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Zusage zum Studienplatz hängt auch von anderen Kriterien ab


Um einen Studienplatz für einen zulassungsbeschränkten Studiengang (Studiengang mit NC) zu bekommen, sind bei der Bewerbung verschiedene Kriterien wichtig. Das bekannteste ist die Note der Hochschulreife (für Bachelorstudiengänge) bzw. die Note des Bachelorabschlusses (für Masterstudiengänge). Dabei werden die Studienplatze rein nach der Durchschnittsnote vergeben. Das heißt, Bewerber*innen mit guten Noten haben in der Regel gute Chancen auf einen Studienplatz.

Es zählt aber nicht nur die Abi- oder Bachelornote. Ob Sie zugelassen werden, das heißt, ob Sie einen Studienplatz erhalten, hängt auch ab von dem "Auswahlverfahren der Hochschule" (AdH). Bei dem Auswahlverfahren legt die FH Münster zusätzliche Kriterien fest, nach denen Bewerber*innen ausgewählt werden. Oft verbessern sich dadurch die Chancen auf eine Zusage und Sie kommen dank der weiteren Auswahlkriterien zu Ihrem Wunschstudienplatz.

 


Auswahlverfahren der Hochschule - Was ist das?


Das "zusätzliche" Auswahlkriterium kann dabei entscheidend sein, ob Sie eine Zusage für das Studium bekommen. Welches das ist, hängt von dem einzelnen Studiengang ab. Es gibt ganz unterschiedliche Kriterien. Das sind die Wichtigsten:

Eignungsprüfung oder Auswahlgespräch

  • Hier geht es darum, wie gut Sie in der Eignungsprüfung oder im Auswahlgespräch vor der Bewerbung abschneiden.
  • Nach dem Test bzw. Interview erhalten Sie eine "zusätzliche" Note. Wenn die Studienplätze vergeben werden, wird darauf geschaut, welche Abi- bzw. Bachelornote Sie mitbringen und welche Punktzahl Sie in der Eignungsprüfung bzw. im Auswahlgespräch bekommen haben. Beide Noten werden miteinander verrechnet und ergeben eine neue Note - die Verfahrensnote. Diese entscheidet schließlich, ob Sie zugelassen werden.
  • Die Teilnahme am Test bzw. Interview ist obligatorisch.

Wartezeit, Berufserfahrung, praktische Tätigkeiten

  • Hier geht es darum, wie viele Wartesemester, welche einschlägigen Berufserfahrungen oder relevanten praktische Tätigkeiten Sie mitbringen.
  • Mit diesen Voraussetzungen verbessern Sie Ihren Abi- oder Bachelorschnitt um einige Kommastellen. Die zu Ihrem Gunsten "korrigierte" neue Note heißt ebenfalls Verfahrensnote. Können Sie Ihre Verfahrensnote verbessern, ist das eine "Bonierung". Falls Sie keine Wartesemester gesammelt haben oder keine berufliche Tätigkeit nachweisen können, nehmen Sie trotzdem teil am Zulassungsverfahren.
  • Diese Kriterien sind fakultativ.
Auf den Punkt gebracht: Je nachdem, wie gut Sie in dem "zusätzlichen" Kriterium abschneiden bzw. ob Sie gewisse Voraussetzungen mitbringen, können Sie Ihre Bewerbungschancen erhöhen.

Gut zu wissen

  • In den meisten Bachelorstudiengängen werden die freien Plätze neben der Abschlussnote nach nur einem weiteren Kriterium vergeben, nämlich der Wartezeit.
  • Einige Bachelor- und Masterstudiengänge haben gleich mehrere Kriterien, nach denen die Kandidat*innen ausgewählt werden. Welche Studiengänge das sind, finden Sie in dieser Übersicht:

 


Wartesemester heben Notenschnitt


Bachelor: Wenn die Studienplätze vergeben werden, ist das zweite Auswahlkriterium in der Regel die Wartezeit. Das heißt, ob Sie einen Bachelorstudienplatz erhalten, hängt meist davon ab, welche Durchschnittnote Sie im Abschlusszeugnis und wie viele Wartesemester Sie haben. Beides zusammengerechnet ergibt die Verfahrensnote. Mit der Verfahrensnote bewerben Sie sich schließlich um den Studienplatz.

Ein Wartesemester ist ein Halbjahr. Es wird ab dem Zeitpunkt gezählt, ab dem Sie Ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben. Nehmen Sie Ihr Studium also zu einem späteren Zeitpunkt auf, sammeln Sie Wartesemester. Das hebt Ihren Abi-Schnitt um einige Kommastellen. Ihre verbesserte Abi-Note ist die Verfahrensnote (auch Bonierung genannt).

Pro Wartesemester heben Sie Ihre Abi-Note um den Wert von 0,1. Allerdings können Sie sich höchstens 7 Wartesemester anrechnen lassen, also Ihre Note maximal um den Wert von 0,7 "nach oben korrigieren". Eine Wartezeitquote gibt es an der FH Münster nicht.

Gut zu wissen: Der Studiengang "Design" (Bachelor) ist eine Ausnahme. Hier gibt es keine Bonierung durch die Wartezeit, aber eine Wartezeitquote. Das bedeutet, Ihre Bewerbungschancen sind unabhängig von Ihrer Note dann gut, wenn Sie viele Wartesemester gesammelt haben. Mehr dazu lesen Sie unter "Design (Bachelor).

Master: Wartesemester spielen bei der Bewerbung für ein Masterstudium keine Rolle.

 


Mit Wartesemestern Bewerbungschancen verbessern: ein Rechenbeispiel


Ein*e Bewerber*in hat einen Abi-Schnitt von 2,4 und möchte sich auf den Bachelorstudiengang "Immobilien- und Facility Management" bewerben. Da die Person 6 Wartesemester gesammelt hat, hebt sich der Schnitt um den Wert von 0,6. Das heißt, im Ergebnis bewirbt sich die Person für den Studiengang "Immobilien- und Facility Management" mit einer deutlich besseren Verfahrensnote von 1,8.

Abi-Note  2,4
Bonierung durch 6 Wartesemester -0,6
Verfahrensnote  1,8
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