Münster (6. Februar 2017). AACSB, AMBA, EPAS, EQUIS - das verstehen meist nur Insider. Hinter diesen Abkürzungen verbergen sich internationale Akkreditierungsorganisationen beziehungsweise Gütesiegel speziell für Business Schools. Diese sollen die Qualität und Exzellenz von wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten und MBA-Programmen dokumentieren und sind - anders als die nationalen Akkreditierungen - Kür und nicht Pflicht. Um in der internationalen Liga der Hochschulen mitzuhalten, sind sie heutzutage jedoch unerlässlich. Auch unser Fachbereich strebt eine internationale Programmakkreditierung seiner drei internationalen Studiengänge EBP (European Business Programme), CALA (Deutsch-Lateinamerikanischer Studiengang Betriebswirtschaft) und MIMS (Masterstudiengang International Marketing & Sales) an. Demnächst sollen Qualität und internationale Ausrichtung der Studienprogramme durch das Akkreditierungssystem EPAS (European Program Accreditation System) beurteilt werden.

Den Anfang für den Akkreditierungsprozess machten Prof. Dr. Ulrich Balz, Studiengangsleiter EBP, und Prof. Dr. Marcus Laumann, Studiengangsleiter CALA, die in Hongkong an einem "EPAS-Einsteigerseminar" teilnahmen. "Neue Kooperationen mit ausländischen Partneruniversitäten sind ohne internationale Akkreditierung nur schwer zu gewinnen. Ohne Akkreditierung geht nichts mehr", berichtet Balz und deutet damit auf die Notwendigkeit des Gütesiegels hin. Doch bis der EPAS-Akkreditierungsprozess abgeschlossen ist, vergehen mindestens noch zweieinhalb Jahre. In der Zeit müssen die Studiengänge mehrere Inspektionen und Begehungen durch Experten durchlaufen. Im Sommer entscheidet sich überhaupt erst, ob die Studiengänge für die Prüfungen zugelassen werden ('eligibility').

Die beiden Wirtschaftsprofessoren haben den Aufenthalt in Hongkong auch genutzt, um mit drei ortsansässigen Universitäten über mögliche Kooperationen zu sprechen. Allerdings konnten keine neuen Partnerschaften geschlossen werden. "Wir sind im asiatischen Raum sehr spät dran. Unser Fokus lag bisher auf Südamerika und Europa", erklärt Balz. Ein Wunsch der beiden Studiengangsleiter ist es, internationale Studiengänge mit Doppelabschluss auch in Asien zu verankern und den Studierenden damit ein breiteres Angebot zu bieten.

Der Erwerb des EPAS-Gütesiegels ist allerdings erst der Anfang, denn der Fachbereich strebt darüber hinaus die studiengangsübergreifende Akkreditierung durch die AACSB (Association to Advance Collegiate Schools of Business) an. Die AACSB ist die älteste und weltweit renommierteste Akkreditierungsorganisation im Bereich Business-Administration und Management. Doch bis zum Eintritt in den exzellenten Akkreditierungsklub braucht es einen langen Atem und eine permanente Optimierung im Sinne des Leitsatzes des Fachbereichs "Wir bilden Qualität".

Auf dem Weg zur Akkreditierung: Prof. Dr. Ulrich Balz (l.) und Prof. Dr. Marcus Laumann (r.) besuchten ein EPAS-Akkreditierungsseminar in Hongkong. (Foto: privat)
Auf dem Weg zur Akkreditierung: Prof. Dr. Ulrich Balz (l.) und Prof. Dr. Marcus Laumann (r.) besuchten ein EPAS-Akkreditierungsseminar in Hongkong. (Foto: privat)


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