Sebastian, warum hast du dich damals für das CALA-Studium entschieden?

Ich war schon immer sehr daran interessiert im Ausland zu leben. Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zum Speditionskaufmann in Madrid gemacht und habe insgesamt drei Jahre in Spanien gelebt. Nach der Ausbildung wollte ich noch studieren, aber gleichzeitig die Welt erkunden, neue Erfahrungen sammeln und die spanische Sprache vertiefen. Als ich vom CALA-Studiengang hörte, wusste ich sofort, dass dieser Studiengang all meine Interessen abdeckt und genau das Richtige für mich ist!

 

Was waren deine Highlights im Studium?

Highlights gab es viele. Ich erinnere mich gerne und oft an die tolle Zeit in Münster zurück. Gesellige Abende mit den Kommilitonen, ein bunter Mix aus vielen verschiedenen Kulturen, zwei tolle CALA-Fahrten sowie unzählige Events und Feiern machten die Zeit in Münster zu einem einzigartigen Erlebnis und einer tollen Erfahrung und Erinnerung fürs Leben. Genauso viele Highlights gab es in Mexiko. Da ich vorher nie in Lateinamerika war, hatte ich weder Präferenzen noch Erfahrungen und bin somit völlig unvoreingenommen nach Mexiko gekommen. Auch wenn ich mich anfänglich an das doch sehr unterschiedliche Unisystem anpassen und gewöhnen musste, habe ich schnell Zugang zu den mexikanischen Studierenden gefunden und fühlte mich von Anfang an sehr wohl. Neben den drei Klausurenphasen pro Semester, stand natürlich auch Land und Leute kennenlernen ganz oben auf meiner Liste.

Rückblickend würde ich sagen, dass das ganze Studium ein Highlight war! Neben dem fachlichen Wissen lernt man auch eine Menge fürs Leben. Man sieht tagtägliche Dinge plötzlich aus einer anderen Perspektive und wird weltoffener, unternehmenslustiger. Auch beruflich gesehen, ist der Studiengang ein attraktives Sprungbrett, da in vielen Unternehmen Internationalität heute ganz gross geschrieben wird.

 

Was kannst du jetzigen CALA-Studierenden als Tipp mitgeben, die überlegen nach ihrem Studium wie du auszuwandern?

Das Wichtigste ist, dass man weiterhin offen bleibt. Aber man muss bedenken, dass studieren und arbeiten im Ausland zwei verschiedene Sachen sind. Es ist wichtig von Anfang an Kontakt zur Kultur herzustellen und sich Anschluss bei den "locals" zu suchen. In der Arbeitswelt kommen die kulturellen Differenzen meiner Meinung nach schneller zum Vorschein. Wenn man da schon Erfahrungen gesammelt hat durch seinen privaten Umkreis, ist das bestimmt von Vorteil.

Ein weiterer Tipp, den ich Studierenden mitgeben möchte: Vergleicht nicht alles mit Deutschland. Natürlich neigt man dazu, zu sagen "das ist in Deutschland aber so" oder "das kenne ich aus Deutschland ganz anders". Vergleichen ist ganz normal, man sollte sich aber nicht darauf versteifen. Man muss sich bewusst sein, man ist in einem anderen Land, hier gelten andere Gesetze, andere Regelungen, andere Konditionen - auch im Hinblick auf die Arbeitswelt. Es stimmt eben doch der Spruch: Andere Länder, andere Sitten. Wenn man demgegenüber offen ist und diverse Fakten einfach akzeptiert, auch wenn man sie nicht unbedingt versteht oder nachvollziehen kann/will, dann ist man sehr gut gerüstet. Am Ende muss jeder für sich selbst die Entscheidung treffen und abwägen, ob man mit den Unterschieden auf längere Sicht klarkommt. 

 

Was begeistert dich am meisten an Mexiko?

Mexiko ist ein wirklich faszinierendes Land. Als ich im Juli 2016 ankam, habe ich schnell bemerkt, dass ich mir auch vorstellen könnte, hier länger zu bleiben und habe mich - und auch meine Familie - schon früh darauf eingestellt. Was mich am meisten begeistert, ist die Lebensfreude, die Sonne, die Landschaften und dass das Leben nicht immer nur ernst genommen wird. Die Mexikaner sind sehr bescheidene, liebevolle und hilfsbereite Menschen, die zu Recht sehr stolz auf ihr Land sind. Landschaftlich gesehen ist Mexiko ebenfalls ein Traum - Vulkane, Regenwald, Wüste, transparentes und ruhiges Wasser an der Karibikküste und hohe Wellen und fantastische Sonnenuntergänge am Pazifischen Ozean.

Natürlich ist nicht immer alles Gold was glänzt und auch in Mexiko gibt es mal bessere und mal schlechtere Tage - aber die gibt es überall. Auf das Gesamtpaket kommt es an und auf das, was man aus jeder Situation macht. Für mich war Mexiko die richtige Entscheidung und bin glücklich, dass ich diesen Weg gegangen bin!

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