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KomZi - Kommunales Zirkuläres Ökosystem im Bauwesen

Gesamtziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines zirkulären, kommunalen Ökosystems, in dem öffentliche und private Bauherren ihre Materialien und Bauteile, die bei Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen im Hoch- und Tiefbau anfallen, frühzeitig erfassen und diese gezielt, ressourceneffizient und kostengünstig im Rahmen von Neu- und Umbaumaßnahmen in Zusammenarbeit mit Unternehmen durch Wieder- und Weiterverwendung sowie Recycling im Kreislauf führen können. Sie erhalten die Möglichkeit mittels eines digitalen Tools Angebot und Bedarf zu planen, koordinieren und gezielt zu steuern (Match-making). Die Entwicklung und Erprobung des hier verfolgten Ansatzes erfolgen beispielhaft mit/ in der Stadt Münster. Dessen Transfer in andere Kommunen und öffentlichen Institutionen ist ausdrücklich vorgesehen.

Art und Umfang der für die Erreichung der angestrebten Zielstellung erforderlichen Daten werden im Projekt ermittelt und in geeignete Datenstrukturen überführt. Dabei kann u. a. auf die vom IWARU entwickelte Methodik zur Berechnung des anthropogenen Materiallagers zurückgegriffen werden. Die konzeptionelle Entwicklung erfolgt am Beispiel der Stadt Münster in enger Verzahnung mit öffentlichen Planungs- und Beschaffungsprozessen, sodass eine Verknüpfung der Ergebnisse und deren Anschlussfähigkeit in anderen Kommunen gewährleistet ist. Hierzu werden von der RUB gemeinsam mit Mineral Minds digitale Verfahren zur systematischen Erfassung, Bewertung und Verwaltung des anthropogenen Lagers im Hoch- und Tiefbau im Hinblick auf die Integration und Verknüpfung mit geplanten Bauvorhaben zur Umsetzung geeigneter Ausschreibungsunterlagen entwickelt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung durchgängiger Prozesse und Technologien, die ein Matching zwischen Angebot und Bedarf für Materialien und Bauteile ermöglichen. Es werden u. a. Textbausteine für Ausschreibungen entwickelt, die bestehende nationale Ansätze für CO2-reduziertes Bauen und internationale Ansätze für zirkuläres Bauen berücksichtigen und die an die Vergaberegeln angepasst sind. Diese Texte werden gemeinsam mit der Stadt Münster evaluiert. Für die Erarbeitung und flächendeckende Umsetzung des Konzeptes ist es von entscheidender Bedeutung, die relevanten AkteurInnen auf der Anfall- und Bedarfsseite zu identifizieren und zu vernetzen. Hierzu wird durch die Stadt Münster eine vernetzende und koordinierende Stelle einer/s Circular Economy Beauftragten geschaffen. Die  assoziierten Partner: der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, der Bergische Abfallwirtschaftsverband sowie die Fact GmbH werden u.a. im Rahmen eines projektbegleitenden Ausschusses mit eingebunden.

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme
Fachbereich Bauingenieurwesen

Tel: +49 251 83-65253
Fax: 65260

flammefh-muensterde

Projektzeitraum


vom 01.05.2025 bis 30.04.2028

Kooperationspartner


Finanzierung


  • Efre Programm Circular Economy - CircularCities.NRW
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