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Sinje Brinkmanns Schwerpunkt liegt im Projekt auf der qualitativen Erhebung. (Fotos: Fachbereich Sozialwesen)
Ihr Kollege Armin Küchler nimmt dagegen die quantitativen Methoden in den Fokus.

Wie wirkt sich die Nutzung von digitalen Plattformen auf das nachbarschaftliche Zusammenleben im ländlichen Raum aus? Welche Effekte zeigen sich insbesondere im Hinblick auf die drei Dimensionen Daseinsvorsorge, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Nachbarschaft? Diese Fragen untersuchen Sinje Brinkmann und Armin Küchler. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin und der wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten seit Beginn des Sommersemesters im Projekt Digitales Dorfleben unter der Leitung von Dr. Sebastian Kurtenbach. Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt läuft über drei Jahre. Sowohl Brinkmann als auch Küchler haben unter anderem Soziologie in Bielefeld studiert und in der Vergangenheit bereits mit Kurtenbach zusammengearbeitet.

"Von den Kolleginnen und Kollegen hier am Fachbereich sind wir sehr offen und herzlich aufgenommen und eingeführt worden, soweit das coronabedingt aktuell möglich ist", berichtet Küchler. "Obwohl wir derzeit meist im Homeoffice arbeiten, haben wir uns in unserer Arbeitsgruppe schon ein paar Mal getroffen, natürlich unter strenger Beachtung der hygienischen Vorgaben", ergänzt seine Kollegin.

Seit dem Projektstart haben sie zunächst den Stand der Literatur zum Projekt aufgearbeitet, und sich mit den theoretischen Grundlagen befasst. Außerdem haben sie sich auch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in anderen Hochschulen vernetzt, die an ähnlichen Projekten arbeiten. Aktuell laufen gerade die Feldvorbereitung und die Kontaktaufnahme zu ausgewählten Repräsentanten der am Projekt beteiligten Dörfer. Insgesamt sollen nämlich acht Dörfer näher unter die Lupe genommen werden, vier Ankerdörfer und vier regionale Vergleichsbeispiele. "Dabei gehen wir mit einem Mixed-Methods-Ansatz vor", erläutert Brinkmann. "Pro Ankerdorf werden wir zehn qualitative Interviews durchführen. Außerdem ist auch eine quantitative Erhebung mit ungefähr 150 standardisierten Interviews geplant."

Die gebürtig aus Hannover stammende Pädagogin und Soziologin plant eine Promotion zum Thema Konstruktion von Familien im ländlichen Raum. Mit dem Thema Familien hat sie sich auch schon während ihres Bachelor- und ihres Masterstudiums näher befasst und als Juniorprojektmanagerin für die Bertelsmann Stiftung eine Evaluation zur Familiengerechtigkeit in deutschen Kommunen erstellt.

Küchler plant ebenfalls zu promovieren. Bei ihm soll es um öffentliche Meinungsbildungsprozesse in digitalen sozialen Netzwerken gehen. Der Politikwissenschaftler und Soziologe wird dabei den Schwerpunkt auf Populismus legen und die Dynamiken näher untersuchen, mit denen sich populistische Meinungen verbreiten beziehungsweise reproduzieren. Während seines Studiums hat er sich bereits intensiv mit Rechtspopulismus und Extremismus befasst, aber auch als Freelancer in Markt- und Meinungsforschung Instituten gearbeitet.

Neben ihrer Forschungstätigkeit werden Brinkmann und Küchler im Wintersemester gemeinsam ein Theorie- und Praxisseminar im Bachelor Soziale Arbeit anbieten und dadurch die Studierenden in die Erhebungsarbeit des Forschungsprojekts mit einbeziehen. "Wir wissen beide noch, welchen großen Mehrwert es hat, durch eigene Erfahrung zu verstehen, wie genau wissenschaftliche Studien eigentlich entstehen."

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