Was ist »Rhizom«?
Ein Rhizom ist der unterirdische Teil von Pflanzen, der den Winter überdauert und räumlich unberechenbar und regelmäßig in dem Maße nach vorne wächst, in dem er hinten abstirbt. Dieser Wurzelstock ist keine Organisationsform, sondern löst als subversives Element verhärtete Strukturen auf. Er gibt kein Programm vor und legt keine Linie fest. Dadurch kann er auch nicht zur Fessel werden. Das bedeutet permanente Verjüngung und Bewegung. Das alles ist Teil der Lehre. Das alles ist ein Magazin. Selbst geschrieben, selbst gestaltet und produziert.

Warum ein »Projekt Zeitschrift«?
Design als akademische Disziplin ist eine Denkmethode, die sich am Machen orientiert. Das Denken ohne das Machen ist Theorie. Das Machen ohne das Denken ist Orientierungslos. Kommunikation ist ein Prozess von innen nach außen. Daher beginnt hier die Leistung mit dem aktiven Zuhören, setzt sich im Mitdenken fort und mündet im visionären Umsetzen. Das Magazin leistet, was der Entwurf allein nicht leisten kann. Weil er sichtbar macht, was sein kann.

Rhizom. Kaum zu glauben. Zum vierten.

rhizom IV - Titel
Mindestestens das Besteste. Das ist für ein Hochschulprojekt ein Superlativ. Damit liefert uns Rhizom selbst unfreiwillig und willkürlich das aktuelle Thema.

Der Superlativ an sich, so kann man ganz zweifelsfrei sagen, ist die stärkste, beliebteste und bekannteste Steigerungsform überhaupt. Zumindest was Adjektive angeht. Aber mal abgesehen von der sprachwissenschaftlichen Definition per se, stellt sich doch die Frage, was genau ein Superlativ ist und wo man »Ihm« begegnet.

Fakt ist: Wir sind täglich umgeben von unzähligen Superlativen und ob wir wollen oder nicht, wir können ihnen gar nicht aus dem Weg gehen. Am größten, schnellsten und billigsten blinken sie uns scheinbar überall in leuchtenden Neonbuchstaben entgegen. Egal ob in der Werbung, der Zeitung, im Gespräch, in Form von Bauwerken und Technik, im Studium oder im Job sind sie omnipräsent. Normal ist nicht nur »out«, es ist anscheinend am »outesten«. Oder sagen wir es besser so: Der Superlativ ist heute vielerorts der Normalzustand, der geeichte Nullpunkt. »Unter dem machen wir es erst gar nicht ...« Andererseits bleiben viele Superlative im Verborgenen, die uns nicht auf den ersten Blick auffallen. Da sie von Außen unscheinbar wirken und nicht laut »hier bin ich« schreien. Doch gerade diese Superlative erzählen meistens die interessantesten Geschichten und bilden den Ausgleich zu den aggressiven und inflationären Schreihälsen.

Beim Lesen darf nun jeder selbst entscheiden, was für ihn ein Superlativ ist oder nicht. Außerdem sollte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass etwas in seiner »Otto-Normalität« so spannend und liebenswürdig ist, dass es sich auf den zweiten Blick doch noch zu etwas ganz besonderem entwickelt.
Wie eben Rhizom in seiner vierten Ausgabe.

Wieder haben wir in allen Formen denen zu danken, die uns unterstützen. Frau Silvia Wiener von Römerturm. Dem ehemaligen Bundesligaprofi, Herrn Ketelaer von der Druckerei Schotte und natürlich Herrn Klaus Schotte. Wichtig auch der Beginn der Kooperation mit den Kommunkationswissenschaftlern der Universität Münster. Danke an Helga Reiter.

Rhizom III

rhizom III - Titel
Rhizom ist monothematisch. Rhizom ist ehrgeizig. Will sich entwickeln.
Unterstützt wird es dabei durch Personen und Institutionen, die sich überdurchschnittlich engagieren. Wir danken dem Schriftgestalter Georg Salden, dem Druckhaus Mundschenk in Kropstädt bei Wittenberg, der Papier-Union und K+E Druckfarben, sowie der Buchbinderei Müller in Leipzig.
Begleitet von Prof. Rüdiger Quass von Deyen und Dipl.-Des Paul Plattner-Wodarczak.

Rhizom /// Heldenhafte Redaktion

Heldinnen und Helden - vor der Brust zu tragen ...
Rhizom wird unterstützt durch Personen und Institutionen, die sich überdurchschnittlich engagieren. Das sind unsere Helden. Damit liefern diese uns unfreiwillig und willkürlich unser Thema für die aktuelle Ausgabe: Helden

So darf sich jeder beim Durchblättern des Magazins an seinen eigenen Helden erinnert fühlen oder das Genannte absurd, unverständlich oder einfach falsch und wenig heldenhaft empfinden. Vielleicht hat man gar keinen Helden, den man verehren kann oder man ist schon sein eigener Held?!
Warum und wie so oder anders entschieden wurde, beantwortet bei uns wie jedes Semester der Entstehungsprozess, wer oder was zum Helden taugt, ist Gegenstand der Diskussion.

Heldenhaft ist auf alle Fälle die Redaktion.

Rhizom II

rhizom II - Goldenes Heft - Titel
rhizom II - Silbernes Heft - Titel

Rhizom I

Titelblatt rhizom I
rhizom I - einer von zehn Titeln
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