Die Befragungen von Forschungskunden waren weltweit die erste Studien zu Erwartungen und zur Kundenzufriedenheit von Forschungskunden.

Ausgangspunkt für die Untersuchungen war, dass häufig Unternehmen auf F+E-Einrichtungen zukommen und ein konkretes Problem anführen. Ausgehend von diesem Bedarf sind Unternehmen die Kunden von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Befragungen von Forschungskunden wurden bisher in den folgenden Ländern durchgeführt:

  • Deutschland
  • Australien
  • Südafrika 
  • Japan
  • Portugal

In den Studien wurden u. a. erfasst, welche Anforderungen von den Forschungskunden an die Forschungsanbieter gestellt und in welchem Ausmaß diese Anforderungen erfüllt werden, welche Informationsquellen Forschungskunden nutzen, um sich über Forschungsanbieter zu informieren und wie die Entscheidungsprozesse über die externe Vergabe von Forschungsaufträgen ablaufen.

Ziel der Studien war es, den Forschungsanbietern diejenigen Informationen an die Hand zu geben, die sie benötigen, um die Bedarfe der Kunden zu erkennen. Eine Win-Win Situation wird dann erreicht, wenn sie sich darauf einstellen und den Forschungskunden genau die Leistung anbieten, die diese benötigen. Einerseits werden damit Drittmittel für Forschungsanbieter generiert, andererseits wird die Innovationskraft der Wirtschaft gestärkt.

Die wichtigsten Faktoren für Forschungskooperationen von Unternehmen mit externen Forschungseinrichtungen waren aus Sicht der Kunden in Deutschland das erzielte Ergebnis, die Kompetenz der Forschungsinstitution sowie das Preis-Nutzen-Verhältnis. In diesen Punkten werden seitens der befragten Unternehmen die höchsten Anforderungen an die Forscher gestellt, wobei der Grad der tatsächlichen Erfüllung deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Von den befragten Unternehmen werden auch diverse potenzielle Umbrüche im Umfeld des unternehmerischen Handelns mit deutlich unterschiedlicher Bedeutung wahrgenommen (siehe Abbildung). Interessant ist die Einschätzung der Befragten auch hinsichtlich ihrer Einschätzung, inwieweit die Veränderungen vorhersehbar sind und bewältigt werden können. Für die Hochschulen bedeuten diese Befunde, dass sie ihr Leistungsspektrum ein Stück weit auf die ersten Positionen ausrichten sollten: das gilt für die Prognosefähigkeit als auch für die Instrumente des Change Management und die Bewältigungsstrategien.

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