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Das untere der beiden Fotos ist vor ein paar Wochen entstanden, als ich für einen Monat meine Gastfamilie und Freunde in Brasilien besucht habe. In zehn Jahren bin ich nun mittlerweile sechs Mal nach Brasilien geflogen und habe dort insgesamt fast vier Jahre gelebt. (Fotos: privat)

Ich bin Nils, ich bin CALA-Absolvent und 26 Jahre alt. Vor fast 10 Jahren habe ich mich mit 16 in das Abenteuer Brasilien gestürzt und bin heute enger mit dem Land verbunden,  als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Aber von vorne:

In Brasilien gibt es ein Sprichwort: "Das Beste an Brasilien ist der Brasilianer". Die Aussage ist insofern erstaunlich, als das dieses Land auf den ersten Blick so viel mehr zu bieten hat, als nur seine Einwohner:  Beispielsweise einzigartige Musik, hohe Fußballkunst, unterschiedlichste Bräuche , viel wirtschaftliches Wachstumspotenzial und wunderschöne Schätze der Natur. Doch während meines einjährigen Jugendaustausches merkte ich schnell, wieviel Wahrheit in diesem Sprichwort steckt.  Meine große Gastfamilie (auf dem Foto sieht man meine Brüder und meine Cousinen, oben vor 10 Jahren und unten im Jahr 2019) behandelte mich von Tag eins an wie einen weiteren Sohn und sorgte dafür, dass dieses Jahr für mich für immer unvergesslich bleiben wird.  Schnell lernte ich, wie wichtig der Familienzusammenhalt in Brasilien ist und wurde zu einem festen Bestandteil. 

Im Fall meiner Gastfamilie kann man den Zusammenhalt wohl am besten räumlich illustrieren:  Einzig meine Gastmutter wohnte vier Straßen entfernt von ihrer alleinstehenden Mutter. Alle drei Geschwister meiner Gastmutter wohnten samt Ehepartner und Kindern direkt in den Häusern drum herum. Und so lief es während meines Austausches oft so, dass ich mich mit meinen Geschwistern und Cousins einfach bei Oma Nilda in der Mitte traf. Diese Konstellation ist sicherlich auch in Brasilien besonders. Und doch kann man schon davon sprechen, dass der Familienzusammenhalt in Brasilien oft größer ist, als in Deutschland (Vor- und Nachteile inbegriffen). Letztlich war das Austauschjahr die Basis für meine heutige enge Beziehung zu dem Land und seinen Einwohnern. Zurück in Deutschland wollte ich unbedingt, sobald es geht, nach Brasilien zurück und mit dem Studienprogramm CALA ergab sich für mich die perfekte Chance.

Gewissermaßen erlebte ich in Münster beim Studieren ein Deja-vu:  Ein herzliches Miteinander, eine familiäre Atmosphäre und der Drang, neben den betriebswirtschaftlichen auch die interkulturellen Kompetenzen zu stärken, machten CALA für mich zum perfekten Sprungbrett zu dem nächsten Abenteuer in Brasilien. Zwei Jahre studierte ich in Curitiba und lernte nun, nachdem ich meinen Jugendaustausch im mittleren Westen Brasiliens gemacht hatte, auch den Süden Brasiliens besser kennen. Auch in Curitiba schloss ich viele weitere Freundschaften, aber entwickelte mich vor allem auch beruflich weiter. Kurz stand sogar die Möglichkeit im Raum, in Brasilien zu bleiben und dort zu arbeiten, aber dann bin ich am Ende doch in Berlin gelandet.

Auch dank CALA ist ein Teil von mir heute brasilianisch. Die Brasilianer, ihre Kultur und ihre wunderschöne Sprache haben mich innerlich zu einem reichen und glücklichen Menschen gemacht. Denn es stimmt: Das Beste an Brasilien ist der Brasilianer.



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