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Wie ist die Meinung der Diskussionsteilnehmer zu den Fruchtgetränken? Sie notieren es in einen Fragebogen.

 

Münster, 21. Januar 2019 | Sie könnte sich das rote Getränk gut als Weinersatz vorstellen, sagt die junge Frau. Um sich zu vergewissern, nimmt sie noch einen Schluck aus dem Glas. Ja, abends zum Essen, ergänzt sie und notiert etwas in den Fragebogen. Die Oecotrophologie-Studentin und einige ihrer Kommilitonen haben sich um einen Tisch herum in einem Seminarraum an der FH Münster versammelt, vor ihnen nummerierte Gläser. Zur Auswahl stehen verschiedene Getränke: Apfelsaft, Traubensaft und Kirschnektar. Allerdings haben sie eine Besonderheit: Barrique-Aroma.

Katharina Pantring und Teresa Sobotka, selbst Studentinnen der Oecotrophologie, stellen die Fragen. Prof. Dr. Thorsten Sander hält sich im Hintergrund. Der Wirtschaftswissenschaftler vom Fachbereich Oecotrophologie · Facility Management betreut die Projektarbeit im Bereich Konsumentenforschung. Nachdem die Studentinnen das Konsumverhalten der Diskussionsteilnehmer ermittelt haben, stellen sie ihre neue Produktidee vor und lassen sie bewerten.

 

Säfte und Nektare mit Barrique-Aroma - wie kommen sie bei Konsumenten an?
Säfte und Nektare mit Barrique-Aroma - wie kommen sie bei Konsumenten an?

Barrique-Aroma nimmt die Süße

Bei den Probanden kommt an diesem Nachmittag der Kirschnektar am besten an, auch bei der zweiten Gruppe, die anschließend verkostet. Das Barrique-Aroma nimmt dem Nektar einen großen Teil der Süße, so wird er als Weinersatz denkbar. "Was würdet ihr dafür ausgeben?", fragt Katharina Pantring. Eine Studentin findet, dass es ab 5 Euro zu teuer wäre, unter 3 zu günstig. Teresa Sobotka und Katharina Pantring hören aufmerksam zu, notieren die Antworten. Sie stellen weitere Fragen, um die Wünsche für alle Bereiche des Marketing-Mixes für ihre Konzeptoptimierung zu berücksichtigen.

Am Ende sollen die Studentinnen aus dem Schwerpunkt Lebensmittelwirtschaft eine Marktpotenzial-Analyse erarbeiten und an den Projektpartner, einen Safthersteller, übergeben.

 

Katharina Pantring (l.) und Teresa Sobotka müssen nun die Ergebnisse aus der Probandenbefragung auswerten.

In welchem Segment?

"Eine Schwierigkeit ist sicherlich, aus den verschiedenen Aussagen der potenziellen Konsumenten Segmente zu identifizieren und geeignete Routen zu finden, wie ein Konzept ausgestaltet werden könnte", sagt Katharina Pantring. Eine Gruppe hatte das Favoriten-Produkt im "edlen" Segment verortet, die andere hat es ganz woanders gesehen. Bis dahin haben die beiden einiges Vorarbeiten und Pretests geleistet.

"Die Studierenden erhalten hier praxisnah Einblicke in die Konsumentenforschung und spielen qualitative Methoden der Marktforschung durch", sagt Prof. Dr. Thorsten Sander. Zu einer Produktentwicklung gehöre auch, die anvisierten Konsumenten nach ihrer Einschätzung zu befragen.

Ein guter alkoholfreier Begleiter zum Essen

Die Idee zum Produkt stammt aus dem Labor für Lebensmitteltechnologie. Zu süß, zu viel Kohlensäure, zu dominant: Es gibt zu wenige alkoholfreie Getränke, die gute Begleiter zum Essen sind, fand Albrecht Fleischer. Deshalb hatten Oecotrophologie-Studierende in seinem Lebensmitteltechnologie-Praktikum im Sommersemester die Aufgabe, mit Säften und Barrique-Aromen zu experimentieren. Barrique, ein Fass aus Eichenholz, verleiht vor allem Rotweinen eine Holz- und Vanille-Note.

Auch Teresa Sobotka und Katharina Pantring waren in dem Praktikum, tüftelten selbst im Labor mit Barrique-Aroma aus Holzspänen und mit verschiedenen Röstgraden. Doch wie würde das, was sie im Labor entwickelt hatten, den Konsumenten schmecken? Diese Frage hatte sie zu ihrer Projektarbeit geführt.

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