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Corona-Virus: Ankunft in Deutschland

Für die Einreise nach Deutschland bzw. nach Nordrhein-Westfalen gibt es aufgrund der COVID-19-Pandemie spezielle Einreisebestimmungen ("Corona-Einreiseverordnung"):

Dies gilt besonders, wenn Sie aus einem Risikogebiet kommen - Sie müssen sich dann in häusliche Quarantäne begeben und sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Eventuell ist es möglich, sich bei einem Flughafen testen zu lassen.

Risikogebiete werden von der Bundesregierung definiert und vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht.
Eine Übersicht der aktuellen Risikogebiete ist auf den Seiten des Instituts zu finden (siehe Link unten).

Wenn bei Ihnen Symptome auftreten, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen, muss das Gesundheitsamt ebenfalls sofort informiert werden. Während der Quarantäne dürfen Sie die Unterkunft nicht verlassen und keinen Besuch bekommen. Die Quarantäne kann verlassen werden nach einer gewissen Dauer oder wenn ein Test durchgeführt wird und das Ergebnis negativ ist. Sie bekommen Bescheid vom Gesundheitsamt.

Es kann Strafen geben, wenn Sie sich nicht an die Regeln halten.

Bitte beachten Sie die Informationen in den untenstehenden Links und lesen Sie sorgfältig durch.

Anmeldung beim Einwohnermeldeamt

Sobald Sie einen festen Wohnsitz haben, sollten Sie sich innerhalb weniger Tage im Einwohnermeldeamt anmelden. Hierfür benötigen Sie Ihren Reisepass, den Vordruck "Anmeldung bei der Meldebehörde" sowie eine "Wohnungsgeberbescheinigung".

Aufenthaltserlaubnis

Wenn Sie mit einem Visum eingereicht sind, müssen Sie in der Regel innerhalb von 90 Tagen bei der Ausländerbehörde Ihres Wohnortes eine Aufenhaltserlaubnis beantragen.
Sie müssen dafür einen Nachweis zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes mitbringen (Sperrkonto, Verpflichtungserklärung, Stipendium). Bei Lebensunterhaltskosten von 853 Euro im Monat sind dies über 10.200 Euro pro Jahr.

Bei der Stadt Münster buchen Sie online einen Termin im Online-Kalender.
In Steinfurt werden sie von der Ausländerbehörde per Post angeschrieben und zu einem Termin eingeladen, nachdem sie sich im Einwohnermeldeamt angemeldet haben. 
In anderen Orten melden Sie sich direkt bei der Behörde und bitten um einen Termin.

Krankenversicherung

Krankenversicherungskarte

Alle internationalen Studierenden benötigen eine Krankenversicherung. Diese kann bei den deutschen gesetzlichen Krankenversicherungen abgeschlossen werden und kostet monatlich etwa 100 Euro. Der Schutz bei gesetzlichen Krankenversicherungen ist umfassend und bietet gute Leistungen.

Deutschland hat mit EU-Ländern und weiteren Staaten ein Versicherungsabkommen abgeschlossen. Studierende aus diesen Ländern besitzen eine "European Health Insurance Card" (kurz EHIC) und benötigen keine zusätzliche Versicherung; der Versicherungsschutz besteht auch in Deutschland.

Schließen die Studierenden eine private Auslandskrankenversicherung im Heimatland ab oder eine private Krankenversicherung in Deutschland, muss von einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse geprüft werden, ob die Versicherungsleistungen ausreichend und gültig sind. Darüber wird eine Bestätigung in deutscher oder englischer Sprache erstellt. Mit dieser Bestätigung ist man gleichzeitig von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit.
Zu beachten ist: Mit einer Befreiung kann zukünftig nicht mehr in eine gesetzliche Krankenversicherung gewechselt werden!

Weiterhin wird für den Aufenthalt in Deutschland eine Unfall- und Haftpflichtversicherung empfohlen.

Kosten für Lebensunterhalt

Kosten

Sie sollten mit monatlichen Kosten von über 800 Euro rechnen. Dies kann variieren je nach Ihrer Wohnsituation und sonstigen Bedürfnissen. Der größte Teil muss für die Miete eingeplant werden.

Hier sind beispielhaft die monatlichen Durschnittskosten aufgeführt (variierend):

Miete und Nebenkosten 360 €
Lebensmittel und Essen 170 €
Kleidung   60 €
Lernmittel   50 €
Krankenversicherung 105 €
Telefon, Internet   40 €
Freizeit, Kultur   40 €
Rundfunkbeitrag   18 €
GESAMT 843 €

Rundfunkbeitrag

Internationale Studierende müssen einen monatlichen Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 € bezahlen. Diese Summe wird verwendet zur Finanzierung des öffentlich-rechlichen Medienangebots. Der Beitrag wird eingezogen von "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice". Sie erhalten dazu nach Ihrem Einzug einen Brief mit der Aufforderung zur Zahlung. Bitte nehmen Sie die Zahlung ernst - es kann negative Folgen für Sie haben, wenn Sie den Betrag nicht zahlen.

Nebenjob in Deutschland

Internationale Studierende dürfen 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr arbeiten, bis zu 20 Stunden in der Woche. Bitte beachten Sie: Sie dürfen sich nicht selbstständig machen oder freiberuflich arbeiten.

Wenn Sie mehr arbeiten möchten, benötigen Sie die Zustimmung der Agentur für Arbeit und der Ausländerbehörde.

Ausnahme ist die Arbeit als "wissenschaftliche Hilfskraft", denn diese kann zeitlich unbegrenzt ausgeübt werden. Die Ausländerbehörde muss trotzdem informiert werden. 

Wenn Sie einen Sprachkurs zur Vorbereitung auf das Studium besuchen, dürfen Sie nur mit Zustimmung der Agentur für Arbeit und der Ausländerbehörde arbeiten und nur in der Ferienzeit.



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