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"Menschen, die älter als 60 Jahre sind, haben es vergleichsweise schwer am Arbeitsmarkt", erklärt Prof. Dr. Mirko Sporket. Für die Stadt Münster hat er eine Expertise zur Erwerbssituation älterer Menschen in unserer Stadt erstellt. Die ernüchternden Ergebnisse stellte er nun im VHS-Forum vor. "Die Zahlen zeigen eine deutliche Tendenz zur Altersdiskriminierung", so der Soziologe. "Obwohl ältere Arbeitslose in Münster formal bessere Qualifikationen als Jüngere aufweisen, gelingt es ihnen weitaus schlechter, wieder in Beschäftigung zu kommen." Die Anzahl an arbeitslosen älteren Menschen sei zudem in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. "Ein besonderes Problem stellt die stark wachsende Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen dar", erläutert der Experte für Gerontologie und demografischen Wandel. Aufgrund unterschiedlicher Vermittlungshemmnisse sei es für diese Gruppe besonders schwer, einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Um deren Ressourcen und Kompetenzen genauer zu klären, wird Sporket vermutlich in absehbarer Zeit ein studentisches Projektseminar mit einer Befragung dazu aufsetzen.

Nichtsdestotrotz gebe es aber auch positive Entwicklungen: Vom Arbeitsmarktaufschwung der letzten Jahre hätten gerade die Menschen ab 55 profitiert. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei in dieser Altersgruppe zwischen 2010 und 2017 sogar prozentual am stärksten angestiegen. "Wir haben es also mit zwei unterschiedlichen Bewegungen am Arbeitsmarkt für Ältere zu tun - mit einer Zunahme bei der Beschäftigung, aber ebenfalls mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit", konstatiert der Wissenschaftler.

Die Ergebnisse seiner Studie diskutierte Sporket im VHS-Forum gemeinsam mit Politikern sowie Vertretern von Sozialamt, Jobcenter, DGB und Handwerkskammer.

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Prof. Dr. Mirko Sporket hat im Auftrag der Stadt Münster analysiert, wie die Erwerbssituation älterer Menschen in unserer Stadt aussieht. (Foto: Anne Holtkötter)
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Im VHS-Forum stellte er nun die Ergebnisse vor. (Foto: VHS)
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Zur Ergebnispräsentation und anschließenden Diskussion waren Politiker sowie Vertreter von Sozialamt, Jobcenter, DGB und Handwerkskammer gekommen. (Foto: VHS)
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