Bekanntes TV-Format zieht mehr als 100 Teilnehmer an

Ein Semester lang haben 29 Studierende des Masterstudiengangs "International Marketing & Sales" unter der Leitung von Dr. Thorsten Kliewe an ihren Ideen gefeilt. Nun stellten sie ihre Ergebnisse an der FH Münster vor. Das Besondere daran: Die Präsentationen der Studierenden richteten sich nicht nur an ihre Kommilitonen und den Kursleiter. In diesem Jahr bekamen die Teilnehmer nach dem Vorbild des bekannten TV-Formats "Dragons' Den" (in Deutschland besser bekannt als "Die Höhle der Löwen") Feedback von Fachleuten aus der Wirtschaft, den sogenannten "Drachen". Das Format zog mehr als 100 Interessierte an. Neben Studierenden kamen auch Unternehmer sowie interessierte Arbeitnehmer aus verschiedenen Branchen.

Egal ob Reise-App, innovatives Fahrradschloss, Arbeitsvermittlung für Flüchtlinge oder Portal für Wohngemeinschaften - die hartnäckige Jury sowie ein Venture Capital Manager stellten alle Ideen auf den Prüfstand. Mit dabei als "Drachen" waren Sebastian Kotzwander (Gründer und CEO der Grünspar GmbH), Robert Levenhagen (Gründer und CEO von InfluencerDB), Hannes Schill (Investment Manager bei der eCAPITAL entrepreneurial partners AG), Thorsten Falger (Leiter Aschendorf Digital der Aschendorff Medien GmbH & Co. KG) sowie Torben Simon Meier (Gründer und CEO der Appclouds GmbH, Gründer der Gutado Internetagentur, und Gründer/CMO von Raidboxes).

Den Zuschauer-Award erhielten Wibke Lummer, Magdalena Rensing und Damla Ülber für ihr innovatives Konzept "werkeln & schlürfen", welches ein Café und eine Restaurationswerkstatt miteinander verbindet. Die "Drachen" hingegen hatte die Idee "daily's - speed up your food" von Svenja Hünies am meisten überzeugt. Dahinter verbirgt sich ein Konzept für die Lebensmittelbranche, bei dem frisch geschnittene Bio-Lebensmittel in Menü-Portionsgrößen für Kunden bereitgestellt werden. "Noch am Abend hat mir die Siegerin mitgeteilt, dass sie es ernsthaft in Erwägung zieht, sich mit der Idee nach ihrem Master selbstständig zu machen", berichtet Kursleiter Kliewe. Die Gründung eines Unternehmens sei aber nicht das Hauptziel des Kurses. Kliewe: "Der Kurs zielt darauf ab, dass die Studierenden ihr unternehmerisches Denken und Handeln weiterentwickeln und dieses in Zukunft in den verschiedensten Lebenslagen nutzenbringend einsetzen." Ob in einem Start-up, in einem innovativen Unternehmen, in einer sozialen Organisation, im Staatsdienst oder in der Wissenschaft sei dabei eher zweitrangig.

Am Ende zogen neben den Studierenden auch die Jurymitglieder ein positives Fazit. Nun wird sogar darüber nachgedacht, wie das Format auch über die Hochschule hinaus zur Förderung des Unternehmertums in Münster eingesetzt werden kann.



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