WAU-App nun verfügbar

Studierende der FH Münster gestalten Anwendung, mit der Hundebesitzer*innen ihre Vierbeiner besser kennenlernen können


Münster (20. Dezember 2021). Auch Tiere haben Gefühle. Das wissen zum Beispiel Besitzer*innen von Hunden sehr genau. Da man Vierbeiner allerdings nicht einfach fragen kann, wie sie sich fühlen oder wie es ihnen geht, suchen Wissenschaftler*innen derzeit nach geeigneten Indikatoren, die einen Rückschluss auf ihre Emotionen erlauben. Hundebesitzer*innen können diese Forschung, die das Wohlergehen der Tiere im Fokus hat, unterstützen, indem sie die neue App WAU nutzen. Diese ist ab sofort kostenlos im App- und Playstore erhältlich. Gestaltet und illustriert wurde sie von Studierenden des Fachbereichs Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD).

WAU ist in Kooperation mit Wissenschaftler*innen des Instituts für Neuro- und Verhaltensbiologie der WWU Münster entstanden, und zwar im Rahmen eines Citizen Science Projektes. Ziel solcher Projekte ist die aktive Beteiligung von Bürger*innen in den Forschungsprozess, um so neues Wissen zu schaffen. Im aktuellen Projekt soll das Zusammenspiel von lateralisiertem Verhalten, − also den Seitenpräferenzen bei verschiedenen Aktivitäten − Emotionen und Persönlichkeit bei Hunden untersucht werden. Es gibt nämlich erste Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Seitenpräferenzen und Emotionen.

„Die Expert*innen der Verhaltensbiologie der Universität Münster kamen auf uns zu, um für dieses spannende Projekt gemeinsam mit Studierenden ein anwenderfreundliches Screendesign sowie erklärende Illustrationen und Animationen zu entwickeln“, erklärt Prof. Tina Glückselig, Professorin für interaktive und Online-Medien von der MSD. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Ihre Kollegin Prof. Cordula Hesselbarth, Professorin für mediengestützte Informations- und Wissenschaftsillustration, ergänzt: „Es war eine große Herausforderung für die Studierenden exakte und eindeutig lesbare Darstellungen von Mimiken und Körpersprachen der Haustiere zu erarbeiten sowie funktionsfähige Benutzeroberflächen zu entwerfen. Die Zusammenarbeit der studentischen Teams aus Illustrator*innen und Mediendesigner*innen hat enorme Lernerfolge und spannende Ergebnisse hervorgebracht.“ Die beiden Designprofessorinnen hatten das Teilprojekt der FH Münster gemeinsam geleitet.

„Es ist toll, unsere kreativen Ideen nun in einer echten App zu sehen. Besonders die Hundebesitzer*innen unter uns freuen sich darauf, die App endlich nutzen zu können“, sagen die Studentinnen Sarah Köster und Sophie Rüthers, die am Projekt beteiligt waren. „Die Studierenden waren wirklich sehr engagiert – weit über die eigentliche Studienarbeit hinaus“, betont Glückselig. „Es ist immer ein besonders großer Motivationsanreiz, wenn die Entwürfe aus den Projektseminaren nicht in der Schublade landen, sondern tatsächlich in ein konkretes Ergebnis umgesetzt werden“, erklärt Hesselbarth. „Daher legen wir in der Lehre großen Wert auf die Kooperation mit Partner*innen aus der Praxis.“

Zum Thema: Die Ausbildung am Fachbereich Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD), schließt das gesamte Designspektrum durch die vier angebotenen Schwerpunkte Kommunikationsdesign, Illustration, Mediendesign und Produktdesign ein. Sie bietet den Studierenden ein ungewöhnlich offenes Feld für experimentelle Gestaltungen und zielbezogene Denkansätze, die optimal für den beruflichen Alltag vorbereiten. Neben dem Bachelorstudiengang Design bietet der Fachbereich den Masterstudiengang Design an.




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