Anna-Lisa Theile arbeitet bei der Boston Consulting Group. (Foto: privat)

Du bist jetzt Consultant bei der BCG (Boston Consulting Group): Was bedeutet das genau?

"Bei BCG zu arbeiten, bedeutet vor allem eine unfassbar steile Lernkurve. Wir arbeiten in einem sehr dynamischen Projektumfeld - da ist kein Tag wie der andere. Man muss sich regelmäßig in kürzester Zeit mit neuen Themen beziehungsweise Kunden vertraut machen können. Das macht die Arbeit sehr spannend, vor allem auch weil BCG eine unheimliche Projektvielfalt bietet - da ist von digitaler Transformation im öffentlichen Sektor bis hin zu Nachhaltigkeitsstrategien für die Mining-Industrie alles dabei.

Gleichzeitig bekommt man direkt von Tag eins an extrem viel Verantwortung und muss nicht selten, auch als Neueinsteiger, vor dem Konzernvorstand präsentieren. Das erfordert eine große Portion Eigeninitiative, eine strukturierte, analytische Arbeitsweise und auch eine gewisse Offenheit. Glücklicherweise habe ich vor meinem Start bei BCG schon einiges an Beratungserfahrung sammeln können, sodass ich trotz Einstieg in der Corona-Zeit in dieser Hinsicht direkt "alleine loslaufen" konnte.


Letztlich bedeutet die Arbeit bei BCG aber auch sehr viel Spaß. Wir haben einen super Kollegenkreis, bei dem das Lachen auch in stressigen Zeiten nie zu kurz kommt. Wenn man also eine gute Portion Humor mitbringt, ist man bei uns gut aufgehoben und findet sogar enge Freunde."

Seit wann wusstest du, dass du in die Richtung Consulting gehen möchtest? 

"Tatsächlich schon recht früh. Mein erstes Praktikum im vierten EBP-Semester war im Bereich Finanzen & Controlling. Das hat mir zwar Spaß gemacht, langfristig begeistern konnte ich mich dafür aber nicht, weil mir etwas die Abwechslung und Themenvielfalt fehlte. Mir den Bereich Consulting mal anzusehen, war da der naheliegende nächste Schritt. Also habe ich nach meinem Aufenthalt in Hull, beziehungsweise dem Bachelorabschluss, ein Gap Year eingelegt und ein Praktikum bei Ernst & Young (EY) in Düsseldorf gemacht. Weil es mir so gut gefallen hat, bin ich dort - parallel zum Master in Münster - 2,5 Jahre geblieben und habe vor allem an Risk & Finance-Themen gearbeitet. Über ein weiteres Praktikum in der Volkswagen Consulting habe ich dann meine Leidenschaft für die Strategieberatung entdeckt und bin dann schlussendlich bei BCG gelandet."

Welche Empfehlungen kannst du jetzigen EBP-Studierenden geben, die auch überlegen in den Bereich Consulting zu gehen?

"Sammelt viele verschiedene Erfahrungen und überlegt euch, welche Beratung am besten zu euch passt. Am Ende sind dabei nicht nur Themen und Entwicklungsmöglichkeiten entscheidend, sondern vor allem auch die Kultur: Immerhin verbringt ihr lange Arbeitstage mit euren Teams, da müssen sowohl die Chemie als auch der Spaßfaktor stimmen!

Schaut also frühzeitig, welche Beratungen für euch interessant sein könnten und ob ihr Leute kennt oder kennenlernen könnt, die dort arbeiten. Diese erzählen euch sicher gerne etwas über ihre Firma, den Arbeitsalltag und was ihr für ein Praktikum oder einen Festeinstieg mitbringen müsst. Für die BCG könnt ihr dabei auch gerne auf mich zukommen und mir unter anna_theileicloudcom eine E-Mail schreiben.

Fakt ist, dass die Zeiten für einen Einstieg ins Consulting kaum besser sein könnten: Die Branche ist schon während Corona unheimlich stark gewachsen und dieser Trend hält derzeit auch weiter an - da werden also überall Leute gesucht!"

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