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Step-by-Step

Die obige Grafik verdeutlicht das Zusammenspiel der drei Komponenten des neu entwickelten Citizen Science Payback Frameworks. Eine Erläuterung zu den ursprünglichen Komponenten des Payback Frameworks ist unter "Mehr zu dem Tool" - "Payback Framework" zu finden.

1. Beginnen Sie zunächst mit dem Grad der externen Beteiligung, der im linken Teil der obigen Grafik dargestellt ist. Bewerten Sie für jede Phase Ihres Projektes, inwieweit es Bürger einbezieht. Es gibt vier Stufen der Bürgerbeteiligung, beginnend mit 

  • keiner Beteiligung, 
  • Mitwirkung, d. h. Beteiligung in begrenztem Umfang, z. B. bei der Beschaffung von Daten und Informationen,
  • Zusammenarbeit, die eine Beteiligung in moderatem Umfang beinhaltet und
  • Ko-Kreation, bei der die Bürger*innen in alle Phasen des Projekts als gleichwertige Partner einbezogen werden.

Bewerten Sie den Grad der externen Beteiligung der Bürger*innen für jede Phase Ihres Projektes.


2. Nachdem Sie für jede Projektphase bewertet haben, inwiefern hier Bürger*innen einbezogen wurden, führen Sie die Projektevaluation basierend auf dem Payback Framework durch. Hierfür steht ein Fragenkatalog zum Download zur Verfügung. Bei jeder Phase, in der die Bürgerbeteiligung als "Zusammenarbeit" oder "Ko-Kreation" bewertet wurde, sollten die Bürger*innen bei der Evaluation durch den Fragebogen eingebunden werden.

Mehr zu dem Tool

Bürgerwissenschaften

Bürgerwissenschaft kann als die Beteiligung von Bürger*innen an wissenschaftlichen Prozessen definiert werden, die nicht institutionell mit einem bestimmten Wissenschaftsbereich verbunden sind (Bonn et al. 2016). Für einige Wissenschaftler*innen bedeutet der Begriff die Beteiligung der Öffentlichkeit an der wissenschaftlichen Forschung. Diese Wissenschaftler*innen verstehen Partnerschaften zwischen Bürger*innen und Wissenschaftler*innen als Möglichkeit, große Datensätze zu erstellen und zu bearbeiten. Für andere ist Bürgerwissenschaft ein Schritt hin zu einer wissenschaftlichen Demokratie, in der sich Bürger*innen und Wissenschaftler*innen als gleichberechtigte Partner an Forschungsprojekten beteiligen (Bonney et al. 2016). Bonney et al. (2009) haben drei Modelle für die Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt, die als drei Stufen mit zunehmenden Einfluss der Bürger*innen betrachtet werden.

  • Stufe null umfasst Projekte, bei denen keine Bürgerbeteiligung stattfindet. Damit wird das Payback-Framework mit seiner akademischen Perspektive und dem unidirektionalen Wissensaustausch beibehalten.
  • Die erste Stufe umfasst Projekte, bei denen die Bürger*innen in erster Linie nur Daten beisteuern.
  • Die zweite Stufe umfasst kollaborative Projekte, bei denen die Bürger*innen bei bestimmten Forschungsschritten mitwirken.
  • Die dritte Stufe schließlich umfasst gemeinsam von Wissenschaftler*innen und Bürger*innen konzipierte Projekte, bei denen die Bürger*innen an den meisten, idealerweise an allen Projektschritten beteiligt sind (Bonney et al. 2009).

Payback Framework

Das Payback Framework ist ein effektiver Ansatz zur Bewertung von wissenschaftlichen Projekten, die einen breiteren öffentlichen Nutzen erzeugen (Donovan 2011). Es kombiniert zwei Komponenten. Erstens das Logikmodell, das den Projektprozess darstellt, und zweitens ein Klassifizierungssystem, das fünf Dimensionen des Nutzens erfasst: Wissen, Nutzen für die Forschung, politischer und administrativer Nutzen, Nutzen für den Gesundheitssektor und allgemeiner wirtschaftlicher Nutzen (Donovan und Hanney 2011).

Das Logikmodell besteht aus sieben Stufen (Stufen 0-6) und zwei Schnittstellen, wie oben grafisch dargestellt. Die sieben Phasen gehen von einer Input-Output-Perspektive aus und beschreiben das zugrundeliegende Forschungsprojekt von seinem Beginn (Phase 0) bis zum Endergebnis (Phase 6) (Buxton und Hanney 1996; Donovan und Hanney 2011). Die beiden Schnittstellen sind:

  • Schnittstelle A: Projektspezifikation, -auswahl und -inbetriebnahme und
  • Schnittstelle B: Verbreitung, die das Projekt mit seinem Umfeld verbindet und die Interaktion zwischen Forscher*innen und potenziellen Nutzern aufzeigt (Greenhalgh et al. 2016).

Feedbackschleifen innerhalb des Modells sorgen dafür, dass die nichtlinearen Prozesse von Projekten berücksichtigt werden (Greenhalgh, Raftery, Hanney und Glover 2016).

Das Klassifizierungssystem beschreibt den bewerteten Nutzen. Die fünf Dimensionen aus dem ursprünglichen Payback Framework sind:

  • Wissen
  • Nutzen für die Forschung
  • Politischer und administrativer Nutzen
  • Nutzen für den Gesundheitssektor und
  • Allgemeiner wirtschaftlicher Nutzen (Buxton und Hanney 1996; Donovan und Hanney 2011; Greenhalgh, Raftery, Hanney und Glover 2016).

Klautzer et al. (2011) passten den Payback Framework an die Beschäftigungsforschung an und schlugen vor, den Rahmen für die Sozialwissenschaften zu verallgemeinern. Die wichtigste Anpassung bestand darin, "Nutzen für den Gesundheitssektor" durch "Auswirkungen auf die Praxis" zu ersetzen. Nutzen kann in allen Phasen des Logikmodells entstehen.



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