energiequelle genutzt. Allerdings entstehen in den Gärrestlagern von Biogasanlagen auch klimaschädigende Treibhausgase, die nicht in die Umwelt austreten dürfen. Damit dies nicht passiert, hat das Unternehmen Nest-Anlagenbau in Steinfurt eine schwimmende Folie für Gärrestbehälter entwickelt. Die Fachhochschule Münster begleitete diese Entwicklung. Zudem profitierte die Firma von Fördermitteln aus dem Euregio-Projekt "Mechatronik in KMU", an dem der Fachbereich Maschinenbau auf dem Steinfurter Campus beteiligt ist.

"Die Idee für die gasdichte, schwimmende Abdeckung ist aufgrund einer neuen gesetzlichen Verordnung entstanden", erklärt Sven Nefigmann von NEST-Anlagenbau. Schon öfter habe der Geschäftsführer aus Steinfurt von der Nähe zur "FH-Ideenschmiede" profitiert und bereits mehrere Absolventen eingestellt. Deshalb hatte er sich vor rund anderthalb Jahren an die beiden Projektmitarbeiter Claudia Franke und Guido Schlinkmann vom Fachbereich Maschinenbau gewandt.

Seifriz-Preis für FH-Professoren

Die Professoren Klaus Baalmann und Hans-Arno Jantzen vom Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster sowie Stefan Steverding von Sondermaschinenbau-Unternehmen S. Steverding aus Stadtlohn wurden für eine gemeinsame Innovation in Stuttgart mit dem Adalbert-Seifriz-Preis geehrt. Das Team entwickelte ein neues Paddelrührwerk, das vor allem in den Gärreaktoren von Biogasanlagen zum Einsatz kommt.

Einblicke ins duale Studium

Münster/Telgte (29. Juli 2013). "Die dual Studierenden müssen in kurzer Zeit ein hohes Pensum lernen - dafür übernehmen sie aber auch schon sehr früh Verantwortung im Unternehmen." So bringt Christian Lenfort, Ingenieur bei der Firma Bernd Münstermann, das duale Studium für die Besucher auf den Punkt. Mehr als 40 Schüler und Eltern waren zum Infoabend zum dualen Maschinenbaustudium gekommen, zu der die Fachhochschule Münster und der Anlagenbauer gemeinsam eingeladen hatten.

Einen Vorgeschmack auf die theoretischen Studieninhalte gab Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen vom Fachbereich Maschinenbau. In seine Kurzvorlesung mit dem Titel "Druck - Was ist das?" hatte er viele Beispiele aus dem Automobilbau eingefügt. So wurde deutlich, dass die Kenntnis der theoretischen Grundlagen für viele Anwendungen unabdingbar ist.

Dual vor Ort: Infoabend bei der Firma Münstermann

Münster/Telgte (9. Juli 2013). Alle, die sich für ein duales Studium im Bereich Maschinenbau interessieren, können hier einen Abend lang hautnah die Verbindung von Theorie und Praxis erleben. Auf dem Programm stehen Erfahrungsberichte von dual Studierenden, eine Führung durch die Werkhallen und Konstruktionsarbeitsplätze der Firma Münstermann und eine Schnuppervorlesung von Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen von der Fachhochschule Münster. Zudem stellen Mitarbeiter der FH Münster das Studienmodell vor. Anschließend ist Zeit für individuelle Fragen. Foto: www.werbeagentur.ms

Der Umzug hat begonnen

Steinfurt (01. Juli 2013). Seit dem Montag dieser Woche zieht der komplette Fachbereich Maschinenbau in das neu entstandene Institutsgebäude am westlichen Rand des Steinfurter Campus um (Bild). Nachdem zum Ende dieser Woche die Professoren und Mitarbeiter ihr neues "Zuhause" bezogen haben werden, folgen die Computer-Labore und ab Mitte Juli die einzelnen Technologie-Labore nach. Rechtzeitig mit Beginn des kommenden Wintersemesters wird der Fachbereich wieder voll handlungsfähig sein - dann aber gebündelt in den neuen Räumlichkeiten.

Herr Mühlenbäumer geht in den Ruhestand

Steinfurt (21. Juni 2013). Nach 14 Jahren Tätigkeit im Fachbereich Maschinenbau geht Herr Mühlenbäumer in den wohlverdienten Ruhestand.
Der Fachbereich bedankt sich für sein hohes Engagement in den Praktika, bei der Vorlesungsplanung und allen anderen Dingen bei denen Herr Mühlenbäumer mitgearbeitet hat und wünscht ihm Gesundheit und alles Gute.

Lokalzeit Münsterland zu Gast im Fachbereich

Steinfurt (21. Mai 2013). Bildungsministerin Wanka will Studienabbrecher ermutigen, ihre Ausbildung im Betrieb fortzusetzen. "Wer bereits einige Semester Maschinenbau studiert hat und dann in die berufliche Ausbildung wechselt, braucht bei einer Schlosser- oder Mechatroniker-Lehre nicht mehr bei Null anfangen. Das wäre sonst eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen, die wir uns nicht leisten können." Dazu strebt Wanka mit der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer Pilotversuche an.

In einem Gespräch mit der Lokalzeit Münsterland äußerte sich Dekan Prof. Dr. Stephan Behr kritisch zu diesem Thema.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze besucht Bauprojekte in Steinfurt und Münster

Steinfurt (10. Mai 2013). "Mir ist bewusst, was die Fachhochschule Münster zur Bewältigung des doppelten Abiturjahrganges alles tut - und dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken." Das Lob für die zahlreichen Anstrengungen der Hochschule angesichts der steigenden Studierendenzahlen kam aus keinem geringeren Mund als dem der Wissenschaftsministerin. Svenja Schulze machte sich heute vor allem ein Bild über die vielfältigen Baumaßnahmen in Münster und Steinfurt.

Am Standort Steinfurt entstehen gleich zwei neue Gebäude: Ein Institutsgebäude für den Fachbereich Maschinenbau und ein Hörsaalgebäude, das die Hochschule aus eigenen Mitteln errichtet. Die Kosten für das 3.300 Quadratmeter große Institutsgebäude belaufen sich auf 11,5 Millionen Euro, die aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm bezuschusst werden. Das Hörsaalgebäude, das zwei Hörsäle mit jeweils 200 Sitzplätzen und zahlreichen Arbeitsmöglichkeiten für Studierende bietet, kostet bei einer Fläche von 1.100 Quadratmetern die Hochschule rund 7,7 Millionen Euro. Die Fertigstellung beider Gebäude ist jetzt im Sommer vorgesehen.

Schüler des KvG-Gymnasiums Münster besuchen das Labor für Strömungstechnik

Münster (18. März 2013). Das Labor für Strömungstechnik hat (wie bereits letztes Jahr) das Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup bei Ihrer Teilnahme am Wettbewerb "Formel 1 in der Schule" unterstützt. Die beiden Teams "Road to success" und "Insane velocity" belegten die Plätze 4 und 7 bei den NRW-Landesmeisterschaften. Mit der gefahrenen Bestzeit wäre das Team letztes Jahr ganz vorne mit dabei gewesen! Die nächste Runde ist aktuell ausgeschrieben.

FAM²TEC lud Personalverantwortliche zum Workshop ein

Münster (18. März 2013). "Wir würden gerne Frauen einstellen, aber bei uns bewerben sich keine." Diesen Satz hören Eva Keller und ihre Kollegen vom Projekt FAM²TEC im Gespräch mit Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau immer wieder. Den Firmen einen Weg aus diesem Dilemma aufzuzeigen - das ist eine Aufgabe der Initiative, die vom Fachbereich Maschinenbau und vom Bildungsinstitut HeurekaNet e.V. ins Leben gerufen worden ist. FAM²TEC hat zum Ziel, weiblichen MINT-Nachwuchs und Arbeitgeber zusammen zu bringen. Der erste Workshop, der Personalverantwortliche bei der Suche nach Fachkräften unterstützen soll, hat nun auf dem Leondardo-Campus in Münster stattgefunden.

"Meine liebe Elli?!" in ukrainischer Sprache erschienen

Münster/Steinfurt (4. Januar 2013). Private Briefe und Fotografien seines Vaters Johann, eines im Zweiten Weltkrieg in der Ukraine stationierten Zivilbeamten des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete, hat Prof. Dr. Harald Bösche vor Jahren auf einem Dachboden gefunden. Im Sommer 2011 veröffentlichte der Professor für Maschinenbau der Fachhochschule Münster sie als Buch im Eigenverlag der Hochschule.
Nun ist das 300 Seiten starke Buch mit dem Titel "Meine liebe Elli...!" - die Anrede, mit der der Zivilbeamte jeden seiner Briefe an seine Frau in der Heimat beginnt - in ukrainischer Sprache erschienen.

182 Absolventen zu einer Akademischen Feier eingeladen

Münster/Steinfurt (9. November 2012). Junge Ingenieure haben hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das stellte auch Bernd Münstermann in seinem Festvortrag zu "Herausforderungen und Chancen für Jungingenieure" ganz klar heraus. In der Akademischen Feierstunde des Fachbereichs Maschinenbau hatte der Inhaber der Firma Bernd Münstermann GmbH & Co. KG aus Telgte viele Tipps für die Karriereplanung der jungen Absolventen parat.

182 Absolventen der Studiengänge Maschinenbau, Maschinenbauinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen hatten die Einladung zur Feier in der Halle Münsterland erhalten. Nach der Begrüßung durch Dekan Prof. Dr. Stephan Behr übergab Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen die Bachelor- und Masterurkunden. Für ihre herausragenden Studienleistungen prämierte er zudem die sechs besten Absolventen.

"Wir wollen junge Frauen für Technik begeistern"

Münster/Steinfurt (26. Oktober 2012). Noch immer entscheiden sich wenige Frauen für einen technischen Beruf. Gleichzeitig suchen viele Maschinen- und Anlagenbaufirmen im Münsterland qualifizierte Fachkräfte. Das Projekt FAM²TEC, das der Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster gemeinsam mit HeurekaNet - Freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V. initiiert hat, zielt darauf ab, talentierte weibliche Nachwuchskräfte und Unternehmen zusammenzubringen.

Doktorandensymposium Fachhochschule Münster und Hochschule Osnabrück

Münster (22. Oktober 2012). Auf dem diesjährigen Doktorandensymposium wurde der Fachbereich Maschinenbau sehr erfolgreich vom Labor für Wärme-, Energie- und Motorentechnik vertreten. Der Vortrag von Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Helcig (8.v.l.) zum Thema "Einfluss des Anstellwinkels auf den konvektiven Wärmeübergang von angeströmten frei rotierenden Scheiben" sowie die Posterpräsentation von Dipl.-Ing. Stephan Uhkötter M.Sc. (3.v.l.) über "Strömungs- und Vermischungseffekte in schnelllaufenden Turbinengleitlagern" fanden ein reges Interesse beim interdisziplinären Publikum.

Experte für Simulationen berufen

Münster/Steinfurt (22. Oktober 2012). "Die Kombination aus Lehre und Forschung macht den großen Reiz einer Professur aus", erklärt Prof. Dr. Eckhard Finke. "In der Lehre arbeite ich mit wissbegierigen, jungen Menschen und die Forschung ermöglicht mir die persönliche Weiterentwicklung", sagt der Hochschullehrer, der am Fachbereich Maschinenbau das Lehrgebiet Konstruktion mit dem Schwerpunkt Simulation übernommen hat.

Fachbereich Maschinenbau feiert Richtfest

Steinfurt (19.September 2012). NRW-Bauminister Michael Groschek besucht Baustelle auf dem Steinfurter Campus. Nach nur sechsmonatiger Bauzeit zog ein Kran den Richtkranz über das neue Institutsgebäude des Fachbereichs Maschinenbau auf dem Steinfurter Campus der Fachhochschule Münster. Bereits im Sommer 2013 soll das rund 11,5 Millionen teure und 3400 Quadratmeter große Gebäude bezugsfertig sein. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) errichtet den Neubau aus Mitteln des nordrhein-westfälischen Programms zur Modernisierung von Hochschulen.

Der Fachbereich war auf der ASME Turbo Expo 2012 gleich zwei Mal vertreten

Kopenhagen/Steinfurt (11. Juni 2012). In diesem Jahr war der Fachbereich Maschinenbau durch zwei Vorträge, zum einen durch Prof. Dr. Stefan aus der Wiesche und zum anderen durch Stephan Uhkötter auf der ASME Turbo Expo 2012 in Kopenhagen vertreten. Die ASME (American Society of Mechanical Engineers) Turbo Expo stellt derzeit die weltweit größte Konferenz im Bereich Gas- und Dampfturbinen dar. Prof. Dr. Stefan aus der Wiesche referierte dabei im Bereich eines mobilen Teststandes für sogenannte Mikrogasturbinen, also Gasturbinen bis zu einer Leistung von etwa 200kW. Stephan Uhkötter präsentierte seine Ergebnisse einer Strömungssimulation im Bereich der hydrodynamischen Gleitlager von Dampf- und Gasturbinen in Schwerbauweise. Diese Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit der Siemens AG in Mülheim an der Ruhr.

Enge Zusammenarbeit für ein erfolgreiches duales Studium

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Betrieb ist die Grundlage dafür, dass dual Studierende ihr Studium erfolgreich mit Ausbildung oder Beruf vereinbaren können. Um den Kontakt zu Unternehmen zu vertiefen, die sich am dualen Bachelorstudiengang Maschinenbau beteiligen, hat Studiengangsleiter Prof. Dr. Klaus Baalmann jetzt Personalverantwortliche auf den Steinfurter Campus eingeladen.

Neu am Fachhbereich Maschinenbau: Prof. Dr. Manfred Große Gehling

Münster/Steinfurt (22. Juni 2012). "Irgendetwas mit Autos zu machen", das war schon der Kindheitswunsch von Prof. Dr. Manfred Große Gehling. Nach wie vor fühlt sich der neu an die Fachhochschule Münster berufene Wissenschaftler durch sein Lehrgebiet Fahrzeugtechnik, Landmaschinentechnik und Betriebsfestigkeit am Fachbereich Maschinenbau eng mit seinem einstigen Wunsch verbunden. Dabei waren die Freude wissenschaftlichen zu arbeiten, und Zusammenhänge zu vermitteln weitere wichtige Gründe für seine berufliche Entscheidung.

Neu am Fachhbereich Maschinenbau: Prof. Dr. Jürgen Scholz

Münster/Steinfurt (22. Mai 2012). "Umwelttechnik, Energiegewinnung, Landmaschinen und Lebensmittelherstellung - die Verfahrenstechnik spielt in vielen Bereichen des täglichen Lebens eine große Rolle", sagt Prof. Dr. Jürgen Scholz. Schon während seines Maschinenbaustudiums an der TU Braunschweig war er fasziniert von diesem Forschungsgebiet. Seit diesem Sommersemester ist er Professor für Verfahrenstechnik am Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster.
Seite drucken