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Form follows function... aber wenn die Form übel aussieht, interessiert sich auch keiner für die Funktion. Bei mir geht's also nur um das Äußere, die Hülle, das Oberflächliche - Design halt. SPASS! Das hängt natürlich beides ganz fest zusammen. Es wurde allerdings schon viel darüber geschrieben, wie man Gestaltung und Kommunikation aufeinander abstimmt. Deswegen wollte ich herausfinden, wie man auf innovative Gestaltungsideen kommt, wie sich ein Stil entwickelt und was das Internet in diesem Prozess für eine Rolle spielt.

In den Zeiten von Trendlist, Pinterest und Instagram wird es immer schwieriger, als Designer wirklich neue Wege einzuschlagen. Deswegen wollte ich mit Gestaltern sprechen, die sich tagtäglich den Ansprüchen einer gestalterischen Avantgarde stellen: Jan und Daniel vom Designbüro NEU. - von Janik Sandbothe

Ihr habt ja, genauso wie ich, in Münster Design studiert. Wie war das Studium für euch?

Daniel Ich habe da eigentlich sehr positive Erinnerungen dran'. War eine gute Zeit! Auch vorletztes Wochenende, als wir für den Workshop wieder da waren, hab ich gedacht: "War eigentlich wirklich schön hier!"

Jan Genau! Als wir uns vor dem Studium den Fachbereich angeguckt haben, merkte man irgendwie: Da passiert richtig was! Und es war schön zu merken, dass das immer noch so ist!

Also ihr habt euch vorher erstmal umgesehen und fandet es da dann am geilsten?

Jan Auf jeden Fall, ja! Wir fanden es super. Man hat dieses kreative Umfeld richtig gemerkt! Die Studenten arbeiten da auch alle vor Ort an ihren Sachen. Das war dann eine Bauchentscheidung, die sich im Endeffekt auch richtig für uns gelohnt hat. Wir sind dann ja auch irgendwann mit dem Fachbereich umgezogen, in den Neubau. Fanden wir auch megageil. Das war nochmal ein richtiges Kontrastprogramm. 

Und ihr habt während des Studiums schon Praktika gemacht, oder?

Beide Nein, gar nicht! 

Jan Wir haben nur gearbeitet. Wir haben im Bachelorstudium schon nebenbei als freie Designer gearbeitet. Im Masterstudium dann tatsächlich auch so viel, dass vielleicht schon das Studium ein bisschen darunter gelitten hat bzw. unsere Masterarbeit. Aber das hat sich dann einfach so ergeben, wie bei einigen Studenten, die dann nebenbei schon ein paar Projekte machen. Man will dann ja auch mehr - und irgendwann war das schon hart an der Grenze. War mit dem Studium eigentlich schon nicht mehr vereinbar. 

Aber dabei habt ihr schon so viele Erfahrungen gesammelt, dass ihr euch entschieden habt, nach dem Studium direkt zusammen die Agentur aufzumachen?

Daniel Ja, wir haben nach dem Studium schon direkt die Agentur aufgemacht, aber Erfahrungen sammelt man eigentlich erst, wenn es dann losgeht.

Jan Ja, genau. Also der Daniel hat zum Beispiel zeitweise in unterschiedlichen Agenturen gearbeitet, also projektbezogen als Freelancer. Ich hab ein Jahr oder eineinhalb während des Masterstudiums bei einer Agentur in Münster gearbeitet. Ich hab da auch ganz viel gelernt, aber habe danach auch für mich klar gehabt, dass ich auf keinen Fall irgendwo als Angestellter arbeiten möchte. Vielleicht war das auch so eine Negativerfahrung in der Agentur, aber das hat mich dann nochmal in dem bestärkt, dass wir uns auf jeden Fall selbstständig machen wollen.

Könnt ihr den Stil von eurem Büro beschreiben?

Jan Da spielt der Zeitgeist eine große Rolle. Wir arbeiten ja ungefähr zu 90 Prozent für Kunden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, da hat man dann schon mehr Freiheiten. Wobei wir da auch immer wieder versuchen, neue Impulse zu geben. Die Projekte, die wir in den letzten 3 1/2 Jahren so bearbeitet haben, hätte man auch immer recht konservativ lösen können - und der Kunde wär auch damit zufrieden gewesen. Wir haben aber immer den Anspruch, den Kunden zu überzeugen, mal einen neuen Weg einzuschlagen. Nicht den einfachsten Weg zu gehen. Weil der einfachste Weg auch nicht immer der beste ist! Da gehört viel Mut zu. Nämlich wirklich seinen Standpunkt zu vertreten und zu sagen: wir sind zwar in irgendeiner Form Dienstleister - aber wir sehen uns da trotzdem eher auf Augenhöhe mit den Auftraggebern. 

Wenn man das hinbekommt, ist das schon cool!

Jan Wir haben auf jeden Fall Projekte, bei denen wir versuchen, geile Ideen abzuliefern, aber wenn man merkt, dass es nach so und so vielen Schleifen nicht ankommt, dann muss man auch irgendwann mal wirtschaftlich denken. Dann wollen die das halt nicht. Punkt. Das ist dann manchmal frustrierend, aber manchmal geht das nicht anders.

Und dann würdet ihr auch mal sagen: Okay, das Projekt passt nicht so richtig zu uns, dann stoppen wir das an dieser Stelle?

Beide Nein, haben wir noch nicht! 

Daniel Also wenn es nicht gerade ein fragwürdiger Kunde ist, den man moralisch nicht vertreten kann, muss man sich das ja auch erst mal erlauben können. 

Jan Wir freuen uns schon auf die Zeit! Ich hoffe, das wird irgendwann mal so kommen! Wo man dann einfach sagt: "Ne, sorry, dann halt nicht!" Aber da sind wir echt noch nicht. Wir sind jetzt froh, dass wir größtenteils für Leute arbeiten, mit denen wir uns gut verstehen und auf die wir Bock haben. In der ersten Zeit sah das noch anders aus, da haben wir echt Sachen gemacht, die uns tierisch abgefuckt haben. Die kann man auch nie und nimmer irgendwem zeigen, weil die wirklich Katastrophe sind.

Aber immerhin könnt ihr jetzt Sachen machen, hinter denen ihr voll steht! Ihr macht also kaum Aufträge, bei denen ihr vermutet, dass sie nicht im Portfolio auftauchen?

Jan Am Anfang schon, jetzt auch noch ab und zu. Das hat dann aber eher andere Gründe. Unter Umständen ist das dann ein Projekt, was einfach hammergeil bezahlt ist, wo wir dann denken: Okay, machen wir jetzt auch mal. Aber das ist eher der seltenste Fall. Wir arbeiten auch für karitative Einrichtungen, die wir unterstützen wollen. Da sind dann unter Umständen auch Sachen dabei, die so nicht ins Portfolio passen. Aber die sind uns eben wichtig. Zum Beispiel arbeiten wir für eine Organisation hier aus Dortmund für Opfer rassistischer Gewalt. Wir arbeiten auch gerne für die, auch wenn es eben nicht um das geilste Design geht. Oder für ein Kinderheim in Herten. Das sind halt andere Welten. Da geht es eher darum, etwas Wertvolles zu unterstützen. 

Ja, da kann man dann ja auch nochmal wegen ganz anderen Aspekten dahinterstehen. Nicht, weil es oberstylisch ist, sondern euch der Gedanke gefällt.

Beide Genau, ja.

Versucht ihr, nur Mitarbeiter und Praktikanten aufzunehmen, die vom Stil her zu euch passen?

Daniel Am wichtigsten ist uns der Charakter. Und ein erkennbar anderer Stil als der unsere. 

Jan Wir wollen uns ja auch überraschen lassen, neuen Input bekommen und gerne auch Leute oder Studenten bei uns haben, die uns technisch noch was beibringen können. Wir würden ja nie sagen, dass wir über alles erhaben sind. Auf keinen Fall. Wichtig ist uns auch, dass wir immer mal wieder auch eine weibliche Sicht der Dinge bekommen. Ich glaub das ist einfach gut, wenn man sich da einfach nochmal die andere Seite dazu holt. Sonst ist man, glaube ich, schnell in so einer maskulinen Verbrüderung unterwegs und das wollen wir gar nicht.

Als ich über das Thema Stil nachgedacht hab, bin ich auf den Gedanken gekommen, dass es für mich eine sehr romantisierte Vorstellung ist, wie ein Stil früher entstanden ist. Etwa zu Zeiten der HFG Ulm und des Bauhaus. Wie die Gestalter sich da zusammengerauft haben, alle rauchend, komplett in schwarz gekleidet, in diesen Hochschulen, wo sie die ganz großen Designrevolutionen geplant haben. Wo glaubt ihr, prägt sich so etwas heute? Passiert das immer noch an Hochschulen? Oder in irgendwelchen Kollektiven? Welche Rolle spielt dabei das Internet?

Beide Gute Frage! 

Jan  Wir geben ja jetzt immer öfter Workshops, also sei es an Hochschulen oder auch als Designbüro NEU. Nicht wirtschaftlich zu denken und ungezwungen arbeiten zu können, eröffnet einem dabei natürlich große Freiheiten. Die sind vielleicht nicht immer umsetzbar, aber stoßen neue Gedankengänge an. Daher glaube ich einfach, dass dieser Austausch an Hochschulen extrem wichtig ist. Auch mit Studenten zu arbeiten ist gut, weil die unbefangener sind. Das Internet hingegen verhindert vielleicht manchmal eher, dass man seinen eigenen Ideen folgt, weil es so viele Referenzen gibt.

Wir waren mit dem Berufskolleg das erste Mal am Bauhaus in Dessau. Unter Umständen wohnte man da sogar und hatte mit diesen ganzen alten Meistern zutun. Das hat uns auf jeden Fall auch geprägt. Diese Vorstellung, dass man sich ständig austauscht und diskutiert. Mal nicht projektbezogen, sondern freier an die ganzen grundsätzlichen Gestaltungsansätze dranzugehen, das find ich cool! So etwas findet ja auch immer auf Veranstaltungen statt, auf denen man andere Kreative trifft. Ob es jetzt Ausstellungseröffnungen sind, oder was auch immer, das ist auf jeden Fall extrem wichtig. Wichtig ist es auch, sich mit Leuten, die keinen kreativen Background haben, auseinanderzusetzen. Also wenn man jetzt mit Kuratorinnen oder Kuratoren arbeitet, die eher einen wissenschaftlichen Background haben und sich auf der Ebene mit Kunst auseinandersetzen. Die bringen dann einfach nochmal eine ganz andere Sichtweise in die ganze Thematik. Ich glaube, das ist extrem wichtig, auch, um mal aus diesem Designer-Eintopf rauszukommen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das im Internet auch viel passiert. Man spricht vielleicht nicht direkt miteinander. Aber durch die ganzen Einflüsse, die man da innerhalb kürzester Zeit aus verschiedensten Richtungen aufnehmen kann, entwickeln sich doch schon neue Stilrichtungen. Nur sind das dann nicht die großen Designrevolutionen, sondern eher ein Mischmasch aus ganz vielen verschiedenen Stilen.

Daniel Ja genau, als Designer ist man dort ja schon in einer weltweiten Community. Auf so Seiten wie Trendlist sieht man das ja. Da werden die Sachen direkt in Schubladen einsortiert, manche Sachen passen gleich in mehrere Schubladen. Das funktioniert wie ein Cluster. Da sticht selten etwas heraus. Deswegen finde ich es eigentlich inspirierender, wie Künstler an Sachen rangehen. 

Künstler und ihre Arbeitsweisen waren früher wahrscheinlich auch die Hauptinspiration für Designer, bevor sie anfangen konnten, sich im Internet so krass auszutauschen.

Jan Ich hab letztens auch überlegt: Wenn ich an ein Thema mal komplett anders rangehen wollte, wie würde ich das machen? Man hat ja gar keine Möglichkeit, sich nicht mehr beeinflussen zu lassen. Aber was wäre da auch die Alternative? Sich in eine Hütte verkriechen? 

Daniel Aber da müsste man sich ja schon Monate im Vorfeld verkriechen. 

Jan Ja, genau. Ist echt ein interessanter Punkt. 

Glaubt ihr, dass man Designarbeiten heutzutage immer noch ansehen kann, in welchem Land sie entstanden sind?

Jan Das ist heute schwieriger.

Daniel Man kann zum Beispiel schon erkennen, wenn was aus Japan kommt. Die haben gestalterisch einen ganz anderen Background, arbeiten in anderen Formaten und Codierungen. Sowas erkennt man schon. Nur westliche oder europäische Sachen kann man nicht mehr wirklich unterscheiden.

Ich könnte mir vorstellen, dass Sachen aus Amerika irgendwie "freundlicher" sind. Besonders auch fürs Auge.

Jan Das ist vielleicht der amerikanische Weg - ein bisschen bequemer. Natürlich auch immer mit Zitaten von Designbewegungen aus Europa, aber eher nice to have. So dass jeder etwas damit anfangen kann. Viele Designer tendieren ja schon fast zu einem Nicht-Design. Oder zu einem Design, womit Außenstehende, die keinen kreativen Background haben, nichts mehr anfangen können - weil die das nicht decodieren können. Weil die nicht checken, was da abgeht. Aber es ist ja auch immer die Frage, welche Zielgruppe man erreichen will. Möchte man nur Designer und Kreative erreichen, oder will man eigentlich auch Leute abholen, die da vielleicht nicht unbedingt etwas mit am Hut haben? Das ist auch bei uns immer die Schwierigkeit. Wenn wir für Ausstellungen arbeiten etwa - da Key Visuals zu entwickeln, die natürlich Kreative und Künstler ansprechen, dabei aber auch eine Zielgruppe, die sich zwar mit Kunst und Kultur auseinandersetzt, aber da jetzt nicht so den kreativen Zugang hat. Da kommt es im Endeffekt auch immer darauf an, dass man die Leute ins Museum, oder wohin auch immer, hinlocken muss, um damit die Ausstellung rückwirkend zu finanzieren. 

Welche Vorbilder hattet ihr im Studium, die euren Stil geprägt haben?

Jan Während des Studiums, also als wir angefangen haben, war das noch gar nicht so krass mit diesen Design-Stars wie Eike König. Das hatte ich anfangs gar nicht so auf dem Schirm. Wobei wir dann irgendwann auch mal auf einem Vortrag von Mario Lombardo waren. Den fanden wir vorher auch schon gut und dann hat der bei uns am Fachbereich einen Vortrag gehalten. Danach haben wir mit ihm gequatscht und da kam der schon extrem cool rüber. Ohne irgendwelche Star-Attitüden. Ich würde schon sagen, dass ich ihn bewundert habe. Authentisch zu sein, dabei sympathisch zu bleiben und gleichzeitig sein Büro nach vorne zu bringen, das fand ich schon echt stark. 

Daniel Wie Stefan Sagmeister, besonders früher, künstlerisch an Sachen rangegangen ist, das hat mich damals schon sehr inspiriert. Aber ansonsten fanden wir auch immer Beuys oder Yves Klein cool. Davon haben wir uns die Sachen auch immer gerne angeguckt. Also von Yves Kleins Blau haben wir uns nie so ganz erholt. 

Jan Es sind also eher Künstler, die uns beeinflussen. Wenn wir zum Beispiel an die Dieter Roth-Ausstellung denken, für die wir gearbeitet haben - uns war Dieter Roth schon vorher ein Begriff. Man setzt sich dann aber sehr mit dem Werk des Künstlers auseinander und wird immer wieder neu begeistert. Wir sind auch voll offen für sowas und sind generell an Kunst und Kultur interessiert. Dadurch finden wir immer wieder Leute, die uns inspirieren.

Ja, ich merk das auch im Moment. Am Anfang des Studiums guckt man ausschließlich auf die ganz großen Gestalter. Mittlerweile finde ich aber mindestens genauso interessant, was die Designstudenten machen. Sei es an der ECAL, in Offenbach oder sonst irgendwo. Das kommt sicher dadurch, dass man sich im Internet ohne Ende umgucken kann. Ich find das ganz interessant, dass man durch diese Medien heutzutage auch solche Leute als Vorbild haben kann. Man kann sich dadurch voll die weite Range an Einflüssen schaffen.

Jan Ja, und ich glaube, dass die Motivation bei den Studenten höher ist, weil man einfach eine krassere Reichweite hat. Man kann seine Sachen ja über diese ganzen Medien viel mehr pushen! Da ist die Motivation automatisch größer, richtig geile Sachen abzuliefern, würde ich mal behaupten. Ich gebe dir da absolut Recht! Ich bin auch immer wieder begeistert, wenn ich von irgendwelchen Studenten was mitbekomme, die absolute Hammer-Projekte auf die Beine stellen. 

Viele Designer wählen ja gerne Berlin als ihren Standort zum Arbeiten und Leben. Die finden die Stadt und die Leute so inspirierend und meinen, da könnte man so richtig kreativ leben. Wie ist das so hier in Dortmund? Steckt ein Stück Ruhrpott in eurem Design?

Jan Ruhrpott im Design würde ich jetzt eher nicht sagen. Klar, wir kommen beide gebürtig aus dem Ruhrgebiet, wir wohnen und arbeiten hier. Es steckt auch eine gewisse Mentalität in unserem Design, die ich jetzt aber nicht als Ruhrpott-Mentalität bezeichnen würde. Eher als weltoffen und nicht begrenzt auf eine Region. 

Was hat euren jetzigen Stil geprägt, das nicht direkt im Designkontext einzuordnen ist? Gibt es Filme oder Musikrichtungen, die euch prägen? 

Jan Ich komme ja aus dem Hardcore und Punk, habe früher ganz viel Musik gemacht. Aber ich wollte nie, dass man das meinem Design ansieht. Dann hätte ich ja genau das gemacht, was alle von mir erwartet hätten - so etwas fand ich immer langweilig. Trotzdem läuft eigentlich immer Musik im Büro. Und es ist spannend zu beobachten, dass man gewisse Alben im Nachhinein immer mit Projekten verbindet, bei denen man die viel gehört hat.

Daniel Wir gucken uns gerne Arthouse-Filme an, aber auf der anderen Seite auch irgendwelche bescheuerten Serien wie "The Walking Dead". Vor ein paar Monaten hatten wir ein Projekt, wo ich persönlich ein bisschen meine Liebe für die Science Fiction der 1980er Jahre ausleben konnte. Da habe ich mit dieser Blade-Runner Ästhetik gearbeitet - was auch mein Lieblingsfilm ist. 

Letzte kurze Frage! Möchtet ihr den ganzen jungen Gestaltern, die gerade versuchen, ihren eigenen Stil zu finden, etwas mitgeben?

Jan Es lohnt sich, mutig zu sein und Richtungen einzuschlagen, die vielleicht nicht alle sofort total abfeiern. Einfach mal einen ganz neuen Ansatz finden. Den man nicht sofort bei Trendlist einsortieren kann. 

Daniel Es ist natürlich auch wichtig, dass man weiß, was so abgeht. Was gerade Trend ist. Man sollte dann aber nicht versuchen, das zu kopieren, sondern es eher zu adaptieren und zu versuchen, etwas Neues damit zu machen. Trends einfach als Toolbox sehen und nicht als die einzige Möglichkeit, das Thema umzusetzen. 

Und genau für sowas bekommt man im Studium ja die Chancen.

Beide Ja, voll! 

Daniel Auslandssemester hätte man machen sollen.

Jan Ja, genau. Pass auf, jetzt heulen wir rum, wie immer, wenn man uns darauf anspricht. Aber wir mussten vom ersten Semester bis zum Ende vom Master alle Studiengebühren bezahlen, was für uns echt nicht wenig Geld war. Das war eigentlich der Grund, warum für uns gar nicht zur Diskussion stand, nochmal ein Semester dranzuhängen. Viel zu teuer! Hört sich blöd an, aber war einfach so. Das wär echt ein Punkt und das würden wir allen Studenten und jungen Gestaltern raten: Auf jeden Fall mal etwas im Ausland machen. 

Daniel Vielleicht auch nicht nur Erasmus, sondern auch ein Auslandspraktikum. Und wenn man an eine Hochschule geht, dann sollte man auch wohin gehen, wo ein ganz anderer Ansatz herrscht. Vielleicht nach Israel oder nach Asien. Wenn man wirklich seinen Horizont erweitern will, sollte man seine Komfort-Zone verlassen. 

Gut, dann bedanke ich mich für das gute Gespräch!

Jan Bitte! 

Daniel Ja, Bitteschön. Danke, dass du hier warst! 



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