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Die große Exkursion der Arbeitsgruppe Wasser- und Ressourcenwirtschaft fand vom 11. bis 13. Mai 2015 in und um Berlin statt. Erstes Etappenziel war die Baustelle des Vertikal-Schiffshebewerks Niederfinow (Barnim) nordöstlich Berlins, das nach nunmehr rund 80-jährigen Diensten des alten Hebewerks in dessen unmittelbarer Nachbarschaft neu erbaut wird.

In Berlin bildete mit dem Müllheizkraftwerk und der Kläranlage Ruhleben zunächst die durch den Bau der Berliner Mauer erzwungene, weitgehend unabhängige Entsorgungswirtschaft des früheren West-Berlins einen thematischen Schwerpunkt. Bei der anschließenden Wanderung entlang des urban geprägten Flusses Panke erfuhren die 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion, welche Maßnahmen zur Fließgewässerrenaturierung geplant sind, um den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie gerecht zu werden.

In der Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Berlin-Tegel konnte eindrucksvoll gezeigt werden, wie die großtechnische Phosphorelimination seit 1985 zur deutlichen Verbesserung der Wasserqualität des Tegeler Sees geführt hat, der eine wichtige Ressource für die Wasserversorgung Berlins darstellt. Anhand von Versuchsanlagen zur Elimination anthropogener Spurenstoffe wurden in der OWA Tegel ebenfalls aktuelle Herausforderungen an die Wasserversorgung in teilgeschlossenen urbanen Wasserkreisläufen veranschaulicht. Abschließend lernten die Studierenden in Braunschweig anhand eines deutschlandweit einzigartigen Konzepts, wie durch die landwirtschaftliche Wiederverwendung aufbereiteten Abwassers Wasser- und Ressourcenkreisläufe nachhaltig geschlossen werden können.

Die technischen Besichtigungen wurden eingerahmt durch eine U-Bahn-Fahrt in die Zeit des Kalten Kriegs mit dem Verein Berliner Unterwelten sowie einen gemeinsamen Spaziergang durch weniger bekannte Ecken Kreuzbergs mit geselligem Ausklang im Biergarten auf dem gleichnamigen "Berg". Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion waren sich am Ende einig, dass das Exkursionsprogramm zwar etwas Kondition erforderte, aber beeindruckende und interessante Einblicke in die vielfältige Welt der Wasser- und Ressourcenwirtschaft und deren zukünftige Herausforderungen gewährte.



Weitere Impressionen der Exkursion:

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