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Prof. Dr. Olaf Arlinghaus lehrt und forscht an der MSB im Bereich Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Management. (Foto: privat)

Wir haben Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der Münster School of Business (MSB) am Fachbereich Wirtschaft zum Thema netzwerken interviewt. Vielen Dank für das Interview, Herr Prof. Arlinghaus!

 

Warum sollte man als Studierender netzwerken?

Prof. Arlinghaus: "Die Frage des 'Warum' stellt sich überhaupt nicht. Warum denn nicht? Netzwerke gelten und funktionieren in allen Bereichen des Lebens. Das gilt im Privatleben - genauso wie im Berufsleben. Ganz wichtig: Nicht die Netzwerke bereichern das eigene Leben, sondern der jeweilige einzelne Mensch, mit dem wir in Berührung kommen!"

 

Was ist das Geheimrezept für ein gutes Netzwerk?

Prof. Arlinghaus: "Das Geheimrezept liegt darin, dass man fürs Netzwerken grundsätzlich eine Liebe für Menschen im Generellen und auch eine Aufgeschlossenheit für andere Menschen und andere Denk- und Lebensweisen haben sollte. Auch sollte man keine Erwartungshaltungen an das Netzwerk haben, denn dabei kann man, wie das Wort schon sagt, Er-Warten, vielleicht sehr lange oder vergeblich auf Dinge, Reaktionen etc. warten. Vielmehr sollte man willens sein, selbst etwas zu geben. Unabhängig davon, ob man dafür einen Gegenwert erhält. Im Gegenteil! Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass ich von einigen Menschen völlig uneigennützig und generös profitieren durfte und ich niemals eine Chance hatte, mich auch nur ansatzweise zu revanchieren. Aber dafür kann ich an anderer Stelle und bei einem anderen Menschen meine Hilfe anbieten und die Person unterstützen, ohne selbst davon profitieren zu müssen. Das verstehe ich generell unter Gemeinschaft."

 

Was empfehlen Sie: Social Networking im Netz oder eine Face-to-Face-Kontaktaufnahme?

Prof. Arlinghaus: "Heute sind beide Formen des Networkings relevant. Ich erzähle sicherlich keine Neuigkeit, wenn ich sage, dass die Anzahl meiner elektronischen Kontakte, Follower oder Facebook-Freunde keine Auskunft über meine Freundschaften oder Netzwerke insgesamt gibt. Der Vorteil der elektronischen Netzwerke ist die relativ einfache Art und Weise mit Menschen in Berührung und auch in einen ersten Austausch zu kommen. Doch das 'richtige' Netzwerken ist für mich immer noch über den direkten Kontakt, das heißt durch persönliche Treffen mit ungestörter Zeit für Gespräche mit aller uns zur Verfügung stehenden Aufmerksamkeit."



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