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Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme

Der Klimawandel und die Sicherstellung der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen sind globale Herausforderungen der Zukunft. Neue Strategien und Technologien zur nachhaltigen Bewirtschaftung knapper werdender Ressourcen werden dringend benötigt. Als nachhaltiger Lösungsansatz bieten sich hier das Recycling und die Kreislaufführung der entsprechenden Stoffströme und Materialien an.

Aktuell werden in diesem Zusammenhang von der Arbeitsgruppe Flamme folgende Forschungsansätze verfolgt:

  • Elektro- und Elektronikaltgeräte (EAG) sind auf Grund ihrer steigenden Gehalte an hoch-funktionalen, strategisch relevanten Metallen eine wichtige Rohstoffquelle. Bisher existierende Recyclingverfahren sind technisch nicht auf diese Aufgabenstellung optimiert. Ziel unserer Forschung ist es, bei der Behandlung von EAG und deren Komponenten über alle Stufen der Recyclingkette, die Anreicherung von ausgewählten Metallen durch neue und optimierte Prozesse und Prozessketten zu erreichen. Damit kann die Rückgewinnung innerhalb existierender Recyclingsysteme verbessert, können Verluste minimiert und Kreisläufe geschlossen werden.
  • Die Qualitätsüberwachung mit Hilfe von Messwerten ist der übliche Weg bei der Nutzung von Abfallen als Sekundärrohstoffe. Diese Überwachung erfolgt vorwiegend durch chemische Analysen, die aber im Regelfall erst mit z. T. großer zeitlicher Verzögerung (nach der Aufbereitung bzw. Verwertung) vorliegen. So ist ein direkter Einfluss auf die Qualität des aufbereiteten Stoffstroms nicht möglich. Unsere Untersuchungen mit Onlineanalytik-Systemen (z. B. NIR-gestützt) im Bereich Ersatzbrennstoffe zeigen, dass diese hier Lösungsansätze bieten, die sich auch auf andere Stoffströme übertragen lassen.
  • Die Bauwerke des ausgehenden 20. und des 21. Jahrhunderts zeichnen sich durch eine Vielzahl an synthetisch hergestellten Bauteil- und Materialverbindungen aus, die nur schwer- oder unlösbar miteinander verbunden sind. Dies führt beim Abbruch, aber auch beim selektiven Rückbau, zu einer deutlich schlechteren Wertschöpfung der einzelnen Stoffe (und einem damit verbundenen höheren Ressourcenverbrauch) sowie zu deutlich höheren Entsorgungskosten. Es ist daher notwendig, das Gebäude als Ressourcenquelle zu sehen und bereits bei der Planung von Gebäuden, auch die Rückbauphase und die Recyclingqualität der verbauten Materialien zu berücksichtigen. Entsprechende Planungswerkzeuge werden von uns derzeit entwickelt.
TiTech Polysort
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