Diskriminierungssensible und intersektionale Beratung, Therapie und Supervision: Entwicklung eines digitalen Selbstlernmoduls
Beratung findet nie im gesellschaftlichen Vakuum statt. Unterschiedliche soziale Positionierungen, Diskriminierungserfahrungen und Machtverhältnisse prägen sowohl die Lebensrealitäten von Klient*innen und als auch von Berater*innen. Gleichzeitig besteht in vielen Beratungsfeldern Unsicherheit darüber, wie diskriminierungssensible und intersektionale Perspektiven konkret in professionelles Handeln integriert werden können, ohne Menschen auf Zuschreibungen oder Benachteiligungen zu reduzieren.
Das Projekt entwickelt ein Kompetenzmodell für diskriminierungssensible und intersektionale Beratung sowie ein darauf aufbauendes digitales Selbstlernmodul für Beratende unterschiedlicher Praxisfelder. Ziel ist es, beraterische Kompetenzen zu stärken und dabei das Selbstlernmodul gleichzeitig in einen größeren Lernprozess zu stellen.
Dabei werden Perspektiven aus der Systemischen Beratung, der Intersektionalitätsforschung, diskriminierungskritischen Ansätzen sowie aus psychosozialer und pädagogischer Praxis miteinander verbunden.
Das Selbstlernmodul soll einen praxisnahen, niedrigschwelligen und zugleich wissenschaftlich fundierten Zugang zu diskriminierungssensibler Beratung ermöglichen.
Projektleitung
Prof. Dr. phil. Agostino Mazziotta
Fachbereich Sozialwesen
Friesenring 32
48147 Münster
Tel: +49 251 83-
Fax: 65702
agostino.mazziottafh-muensterde
Mitarbeitende
- Dr. Cyril Brandt
Projektzeitraum
Finanzierung
- Das Projekt wird mit Mitteln zur Qualitätsverbesserung der Lehre der FH Münster finanziert.
Weitere Informationen:
- • Mazziotta, A. & Bröning, S. (2024). Hilfreich oder schwierig? Erfahrungen queerer Menschen in Beratung und Therapie. Psychotherapeutenjournal, 23, 366-379.
- • Mazziotta, A. & Hutter, C. (2025). Intersektionalität in der Supervision: Beziehungen stärken und Fallverstehen vertiefen. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, 24, 365–376.
- • Mazziotta, A. & Hutter, C. (2025). Von Privilegien und Benachteiligungen: Eine psychodramatische Annäherung an Intersektionalität. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie, 24, 221–234.