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Maren Davids hat sich sehr gefreut über die Auszeichnung mit dem Hochschulpreis für die beste Masterarbeit des Fachbereichs Sozialwesen im Jahr 2019. (Fotos: privat)

Wir haben mit der 26-Jährigen über ihre Masterarbeit "Informelle Bildung im Kontext von Bildungslandschaften - der Schlüssel zu Bildungsgerechtigkeit?", die Auszeichnung mit dem Hochschulpreis und ihre jetzige Tätigkeit gesprochen.

Was bedeutet die Auszeichnung mit dem Hochschulpreis für Sie?
Ich freue mich darüber, dass durch diesen Preis die Bedeutung der in meiner Arbeit aufgegriffenen Themen Bildungsgerechtigkeit, informelle Bildung und Stadtentwicklung fachbereichsübergreifend anerkannt wird. Die bearbeitete Fragestellung und die gewonnenen Erkenntnisse scheinen somit auch für die interdisziplinäre Jury von zentraler Relevanz und nachvollziehbar gewesen zu sein.

Wie sind Sie auf das Thema Ihrer Masterarbeit gekommen?
Bereits in meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit der informellen Bildung beschäftigt und deren großes Potenzial für kindliche Entwicklungsverläufe theoretisch nachgewiesen. Letztlich blieb aber die Frage offen, warum dieses Potenzial, was bereits vor mehr als 20 Jahre nach dem PISA-Schock Einzug in die Bildungsdiskussion erhielt, sich bisher kaum in den Bildungsbestrebungen wiederfindet. Somit ergab sich fast schon von selbst, dass ich mich erneut mit der Thematik auseinandersetzen wollte. In der Masterarbeit veränderte sich allerdings der Fokus: Es ging nicht mehr darum, generationsspezifische Aufwachsbedingungen zu verstehen, sondern im Kontext des professionsspezifischen Handlungsauftrags zu prüfen, wie strategisch und kommunalpolitisch ein positiver Einfluss auf die derzeitigen Aufwachsbedingungen von Kindern genommen werden kann.

Wie nutzen Sie die Ergebnisse Ihrer Masterarbeit bei Ihrer jetzigen Arbeit beim Landesverband Kindertagespflege NRW e.V?
Die Bearbeitung der Thematik meiner Masterarbeit hat mir für mein berufliches Handeln noch einmal mit auf den Weg gegeben, dass nicht immer allein fachliche Argumentationen genügen, um pädagogische Ziele zu realisieren und um das Handeln anderer Akteurinnen und Akteure nachvollziehen zu können. Gerade in der Kinder- und Jugendhilfe ist man als pädagogische Fachkraft immer auch in andere Kontexte eingebunden, wie zum Beispiel in die kommunale Verwaltung und in andere Abhängigkeiten, auch finanzieller Art. Möchte man fachliche Ziele realisieren, geht es auch darum, diese bestehenden Abhängigkeiten zu berücksichtigen, um − darauf begründet − Themen zur tatsächlichen Durchschlagskraft zu verhelfen.

Beim Landesverband Kindertagespflege NRW e.V. arbeite ich ebenfalls im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Folglich war es hilfreich, diese aus meiner Masterarbeit gewonnene Erkenntnis an der einen oder anderen Stelle zu berücksichtigen, etwa um politisches Handeln einordnen zu können.

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