Münster (6. November 2017). Zehn Unternehmen aus Münster und ganz Nordrhein-Westfalen und aus unterschiedlichen Branchen hat Prof. Dr. Petra Teitscheid von der FH Münster als Partner für ihr Projekt gewonnen: Studierende aus dem Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft erstellen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Gemeinwohlbilanzen.

Darin bewerten sie das ethische Handeln der Firmen in verschiedenen Kategorien wie etwa Menschenwürde und ökologische Nachhaltigkeit und bilden es in den Bilanzen ab. Hinter der Gemeinwohlbilanz steht die Idee der  Gemeinwohlökonomie, eines marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftsmodells, bei dem die Schaffung von Gemeinwohl das wichtigste Ziel des Wirtschaftens ist. Nicht das schnelle Geld für wenige, sondern das ökologisch verträgliche, gute Leben für viele ist Kern dieses Wirtschaftsmodells.

Teitscheid führt das Projekt nun zum zweiten Mal durch. "In der ersten Runde gab es viel positives Feedback von beiden Seiten. Unsere Studierenden haben die Wertschätzung und die Begegnung auf Augenhöhe mit den Unternehmen hervorgehoben. Die überwiegend mittelständischen Unternehmensvertreter haben erkannt, dass sie in vielen Bereichen schon einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisten, den sie mit der Gemeinwohlbilanz sichtbar machen können", erklärt Teitscheid.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin vom Fachbereich Oecotrophologie · Facility Management möchte die Studierenden mit dem Praxisprojekt an das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung heranführen und ihnen zudem einen intensiven Einblick in die Unternehmensführung ermöglichen.

Ende Februar 2018 werden die Studierenden bei einem abschließenden Treffen ihre Bilanzen an die Unternehmen übergeben. Die Bilanzen durchlaufen danach einen mehrstufigen Prozess. In einer Peer-Evaluation bewerten die Unternehmen ihre Berichte gegenseitig, danach werden sie von einem externen Auditor geprüft. Nach Auditierung und Zertifizierung werden die Gemeinwohlbilanzen schließlich veröffentlicht.

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