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Münster, 19. Februar 2019 | Wie unsere Ernährung im sozialen Kontext von Mobilität, Arbeit und Wohnen aussehen könnte, war die Leitfrage der Denkwerkstatt "Ernährungszukünfte im Anthropozän" an der FH Münster im Wintersemester 2018/2019.

Die Hochschullehrerin Prof. Dr. Carola Strassner hat sie mit dem Unternehmensberater Christoph Spahn aus Köln geleitet. "Wir wissen, innerhalb welcher planetaren Grenzen wir alle gemeinsam leben können, wir wissen welche Kriterien für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Was wir bisher kaum haben, sind Übersetzungen in zukünftige Lebenswelten", so Strassner.

Genau diese Übersetzung sei eine Aufgabe für Studierende im Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft gewesen. Um ihre Ergebnisse für andere sichtbar zu machen, sollten sie diese in Legefilmen präsentieren.

Auf der internationalen Messe Biofach in Nürnberg haben Strassner, Spahn und eine Gruppe von Studierenden einige Thesen aus der Denkwerkstatt vorgestellt und die vier Filme gezeigt. Dabei sind sie auf sehr großes Interesse gestoßen, wie die Hochschullehrerin berichtet.

 

Naturalistisches Ernährungssystem im Jahr 2050

Die Macherinnen dieses Films laden zu einer Reise in eine sozial-ökologische Welt ein.

Ein Film von: Karina Buss | Ina Kerkhoff | Anita Menzel

 

 

BeLeVe - Bedingungslose Lebensmittelversorgung

Mit BeLeVe wird jedem Menschen unabhängig vom Einkommen eine Grundversorgung mit Lebensmitteln ermöglicht.

Ein Film von: Lynn Marthe Garbers | Anna-Lena Kribbeler | Giulia Nentwig | Theresa Usler

 

 

Der grüne Einkauf

Wie technische Lösungen uns einen nachhaltigen Lebensstil erleichtern können, wird deutlich am Beispiel des grünen Einkaufs.

Ein Film von: Jana Grote | Laura König | Junping Qiu | Pia Uthe

 

 

Wirtschaft als Mittel und Chance im Ernährungssystem 2050

Eine kooperative Form des Wirtschaftens ermöglicht einen anderen Umgang mit Nahrungsmitteln, wie dieser Film nahelegt.

Ein Film von: Anja Löckener | Carina Looft | Damian Winter

 

Bis zu den fertigen Filmen war es ein arbeitsreicher, kreativer Prozess. Die Studierenden eigneten sich zunächst Wissen an und diskutierten miteinander, warfen einen Blick in die Vergangenheit, um ihn dann wieder in die Zukunft zu richten. Mit Vertretern aus der Ernährungswirtschaft entwickelten sie Ideen in einem Workshop. Schließlich planten sie die Filme und realisierten in der TV-Lernredaktion alle Schritte in Handarbeit: vom Storyboard bis zum Schnitt. Die Fülle von Informationen auf zwei bis drei Minuten zu verdichten, sei schon eine besondere Herausforderung gewesen, so die Studierenden.

"In der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte wird darauf verwiesen, wie notwendig soziale Innovationen sind. Das haben die Studierenden sehr überzeugend in ihren Szenarien aufgegriffen, indem sie technische und soziale Entwicklungen weitergedacht haben", so Spahn.

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