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Prof. Dr. Olaf Arlinghaus (links) vom Fachbereich Wirtschaft der FH Münster und Coach Markus Classen vor dem Workshop zum Thema "Antworten auf die Fragen des Lebens finden". (Foto: privat)

Münster (14. Juni 2018). Die Themen Sterben, Tod und Trauer sind in unserer Gesellschaft weitgehend tabuisiert. Daraus resultiert, dass der Umgang mit Menschen im Sterbeprozess oft von Angst und Unsicherheit bestimmt ist oder ganz gemieden wird. Ein Workshop von Coach Markus Classen am Fachbereich Wirtschaft der FH Münster sollte Studierenden dabei helfen einen würdigen Umgang mit Leid und Trauer zu erlernen.

Hintergrund des Workshops, der Ende Mai stattfand, ist das interdisziplinäre Projekt der FH Münster in Kooperation mit dem Verein Domfreunde e.V. zur Erweiterung der Palliativstation des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster-Hiltrup. Durch dieses interdisziplinäre Modellprojekt werden die Studierenden unweigerlich mit dem Thema Leiden und Sterben konfrontiert. Bei dem Besuch der Studierenden im beteiligten Krankenhaus, bemerkte Classen, der sich bereits seit mehreren Jahren als Coach im Pflege- und Sozialbereich mit den Themen Leid und Trauer auseinandersetzt, eine große Unsicherheit bezüglich des Verhaltens der Studierenden. Um diese Ängste abzubauen, initiierte er daraufhin einen Workshop für die im Projekt beteiligten BWL-Studierenden.

Die BWL-Studierenden erfahren von Coach Markus Classen (links), wie man sich in Situationen, die mit Leiden und Sterben zu tun haben, richtig verhält. (Foto: privat)

Das Ziel des Workshops bestand nicht nur aus reiner Wissensvermittlung, sondern strebte eine Persönlichkeitsentwicklung durch den Abbau von Berührungsängsten an. Die Studierenden konnten eigene Fragen rund um die Aspekte Leiden, Sterben, Tod, Sinn des Lebens und Ethik einbringen und ihre persönlichen Sorgen und Ängste ansprechen. Laut Workshopgeber Classen, Geschäftsführer des Coachingbüros SINN MEETS MANAGEMENT, ist es wichtig, sich mit der eigenen Endlichkeit des Seins zu beschäftigen: "Die eigenen Gefühle, zum Beispiel die eigene Angst vor Tod und Sterben, übertragen sich auf den Gegenüber. Vor allem im professionellen Kontext trägt man die Verantwortung dafür, wie man Leidtragenden begegnet."

Classen, der normalerweise eher 35- bis 55-jährige Führungskräfte coacht, empfand es als eine spannende neue Erfahrung, mit Studierenden zusammen zu arbeiten: "Es war eine Herausforderung, Alltagsbeispiele zu finden, mit denen ich auch die Lebenswelt der Studierenden getroffen habe." Dies ist ihm jedoch gut gelungen. Classens Workshop hat Spuren hinterlassen, wie Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, der den Workshop mitbetreut hat, in seinem Fazit betont: "Wir alle - und da möchte ich mich selbst nicht ausschließen - haben wichtige Erkenntnisse mit nach Hause genommen, die uns sicherlich alle noch länger beschäftigen werden. Obwohl die behandelten Themen solch elementare Bestandteile des Lebens sind, haben sie bedauerlicherweise häufig einen zu geringen Stellenwert."



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