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Prof. Anja Markant

Münster (10. März 2016). Wir essen hierzulande zu viel Salz. Das hat kürzlich eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gezeigt. Mehr als acht Gramm nehmen Frauen täglich zu sich, Männer sogar zehn. Dabei lautet die Empfehlung der DGE: täglich höchstens sechs Gramm Speisesalz pro Tag für Erwachsene. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sogar nur fünf Gramm, die Hälfte von dem, was wir tatsächlich konsumieren.

Prof. Dr. Anja Markant ist Expertin für Ernährungsphysiologie an unserem Fachbereich Oecotrophologie · Facility Management. Mit ihr haben wir über den Salzkonsum gesprochen.


Frau Prof. Markant, greifen wir zu häufig zum Salzstreuer? Oder wie kommt es, dass wir zu viel Salz aufnehmen?

Das Problem ist oft nicht das Salz, das wir selbst hinzufügen. Es sind eher die alltäglichen verarbeiteten Lebensmittel wie Brot, Käse und Wurst und natürlich eine Vielzahl von Fertiggerichten, die zu viel Salz enthalten. Letztendlich macht dies einen Anteil von 70 bis 80 Prozent des Salzes aus, das wir im Durchschnitt täglich konsumieren.

Welche Auswirkungen hat der zu hohe Konsum auf unsere Gesundheit?

Ein hoher Salzkonsum gehört zu den Risikofaktoren, die zur Entwicklung von Bluthochdruck beitragen können. Ein langjähriger Bluthochdruck wiederum kann zu Gefäßschäden führen und damit kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfälle, Durchblutungsstörungen der Beine und Nierenschäden zur Folge haben.

 

Hat Speisesalz denn auch positive Seiten, wenn wir mal von der Bedeutung für den Geschmack absehen?

Salz, bestehend aus Natrium und Chlorid (NaCl), hat durchaus eine physiologische Bedeutung. Als Mengenelemente dienen Natrium und Chlorid dazu, das Blutvolumen und den Blutdruck sowie den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Außerdem wird Natrium zum Stofftransport durch die Zellmembranen benötigt und ist an der Erregung der Muskel- und Nervenzellen beteiligt. 5 bis 6 Gramm Salz pro Tag sind eine akzeptable Aufnahmemenge laut DGE.

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