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Wie leben Roma in ihren Herkunftsländern?

FH Münster präsentiert Ergebnisse einer Feldforschung im südbulgarischen Plovdiv


Münster (2. Oktober 2019). Armutsmigration macht zwar nur einen geringen Teil der gesamteuropäischen Binnenmigration aus. Trotzdem wird sie häufig als problematisch wahrgenommen, da sie überwiegend in ohnehin ökonomisch stark belasteten Kommunen, wie beispielsweise Duisburg und Dortmund, auftritt. Insbesondere Angehörige der Roma-Minderheit sind in ihren Herkunftsländern von Armut und Diskriminierung betroffen. Aber wie genau sind ihre Lebensumstände dort eigentlich? Dieser Frage gingen Studierende des Fachbereichs Sozialwesen der FH Münster unter Leitung von Dr. Sebastian Kurtenbach am Beispiel Bulgariens nach. In Plovdiv-Stolipinovo, dem größten bulgarischen Roma-Viertel, führten sie Interviews zu den Themen Diskriminierung, Armut und Teilhabe sowie zu transnationalem Familienleben. Ihre wichtigsten Ergebnisse präsentieren sie am Montag (7. Oktober) von 16 bis 19:30 Uhr im Bennohaus, Bennostraße 5, in Münster. Kooperationspartner dieser Veranstaltung sind die Gesellschaft für bedrohte Völker und das Roma Center Göttingen. Alle Interessierten sind eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Die Geschichten der Menschen in Plovdiv haben uns sehr berührt“, berichtet ein Student der Projektgruppe. „Es gab fast keinen, für den Diskriminierung nicht allgegenwärtig ist.“ Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sind insbesondere im Kontext von EU-Migration und dem Entstehen von transnationalen Räumen wie zum Beispiel in der Dortmunder Nordstadt oder in Duisburg-Marxloh nicht nur für die Praxis Sozialer Arbeit relevant.


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