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»Das Jahrhundert einer Ratte« ist ein Streifzug durch die bewegenden Ereignisse des zwanzigsten und frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer Ratte. Sie ist Augenzeuge der russischen Oktoberrevolution, treibt sich im Paris der Zwanziger Jahre herum und wird Freundin von Picasso, den sie zur »Grauen Periode« veranlasst. Sie erlebt auch die Schrecken des Zweiten Weltkrieges in Italien und die Trümmerjahre in Berlin. Hautnah dabei ist sie außerdem beim »Swinging London« der Sechziger Jahre und sieht sogar Woodstock und den Vietnamkrieg mit eigenen Augen.
Die Lesung dreht sich um das letzte Kapitel der Grafiknovelle. Darin geht es vor allem um das Berlin der Achtziger und frühen Neunziger Jahre. Marcus Herrenbergers Ratte erlebt dort eine turbulente Zeit, von denen die alternative Bewegung im »Laboratorium Westberlin«, der Mauerfall oder Christos Reichstagsverhüllung nur die berühmtesten Szenen sind. Lange hält es den nimmermüden Nager aber auch hier nicht: Er zieht weiter nach Bologna, dann nach Moskau, Korea und schließlich sogar Japan.

»Das Jahrhundert einer Ratte« lebt nicht nur durch die großen historischen Momente. Unendlich viele Details und Anspielungen auf die Zeit, manche offensichtlich, manche versteckt, bringen den Leser dazu, manchmal minutenlang auf einem Bild zu verweilen.
»Es ist nicht Geschichte in Aktion, die hier präsentiert wird, sondern immer kurz danach, in den Stunden der Erschöpfung, die auch die der ersten Reflexion, der Rückschau sind«, schreibt Fritz Göttler über Herrenbergers Buch in der Süddeutschen Zeitung. Es sei »für Kinder wie für Erwachsene eine aufregende Lektion, wie man die moderne Welt, die selbst zur Chiffre, zur Hieroglyphe wird, wieder lesbar macht.«

»Das Jahrhundert einer Ratte« ist übrigens einer der deutschen Beiträge auf der Biennale der Illustration, die im September in Bratislava stattfindet.

Die Lesung beginnt am Donnerstag, den 2.Juli um 19:30 in der Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11.

 

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