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Insbesondere bei der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms ist eine Reduktion des Drucks an den betroffenen Stellen ein wesentliches Behandlungsziel orthopädieschuhtechnischer Versorgungen. Der Wirkungsnachweis der Versorgung wird i. d. R. über Druckmessungen im Schuh durchgeführt. Hierzu werden sogenannte Druckverteilungseinlegesohlen verwendet. In Vorträgen und Publikationen werden teilweise absolute Druckwerte als Zielgröße für eine erfolgreiche Versorgung angegeben (z. B. 200 kPa). Dabei wird u. a. übersehen, dass diese Zielgröße unter fest definierten Bedingungen und mit einem bestimmten Messsystem ermittelt wurde. Daher war das Ziel dieser Studie, die Druckwerte bei verschiedenen Alltagsbewegungen mit zwei verschiedenen, auf dem deutschen Markt häufig vertretenen, frisch kalibrierten, Druckverteilungseinlegesohlen (S1 und S2) zu bestimmen und zu vergleichen. Die Abbildung zeigt den durchschnittlichen Maximaldruck am Beispiel des Gehens in den aufgeführten Fußregionen.
In allen Fußregionen unterscheiden sich nicht nur die erhobenen Druckwerte signifikant (*, p<0,05) zwischen den beiden getesteten Druckverteilungseinlegesohlen. Es liegen auch unterschiedliche Druckverhältnisse zwischen S1 und S2 in den unterschiedlichen Fußregionen vor. So werden am Rückfuß mit System S2 etwa 75% höhere Werte gemessen als mit System S1, während im Vorfuß der Unterschied bei 135% liegt. Diese Auffälligkeiten zeigten sich auch bei den anderen untersuchten Alltagsbewegungen.

Die Druckdifferenzen werden durch diverse Unterschiede zwischen den verschiedenen Druckeinlegesohlen hervorgerufen wie z. B. Anzahl der Sensoren, Sensortyp, Sensorgröße, …

Aus diesem Grund ist ein Vergleich von absoluten Druckwerten aus wissenschaftlicher Sicht unzulässig.

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