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Palliative Care (Master)

Kurzübersicht

AbschlussgradMaster of Arts (M.A.)
FachbereichGesundheit
StudienortMünster
Studienformberufsbegleitend, Teilzeitstudium
StudienbeginnSommersemester
Regelstudienzeit6 Semester
UnterrichtsspracheDeutsch
Semesterbeitrag293,44 € (Wintersemester 2019/20)

Voraussetzungen und Bewerbung

NC Nein
VorpraktikumNein
Weitere Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme oder Fortsetzung des Studiums im Masterstudiengang Palliative Care an der FH Münster ist ein einschlägiger erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit einer Regelstudienzeit von mindestens 6 Semestern. Der einschlägige erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss wird regelmäßig nachgewiesen durch einen Abschluss im Bereich Pflege-, Gesundheits- und Sozialwissenschaften und verwandten Bereichen. Absolventinnen und Absolventen verwandter Bereiche können ausnahmsweise zugelassen werden. Die erforderlichen Feststellungen trifft der Prüfungsausschuss nach Vorlage geeigneter Unterlagen und evtl. nach einem persönlichen Fachgespräch. Die entscheidungserheblichen Feststellungen sind zu dokumentieren.

Bewerbung zum StudiengangDer Masterstudiengang Palliative Care beginnt immer zum Sommersemester. Bewerbungsschluss ist der 29. Februar 2020. Ihren Bachelorabschluss können Sie spätestens bis zum 30. April 2020 nachreichen.

Ausführliche Informationen zum Studiengang

Mit dem neuen Masterstudiengang "Palliative Care" bietet der Fachbereich Gesundheit einen interprofessionellen akademischen Bildungsgang auf höchstem Niveau an, der für aktuelle und zukünftige Herausforderungen einer palliativen Begleitung und Versorgung in unterschiedlichen Versorgungssettings qualifiziert. Im Zentrum steht die professionelle und wissenschaftsbasierte Pflege, Begleitung und Versorgung von schwer erkrankten und sterbenden Menschen und ihre Familien in Lebensverlauf. Sowohl die Versorgung erkrankter Kinder als auch die Situation schwer chronisch oder akut erkrankter Erwachsener und hochaltriger Menschen werden thematisiert und aus verschiedenen Perspektiven bearbeitet.

Mit dem Angebot reagiert die FH Münster auf Forderungen aus der Praxis, Wissenschaft und Politik:

Für die Bearbeitung komplexer, sektoren- und altersgruppenübergreifender Problemstellungen und die Implementierung und Etablierung von konzeptionellen Versorgungsansätzen und Innovationen, ist es notwendig, die "Masterstudiengänge voranzubringen und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu intensivieren" (SVR 2014, S. 269).

Der Studiengang integriert gesundheits- und pflegewissenschaftliche, sozial- und geistes- sowie kulturwissenschaftliche Perspektiven und ist für unterschiedlichste Professionen als Masterstudienangebot von Relevanz. Neben Pflege- und Gesundheitswissenschaftler*innen können sich auch Sozialwissenschaftler*innen, Religionspädagog*innen, Therapiewissenschaftler*innen und weitere Professionen, die in die Palliativversorgung integriert sind und mindestens einen Bachelor- oder Diplomabschluss nachweisen können, bewerben.

"Wir sehen in der Vielfalt den Mehrwert und wollen disziplinübergreifend miteinander lernen und arbeiten, ohne eine monodisziplinäre Reflexion und Profilschärfung zu vernachlässigen", so die Studiengangsleitungen Prof. Dr. Oetting-Roß und Meike Schwermann, die beide schon seit vielen Jahren im Feld Palliative Care tätig sind.

Ziele des Studiengangs

Ziel des Studiums ist es, wissenschaftliches Handeln in die Versorgungsstrukturen der palliativen Versorgung zu implementieren und weiterzuentwickeln. Hierzu werden die Studierenden befähigt, wesentliche Elemente der Palliativversorgung systemorientiert, fachwissenschaftlich und -praktisch zu analysieren, zu reflektieren und systematisch in die Arbeitspraxis zu integrieren.

Hierzu werden u. a. folgende fachliche Qualifikationsziele der palliativen Versorgung behandelt:

  • Das körperliche Wohlbefinden während des Krankheitsverlaufs evidenzbasiert fördern.
  • Den psychologischen Bedürfnissen des Patienten gerecht werden.
  • Den sozialen Bedürfnissen des Menschen in der letzten Lebensphase gerecht werden.
  • Den spirituellen und existentiellen Bedürfnissen des Menschen im Krankheitsverlauf und in der letzten Lebensphase gerecht werden.
  • Die Bedürfnisse der Angehörigen und Familien eines Menschen in der letzten Lebensphase in Bezug auf kurz-, mittel- und langfristige Umsorgungsziele theoriegeleitet analysieren und entsprechend handeln.
  • Klinische und ethische Entscheidungsfindung in der Palliativversorgung initiieren, moderieren und evaluieren.
  • Umfassende Versorgungskoordination und interprofessionelle Teamarbeit durch alle Settings hindurch, in denen Palliativversorgung angeboten wird, methodengestützt umsetzen.

 

Um diese Qualifikationsziele zu erreichen, sollen die Studierenden über Kompetenzen verfügen, die zur Bearbeitung von neuen komplexen Aufgaben- und Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in einem wissenschaftlichen Fach oder in einem strategieorientierten beruflichen Tätigkeitsfeld benötigt werden. Hierzu werden folgende Kompetenzen zielgerichtet gefördert:

  • Klinische Kompetenz
  • Forschungskompetenz
  • Führungskompetenz
  • Interprofessionelle Kompetenz
  • Lernkompetenz

(ausführliche Inhalte siehe Modulhandbuch)

Berufsfelder

Palliative Care versteht sich als interdisziplinäres Konzept, welches in allen Bereichen, Settings und Sektoren des Versorgungssystems von Bedeutung ist und als "Early Integration" auch neben einem kurativen Pflege- und Versorgungsansatz stehen kann.

Nach dem Masterstudium können Absolventen in unterschiedlichen Bereichen in höchst anspruchsvollen beruflichen Aufgabenfeldern tätig sein, ihre Expertise einbringen und Verantwortung übernehmen. Hierzu zählen u. a.:

  • spezialisierte Palliativversorgung für ausgewählte Zielgruppen in interprofessionellen Expertenteams
  • Hospizarbeit in seinen unterschiedlichen Facetten
  • Entwicklung, Implementierung und Steuerung palliativer Strategien in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung
  • Weiterentwicklung, Leitung und Koordination stationärer und ambulanter palliativer Versorgungsstrukturen
  • Konzeptionelle Arbeit, bspw. bei Leistungsträgern, Leistungserbringern oder im Öffentlichen Dienst
  • Verbandsarbeit
  • wissenschaftliche Mitarbeit an Hochschulen, Forschungsinstituten oder Stiftungen

Studienverlauf und Inhalte

Der Studiengang ist berufsbegleitend konzipiert und beträgt in der Regelstudienzeit sechs Semester. Beginn ist immer zum Sommersemester eines jeden Jahres. Die Veranstaltungen finden während der Vorlesungszeit von Montag bis Mittwoch statt; alle Termine werden frühzeitig bekannt gegeben. Den genauen Ablauf sowie die Modulübersicht entnehmen Sie bitte dem Studienverlaufsplan (Link).

Sie erhalten Kenntnisse und Fertigkeiten, um implementationsfähige und evidente Maßnahmen in der palliative Versorgung zu entwickeln und diese eigenverantwortlich umzusetzen. Durch die interdisziplinäre Perspektive fördern die Inhalte des Studiums Ihre persönliche und fachliche Sicht- und Denkweise.

Um Sie hierzu zu befähigen, liegen in der ersten Studienphase die Schwerpunkte in einer wissenschaftsbasierten Versorgungspraxis (Fachkompetenz) sowie einer theoriegeleiteten Reflexion. Hierzu besuchen Sie Veranstaltungen wie "Sterben und Tod in unterschiedlichen Lebensphasen", "Komplexe Interventionen im Handlungsfeld Palliative Care" sowie "theorien- und methodengeleitete Fallreflexion".

Darauf aufbauend erwerben Sie in der nächsten Studienphase neben Führungskompetenzen Erkenntnisse der Forschungsmethodologie in Theorie und Praxis. Hierzu belegen Sie Veranstaltungen wie "Forschung mit vulnerablen Gruppen" und haben die Möglichkeit, in einem Praxisprojekt ihr erworbenes Wissen im Feld der Palliativversorgung bei Praxispartnern anzuwenden und zu erproben. In verschiedenen Modulen haben Sie Gelegenheit, einen individuellen Schwerpunkt (bezogen auf Klientengruppen, Settings oder Aufgaben) zu entwickeln und so Ihre Expertise in einem spezifischen Themenbereich auszubauen. Im sechsten Semester entwickeln und schreiben Sie die Masterarbeit und schließen Ihr Studium mit dem Titel "Master of Arts" ab.

Besonderheiten und Vorzüge

Neben der interdisziplinären Ausrichtung, die dadurch gewährleistet ist, dass Professor*innen fachbereichsübergreifend die Inhalte gestalten, ist der Studiengang in seiner sowohl empirischen und hermeneutischen Sichtweise einzigartig. Die Studierenden lernen in kleinen Gruppen und werden individuell durch die Lehrkräfte betreut und gefördert. Anspruch ist es, die neusten theoretischen Erkenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen, um die Studierenden auf eine hoch anspruchsvolle Tätigkeit in der palliativen Versorgung sowie einer wissenschaftlichen Karriere bestmöglich vorzubereiten.

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